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Volle Domkirche zur Verabschiedung von Pfarrer Adam Herbert

Festlicher Gottesdienst zur Ruhestandsversetzung nach 29 Dienstjahren

Auf dem Weg in den Ruhestand mit vielen Interessen – beim Auszug nach dem Gottesdienst ging Pfarrer i. R. Adam Herbert durch den Mittelgang hinaus, ihm folgte Pröpstin Karin Held. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Pfarrerin Sabine Sauerwein begrüßte zu Beginn des festlichen Gottesdienstes am Sonntagmorgen in der Domkirche alle, die mit Pfarrer Adam Herbert in einer Beziehung standen. Und es waren viele Menschen, die zum letzten Gottesdienst in der Lukasgemeinde gekommen waren, bei dem Pfarrer Herbert die Predigt hielt. Mit der feierlichen Entpflichtung durch Pröpstin Karin Held mit Segen und Überreichung der Urkunde zur Ruhestandsversetzung nach 29 Dienstjahren in der Lukasgemeinde ist Pfarrer Herbert zu keinen offiziellen Diensten mehr verpflichtet. Beim feierlichen Einzug in die Domkirche wurde Pfarrer Herbert von seinen geistlichen Kollegen der Lukasgemeinde begleitet, Pfarrerin Sabine Sauerwein und Pfarrer Sven Behnke, von Pröpstin Karin Held und Dekan Arno Kreh, gefolgt vom Kirchenvorstand. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom evangelischen Posaunenchor unter der Leitung von Daniel Ott und Kirchenchor unter der Leitung von Kantorin Heike Ittmann, die auch Orgel spielte. Das erste klangvoll von der Gemeinde gesungene Lied „Die güldene Sonne voll Freud und Wonne“ schien für diesen sonnigen Morgen gemacht. Im Wechsel betete die Gemeinde mit Pfarrer Herbert den Psalm 73. Anschließend sang der Kirchenchor auf der Empore unter der Leitung von Kantorin Heike Ittmann, später auch vor dem Altar. Pfarrer Behnke las aus dem Brief des Apostel Paulus an die Epheser aus dem fünften Kapitel. Darin heißt es: „Alles, was offenbar ist, wird Licht“. Auch im Matthäus-Evangelium geht es im fünften Kapitel um dieses besondere Licht, als Jesus den Jüngern sagte: „Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt, so lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen“, wie Kirchenvorstandsmitglied Dr. Carl-Michael Bergner vorlas. Zum nächsten Lied „Sonne der Gerechtigkeit“ hörten die Gottesdienstbesucher wunderbare Orgelklänge von Heike Ittmann –Musik mit fröhlichem Zwitschern und Pfeifen. Zur Predigt stieg Pfarrer Herbert zur Kanzel hinauf, mit Blick in die voll besetzte Domkirche sprach er über die Liebe Gottes, wie sie im 1. Johannesbrief beschrieben ist. „Gott ist die Liebe“. Es sei ein Lieblingswort von ihm, bekannte Pfarrer  Herbert, dessen Predigt sich um diese Aussage rankte. „Was wurde nicht alles über die Liebe gesungen und geschrieben?“ Pfarrer Herbert erinnerte an Marlene Dietrich  und die Beatles mit ihrem Song „All we need is love“. Gottes Liebe sei bedingungslos, eine vollkommene Liebe, die die Furcht austreibe, wie es bei Johannes heiße. „Aber seien wir ehrlich – wir mögen nicht alle Zeitgenossen, manchmal kommt einfach keine herzliche Beziehung zustande“, sprach er ein weltliches Problemfeld an. In diesen Fällen schulden wir bei guter Erziehung dem Anderen zumindest Respekt, meinte Pfarrer Herbert. Ein Strahlen kam in sein Gesicht, als er von seinen schönen Erinnerungen und der Atmosphäre in der Gemeinde sprach, von seiner Frau Regina und von seiner Dankbarkeit für den Dienst in einer so lebendigen Gemeinde: „Hier gibt es das volle, pralle Leben, hier ist immer was los“. In Liebe blicke er zurück und hoffnungsvoll voraus. Niemanden ließ er bei seinem Dank aus. In ihrer Rede zur Ruhestandsversetzung würdigte Pröpstin Karin Held das Wirken von Pfarrer Herbert, der mit seiner Ordination im Jahr 1983 ein umfangreiches Pflicht- und Kernprogramm in der Landeskirche übernommen habe, die geistliche Heimat und gesellschaftliche Kraft sei.

Aufmerksam hörte Pfarrer Adam Herbert zu (vorne in der Mitte). In ihrer Rede zu seiner  Verabschiedung aus dem aktiven Dienst der Landeskirche würdigte Pröpstin Karin Held das Wirken von Pfarrer Adam Herbert mit Ernst, Witz und Humor. Foto: Hannelore Nowacki

In der Lukasgemeinde seit 1990, sei er als zuhörender Seelsorger und ruhender Pol geschätzt, auch in der Stadtökumene sei sein Wirken wichtig gewesen. Dank und Anerkennung sprach die Landeskirche ihm in der Urkunde aus. Mit Applaus besiegelte die Gemeinde die Entpflichtungszeremonie. Zum Abschluss wurde auf Anregung von Pfarrerin Sauerwein das Lied „Nun danket alle Gott“ im Stehen gesungen. Der Posaunenchor begleitete den Auszug. Wenig später begann der Empfang im großen Saal der Notkirche, wo ein Büffet und gedeckte Tische für ein gemütliches Beisammensein vorbereitet waren. Mehrere Redner hatten sich für ein Grußwort angemeldet, darunter die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Traudel Becker, Bürgermeister Gottfried Störmer, Dekan Arno Kreh vom Dekanat Bergstraße, Daniel Götz von der Martin-Luther-Gemeinde sowie Pastor Jörg Lüling von den Baptisten und der Stadtökumene. Hannelore Nowacki

 

 

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