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11.06 Uhr | 5. Mai 2015
Erste repräsentative Lampertheimer Bürgerbefragung bis 5. Juni

Vorstellung des neuen Bürgerportals

Bei der Bürgerbefragung bis zum 5. Juni können sich alle Bürger beteiligen – tausend Bürger werden für die zusätzlich stattfindende repräsentative Umfrage persönlich angeschrieben.  Foto: Hannelore Nowacki

Bei der Bürgerbefragung bis zum 5. Juni können sich alle Bürger beteiligen – tausend Bürger werden für die zusätzlich stattfindende repräsentative Umfrage persönlich angeschrieben. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Wie zufrieden sind die Lampertheimer mit ihrer Stadt? Ob und wie wollen sich die Bürger möglicherweise aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt beteiligen? Das will die Stadt Lampertheim mit ihrer „Ersten Lampertheimer Bürgerbefragung“ herausfinden und mit den Ergebnissen die weitere Entwicklung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten. Einen Monat lang, bis zum 5. Juni, können sich alle Lampertheimerinnen und Lampertheimer über 18 Jahre an der Bürgerbefragung beteiligen. Fragebogen liegen im Rathaus-Service in der Domgasse 2 und in den Außenstellen der Stadtteile aus. Auch online kann der Fragebogen ausgefüllt werden. Zusätzlich findet eine repräsentative Bürgerbefragung mit 1.000 Einwohnern statt, die durch Zufallsstichprobe ausgewählt und von Bürgermeister Gottfried Störmer angeschrieben wurden. Die Ergebnisse dieser repräsentativen Bürgerbefragung lassen durch die statistisch fundierte Methode der repräsentativen Erhebung genauere und vergleichbare Schlüsse zu. Denn es soll nicht bei dieser einen Befragung bleiben. Im Rahmen des neu ins Leben gerufenen „Lampertheimer Bürgerpanels“ sollen die Bürger und Bürger zukünftig alle ein bis zwei Jahre wiederholt zu sozialen, wirtschaftlichen und politischen Themen befragt werden, so dass die Ergebnisse über Jahre vergleichbar sind. Das neue Bürgerportal der Stadt Lampertheim mit der Adresse www.buergerbeteiligung.lampertheim.de versorgt die interessierten Bürger ab sofort mit Informationen über die verschiedenen, bereits bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten – 32 Eintragungen sind es aktuell, darunter die Tafel, Bürgerstiftung, Spielplatzpaten und die „Räuberleiter“. Im Mängelmelder können Anregungen gegeben werden. Dieses Bürgerportal wird regelmäßig aktualisiert, auch ist die Einbindung weiterer Informationen und Dienste angedacht wie Veranstaltungskalender und Newsletter. Mit der fachlichen und technischen Unterstützung bei der Konzeption und Ausführung ist die wer denkt was GmbH aus Darmstadt beauftragt.  Zur Vorstellung des Bürgerportals und der Bürgerbefragung am Montagnachmittag im Magistratsraum des Stadthauses hatte der Fachbereich 40 Bildung, Kultur und Ehrenamt eine große Runde aus Politik und Verwaltung eingeladen; für die Agendagruppe Lokale Agenda Bürgerbeteiligung nahm ihr Sprecher Wolfgang Fritsch teil, die Firma wer denkt was GmbH war durch Geschäftsführer Dr. Robert Lokaiczyk und Projektmanagerin Theresa Steffens vertreten. Bürgermeister Störmer skizzierte die Entwicklung in Lampertheim: Das politische Signal setzte nach Anregung aus der Bürgerschaft die Stadtverordnetenversammlung 2010 mit ihrem Beschluss, eine Bürgerkommune zu werden. Umgesetzt wurde der Beschluss durch die gemeinsame  Konzeption des Fachbereichs 40 mit der Agendagruppe LA 21 Aktive Bürgerbeteiligung. Was aber ist eine „Bürgerkommune“? Bürgermeister Störmer definierte sie so: „Die Bürgerkommune ist eine Haltung und fortdauernder Prozess, in dem Verwaltung, Politik und Bürger miteinander kommunizieren wollen“. Ein wenig förmlicher hört sich diese Beschreibung an, die der Bürgermeister ebenfalls zur Erklärung nannte: „Kommunen entwickeln sich zu Bürgerkommunen, indem sie Würdigung, Wertschätzung und Weiterbildung in einer Kultur des Ermöglichens als Grundlage der Gemeinschaft von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft anerkennen, schätzen und leben“. Allerdings setzt derzeit die Hessische Gemeindeordnung juristische Grenzen, wie Störmer zu bedenken gab. Aber auch hier gebe es neue Überlegungen. In Sachen Bürgernähe setzt Stadtverordnetenvorsteherin auf weitere Stadtverordnetenversammlungen unter freiem Himmel, wie sie schon zweimal auf dem Europaplatz mit großem Publikumsinteresse stattfanden. Da grundsätzliche alle Sitzungen öffentlich seien, hätte sie dieser Art der Öffentlichkeit ursprünglich keine so große Bedeutung zugemessen. „Aber man lernt dazu“, sagte Stass. Erster Stadtrat Jens Klingler wies auf den neuen Flyer zum „Bürgerhaushalt 2015“ hin. „Wir wollen kein starres System, wir wollen uns verändern“, betonte Klingler und informierte darüber, dass der Bürgerhaushalt nun Teil des Bürgerforums im Internet sei – eine Möglichkeit für die Bürger tiefer in die Themen einzusteigen. Fachbereichsleiter Rolf Hecher findet es ganz wichtig, dass in der Bürgerbefragung Kernstadt und die Stadtteile gefragt sind.  Hannelore Nowacki

Bürgerbefragung – wie geht es?

Die Fragebögen erhalten einen Teilnahmecode, um aussagekräftige repräsentative Ergebnisse zu erreichen, auch dieser Fragebogen kann online mit Teilnahmecode ausgefüllt werden (der Fragebogen für alle Bürger hat keinen besonderen Teilnahmecode. Alle Angaben werden anonymisiert gesammelt und ausgewertet, Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich, wie die betreuende Firma wer denkt was GmbH versichert. Auch online unter www.buergerbeteiligung.lampertheim.de kann der Fragebogen ausgefüllt werden. Weitere Fragen zur Bürgerbefragung beantwortet Silke Reis, Fachdienst Kultur und Ehrenamt, Telefon 06206/935363 oder per E-Mail: S.Reis@lampertheim.de.

 

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