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09.22 Uhr | 27. November 2020

„Wir sind einen Riesenschritt weiter“

FREILUFTHALLE: Spatenstich für den Sport- und Bildungscampus ist für das Frühjahr 2021 geplant

„Jetzt ist es kein Phantasiegebilde mehr“ – mit der Unterzeichnung des letzten Bauantrags für die auf dem Sport- und Bildungscampus entstehende Freilufthalle werde deutlich, dass der Plan nun in die Realisierung gehe, meinte Bürgermeisterin Barbara Schader. Foto: Eva Wiegand

BÜRSTADT – Mit der Unterzeichnung des letzten Bauantrags für eine Freilufthalle auf dem Sport- und Bildungscampus ist Bürstadt auf dem Weg für das Großprojekt mit einer Fläche von rund 6,5 Hektar wieder einen Schritt weiter. „So groß, in dieser Dimension, haben wir in Bürstadt noch nie gebaut“, ließ die Bürgermeisterin Barbara Schader ihrer Begeisterung freien Lauf, einen großen Stapel Papiere für den Bauantrag für die Freilufthalle vor sich, die den weiteren Weg für die beschlossenen Planungen ebnen. Einen straffen Zeit- und Kostenplan hat die Stadt mit dem Planungsbüro Drees und Sommer erarbeitet und in regelmäßigen Treffen für die Vernetzung und Abstimmung, auch mit den Vereinen, gesorgt. „Ohne diese professionelle Unterstützung hätten wir das nicht stemmen können“, meinte die Rathauschefin. Ab dem neuen Jahr sollen parallel zum letzten Bauantrag die Ausschreibungen erfolgen und die Aufträge vergeben werden. Ziel sei es dabei, betonte Katrin Voss vom beauftragten Planungsbüro, dass die ersten Firmen ab März mit den Arbeiten beginnen. Für die Freilufthalle, die zunächst gar nicht geplant war, rechnen die Planer mit einer schnellen Genehmigung. Aufgestellt ist die 800 Quadratmeter große Halle, die mit einem Mobilkran angeliefert werden soll, in kurzer Zeit. „Das kann man sich vorstellen, wie eine Reithalle. Die Seiten sind offen, der Boden besteht aus einen Kunststoffbelag und außen ist eine leichte Zaunkonstruktion angebracht“, erläuterte Gero Quasten vom Planungsbüro prosa Architektur & Stadtplanung aus Darmstadt. Das Dach sei eine Art Foliendach mit dünner Konstruktion. „Das ist gerade für das Training im Winter bei enger Hallenbelegung hilfreich und schafft Entlastung“, betonte Schader. Aber auch im Sommer sei die Halle eine gute Sache und schütze vor der Sonne. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Sport- und Bildungscampus auf 17 Millionen Euro. „Das ist eine stolze Hausnummer, aber ohne die gesicherten Fördergelder von mittlerweile mehr als elf Millionen Euro, wäre es nicht realisierbar“, machte die Bürgermeisterin deutlich. Besonders glücklich ist sie über die Traum-Förderung von 90 Prozent für den Sport- und Bewegungskindergarten. Außerdem arbeitet die Stadt derzeit an den Nutzungsverträgen mit den Vereinen. Da werde geklärt, wer was pflege, um die Folgekosten im Blick zu behalten. „Die Stadt ist für alle öffentlichen Anlagen zuständig. Die einzelnen Sportanlagen werden den Vereinen überlassen, die sie pflegen und erhalten und dafür einen gewissen Betrag über die Vereinsförderung erhalten“, erklärte Schader. Auf der Homepage der Stadt soll der Baufortschritt des Sport- und Bildungscampus zukünftig für die Bürger sichtbar gemacht werden. Eva Wiegand 

 

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