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22.45 Uhr | 23. Januar 2014
Neue Seminarreihe für Väter aller Nationalitäten / Kommunen im Kreis Bergstraße unterstützen die Kooperationspartner

Väterprojekt „Vater sein ist schön“

Beim Pressegespräch zur geplanten kostenlosen Seminarreihe für Väter informierten die Projektpartner von ACEV und Lernmobil Viernheim über ihre Ziele und bisherigen Erfahrungen in der Väter-Weiterbildung. Im Bild von links: Delegationsleiter Serkan Kahyaoglu, Stellvertretender ACEV-Hauptgeschäftsführer, Dr. Brigitta Eckert von Lernmobil, Bürgermeister Gottfried Störmer, Dilek Ozmen von der ACEV-Stiftung aus Istanbul, Karin Maliske von Lernmobil, Özlem Demirci, Michael Harres von der Stabsststelle Kinder und Senioren und Walter Keuker vom Vorstand Lernmobil Viernheim. Foto: Hannelore Nowacki

Beim Pressegespräch zur geplanten kostenlosen Seminarreihe für Väter informierten die Projektpartner von ACEV und Lernmobil Viernheim über ihre Ziele und bisherigen Erfahrungen in der Väter-Weiterbildung. Im Bild von links: Delegationsleiter Serkan Kahyaoglu, Stellvertretender ACEV-Hauptgeschäftsführer, Dr. Brigitta Eckert von Lernmobil, Bürgermeister Gottfried Störmer, Dilek Ozmen von der ACEV-Stiftung aus Istanbul, Karin Maliske von Lernmobil, Özlem Demirci, Michael Harres von der Stabsststelle Kinder und Senioren und Walter Keuker vom Vorstand Lernmobil Viernheim. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – „Vater sein ist schön“ – welcher Vater würde dieser Aussage widersprechen wollen. Aber auch Väter brauchen Unterstützung, nachdem sich die Erwartungen an Vater in den letzten Jahren und Jahrzehnten sowohl in der Türkei als auch in anderen Ländern gewandelt haben. Neben der Funktion als Ernährer der Familie ist wichtig geworden, dass sich die Väter mit ihren Kindern beschäftigen, mit ihnen einen Teil ihrer Freizeit verbringen und sich intensiv mit ihren Bedürfnissen und ihrer Bildung befassen. Bürgermeister Gottfried Störmer sprach von einem Beispiel, das einen Aspekt dieser Entwicklung praktisch fassbar macht: „Mein Vater hat noch keine Windeln gewechselt“. Bei einem Pressegespräch am Dienstag im Haus am Römer, zu dem Bürgermeister Störmer eingeladen hatte, informierte  eine Delegation der türkischen Stiftung ACEV (Mutter-Kind-Bildungsstiftung) über ihre bisherige Arbeit und Ziele in der Türkei und anderen Ländern. Im Kreis Bergstraße hat ACEV mit dem Verein Lernmobil Viernheim einen anerkannten Projektpartner gefunden, der bereits seit 28 Jahren in der außerschulischen Bildungsarbeit unter dem Leitmotiv „ Integration durch Bildung“ aktiv ist. ACEV ist eine demokratisch orientierte Nichtregierungsorganisation, die mit ihrem Väterunterstützungsprogramm in der Türkei und im Ausland bereits fast 500.000 Väter erreicht habe, berichteten  Delegationsleiter Serkan Kahyaoglu, Stellvertretender ACEV-Hauptgeschäftsführer und Mitstreiterin Dilek Ozmen von der ACEV-Stiftung aus Istanbul. Die Bildungsprogramme der Stiftung werden international wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Die Bildungsinhalte für die Seminarreihe in Deutschland wurden auf die hiesigen Lebensverhältnisse abgestimmt, in den Seminaren wird Deutsch gesprochen. In der Türkei sei die Chancengleichheit für Jungen und Mädchen in den Familien immer noch ein Problem, erklärte Kahyaoglu. Die Ausführungen in türkischer Sprache übersetzte Özlem Demirci, Mitarbeiterin der Stadt Lampertheim, ins Deutsche. Studien aus den Jahren 2004 und 2011 zeigten jedoch, dass Väter, die das Programm absolviert hatten, zunehmend demokratische Kommunikations- und Erziehungsmethoden annahmen. So folgert die ACEV: „Alle Ergebnisse der Studien zeigen, dass das Väterunterstützungsprogramm positive Beiträge liefert, um ein gutes Umfeld für die Entwicklung von Kindern zu schaffen“. In Lampertheim sind Väter aller Nationen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund angesprochen, die Kinder bis zu elf Jahren haben. Dr. Brigitta Eckert, Projektleiterin von Lernmobil, machte deutlich: „Es geht uns nicht um Problemfamilien“. Nur weil sie Vater sind, können sich die Teilnehmer zu den kostenlosen Seminaren anmelden. Der Verein Lernmobil habe bereits zahlreiche Kontakte zu Kindergärten, Bildungseinrichtungen und Migrantenorganisationen geknüpft, ein Netzwerk, das für die geplanten Väterkurse im Kreisgebiet wichtig sei. Anmeldungen nimmt Projektkoordinatorin Karin Maliske entgegen (Telefon: 06204/9861550, mobil 0176 10113390, E-Mail: maliske@lernmobil-viernheim.de).  Die bislang 17 Trainer aus dem Kreis Bergstraße und der Metropolregion haben ihre Ausbildung bereits abgeschlossen. Die Kooperationspartner legen Wert darauf, dass die Trainer über eine akademische oder Meisterausbildung mit pädagogischem Bezug verfügen. Fünf Kommunen im Kreis Bergstraße (Bensheim, Heppenheim, Lampertheim, Viernheim und Wald-Michelbach) fördern das Projekt. Bei der Stadt Lampertheim, die das Projekt finanziell und organisatorisch unterstützt, ist Michael Harres von der Stabsstelle Kinder und Senioren für Fragen und Informationen zur geplanten Seminarreihe Väterbildung zuständig (telefonisch erreichbar unter der 06206/935-446 oder E-Mail m.harres@lampertheim.de). Hannelore Nowacki

 

 

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