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14.53 Uhr | 14. Oktober 2021

Vielfältige soziale Aufgaben als besondere Herausforderung

MAGISTRATSPRESSEGESPRÄCH: Stabsstelle Soziales vorgestellt / Hallenbadsaison kann beginnen — Einweihung am Samstag

Lampertheim ist bunt – das spiegelt sich auch in den vielfältigen Aufgaben der Stabsstelle Soziales wider. Foto: www.pixabay.com

LAMPERTHEIM – Die Stabsstelle Soziales stand neben dem Hallenbad als Thema auf der Tagesordnung eines Magistratspressegespräch der Stadt Lampertheim am Donnerstag. Der Erste Stadtrat Marius Schmidt begrüßte hierzu zunächst Andreas Dexler, der seit dem 1. Januar die Stabsstelle leitet. Diese ist direkt dem Ersten Stadtrat unterstellt und bearbeitet vielfältige Aufgaben rund um die unterschiedlichsten sozialen Herausforderungen und Aufgaben in Lampertheim.

„Die Arbeit ist in vier Bereiche aufgeteilt: Seniorenarbeit, Soziale Sicherung, Flüchtlings- und Migrationshilfe sowie Gemeinwesenarbeit”, erläuterte Andreas Dexler. Dabei stehen neben den bisherigen Tätigkeiten auch zahlreiche neue Projekte an.

Bei der Seniorenarbeit steht neben der Betreuung der Seniorenbegegnungsstätte auch die aufsuchende Sozialarbeit für Senioren sowie die Betreuung der Bewohner im Seniorenwohnheim Dieselstraße im Fokus. Daneben erfolgt die Begleitung des Seniorenbeirats sowie die Mitarbeit im wichtigen Arbeitskreis Demenz. In Planung ist darüber hinaus der Aufbau der „ehrenamtlichen Seniorenbegleitung”, diese soll 2022 starten.

Einen ebenso hohen Stellenwert nimmt die Gemeinwesenarbeit ein, wobei hier das Augenmerk unter anderem auf der Begleitung des Behindertenbeirates liegt. Zudem wurde jüngst der Aktionsplan Inklusion gestartet, derzeit in Planung und Aufbau befindet sich die Gemeinwesenarbeit im Rahmen eines Quartierbüros in der östlichen Kernstadt. „Der Förderantrag beim Land ist bereits gestellt und wir konnten das Diakonische Werk als Träger gewinnen”, freut sich Andreas Dexler über die Fortschritte in diesem Bereich. Derzeit ebenfalls im Aufbau ist ein Hebammennetzwerk. Ziel hierbei ist ein offenes Hebammenangebot, angedockt an das Familienzentrum in Lampertheim. „Auch hier sind wir auf einem gutem Weg”, so der Leiter der Stabsstelle, zu deren Aufgaben zudem Zuschüsse an soziale Organisationen und Zusammenarbeit hinsichtlich der Angebotsoptimierung gehören.

Hierzu passt auch: In der Domgasse wird künftig eine barrierefreie WC-Anlage zu finden sein. Am Donnerstag wurde diese mittels eines Schwerlastkrans an ihren finalen Standort eingehoben. Die Anlage ist noch nicht angeschlossen – wann die Inbetriebnahme erfolgt, wird zeitnah bekannt gegeben.

„Soziale Sicherung” im Blickpunkt

Im Bereich der „Sozialen Sicherung” kommt der Stabsstelle neben der Beratung und Unterstützung bei der Beantragung von Transferleistungen und anderen wirtschaftlichen Hilfen insbesondere die Lotsenfunktion im sozialen Netz zu. Darüber hinaus gehören das Ausstellen des Sozialpasses und die Rentenstelle mit der Beantragung von Renten, Kontenerklärung, allgemeinen Informationen zum Aufgabenfeld. Ein weiterer Schwerpunkt ist der soziale Wohnungsbau – von der Wohnungsvermittlung über das Ausstellen von Wohnberechtigungsscheinen bis zur Erhebung der Fehlbelegungsabgabe. „Wir möchten uns hier weiter entwickeln und versuchen, den wachsenden Bedarf zu decken”, stellte Andreas Dexler klar.

Vielfältig ist das Angebot auch in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit. Hier stehen neben der allgemeinen Flüchtlings- und Migrationsberatung auch die Koordination der einzelne Akteure und ehrenamtlich Tätigen sowie die Zusammenarbeit mit dem Flüchtlings- und Ausländeramt des Kreises auf der Agenda. Positiv ist, das sich auch hier neues entwickelt: Neben der Koordination der Integrationslotsen ab 2022 umfasst dies auch die Begleitung der Integrationskommission, die in diesem Jahr ins Leben gerufen wurde. Zudem soll eine „Front-office Migration“ aufgebaut und ein Integrationskonzept erstellt werden. In Bezug auf das „Front-office Migration“ ist der Aufbau mit verschiedenen Trägern, die gemeinschaftlich agieren und verstärkt zusammenarbeiten, geplant, um den Bürgern eine bessere Dienstleistung anbieten zu können. Hierzu gehören auch Sprechstunden der Integrationslotsen und eine Sprachsprechstunde des Lernmobil Viernheim als Anbieter von Integrations- und Sprachkursen – eine Sprechstunde des Job-Centers soll ebenfalls integriert werden.

Beim Magistratspressegespräch der Stadt Lampertheim standen neben der Hallenbadeinweihung besonders die vielfältigen Aufgaben rund um die unterschiedlichsten sozialen Herausforderungen und Aufgaben im Blickpunkt. Archivfoto: TIP-Verlag

Hallenbadeinweihung am Samstag

Strahlend führte Marius Schmidt zum zweiten wichtigen Punkt des Magistratspressegesprächs über: „Die Arbeiten am Hallenbad stehen sehr, sehr kurz vor dem Ende, nur noch eine Außenwand muss gedämmt und gestrichen werden. Wir laden die Bevölkerung zur kleinen Wiedereröffnungsfeier am Samstag um 14 Uhr ein. Nach einer kleinen Feierstunde mit Musik, Grußworten und der ein oder anderen Überraschung eröffnet anschließend die ‚Meile der Vereine‘. Hier präsentieren der Förderverein, die DLRG, die SG Neptun, der Tauchclub und der Wassersportverein ihr Angebot.” Zudem sind Führungen durch das Hallenbad mit Marius Schmidt möglich, im Rahmen eines Gewinnspiels mit fünf Fragen um das Hallenbad gibt es eine Jahreskarte zu gewinnen.

Der öffentliche Badebetrieb startet dann am Montag, 25. Oktober. Hierfür wird es aufgrund von Corona eine Voranmeldepraxis geben, maximal 75 Badegäste sind gleichzeitig möglich. Die Buchung kann sowohl telefonisch als auch online erfolgen – hierfür wird in der kommenden Woche eine neue Webseite geschaltet, über die Karten direkt gekauft werden können. „Wir wollten allen Schwimmerinnen und Schwimmern die gleiche Chancen ermöglichen, eine Anmeldung für den Badebetrieb ist ab kommender Woche möglich”, erläuterte Marius Schmidt. „Die Hallenbadsaison kann beginnen, derzeit sind wir noch am Heizen des Beckens, hier liegt die Temperatur aktuell noch bei 19 Grad Celsius.” Dies wird sich bis zum offiziellen Start aber noch ändern so dass ein angenehmen Schwimmgefühl garantiert ist. Benjamin Kloos

 

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