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15.08 Uhr | 17. März 2022
JUGENDFÖRDERUNG: Ostertüten-Verteilaktion bei der Tafel Lampertheim / Angebot des Sozialpasses vorgestellt

„Unsere Angebote stehen für alle Kinder und Jugendlichen offen”

Bereiten den Kinder und Jugendlichen, die Kunden bei der Tafel Lampertheim sind, eine Osterfreude: Susanne Camus (Jugendförderung), der Erste Stadtrat Marius Schmidt, Manfred Scholz (Jugendförderung) und Kerstin Biehal (Diakonie; v.l.). Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Leider stehen viele Kinder nicht auf der Sonnenseite des Lebens – auch in Lampertheim. Hier sind rund 140 Kinder als Tafelkunden angemeldet, weil sie und ihre Familien dringend auf diese bedauerlicherweise sehr wichtige Unterstützung angewiesen sind. Doch gerade für diese Kinder ist eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wichtig. Daher ist es gut, dass es seit jeher ein Bestreben der Jugendförderung ist, allen in Lampertheim lebenden Kindern und Jugendlichen eine Teilnahme an ihrem vielfältigen Programmangebot zu ermöglichen. Durch eine gemeinsame Aktion der Tafel in Lampertheim, des Ersten Stadtrates, der Jugendförderung und der Stabsstelle Soziales sollen die BesucherInnen der Tafel primär auf das Angebot der Jugendförderung für Kinder und Jugendliche aufmerksam gemacht werden.

Den Auftakt hierzu bildeten am Dienstag und Donnerstag eine Verteilaktion von Ostertüten bei der Lampertheimer Tafel, die auch in der kommenden Woche fortgesetzt wird. In diesen befand sich nicht nur eine kleine Osternascherei aus Schokolade, ein Kreide-Ei und Knete, sondern auch eine Einladung für die Kinder und Jugendlichen für eine eigens für sie organisierte Veranstaltung. Für Kinder von 6 bis 11 Jahren findet dieses als Kindertreff am 8. April von 14 bis 18 Uhr mit Spielen, Basteln und Spaß haben statt, für Jugendliche ab zwölf Jahren am gleichen Tag von 18 bis 21 Uhr mit Tischkicker, Dart, Billard und Nintendo Switch. Ziel dieser Veranstaltung ist es, dass die jungen Menschen die Örtlichkeiten der Jugendförderung, sprich die Zehntscheune, sowie das Spielmobil und vor allem auch die MitarbeiterInnen der Jugendförderung kennen lernen. Dadurch soll ein Vertrauensverhältnis zu den Kindern und Jugendlichen aufgebaut werden, welches es ihnen einfacher machen soll, an Aktionen der Jugendförderung teilzunehmen und somit Schwellenängste abzubauen.

„Wir wollen Teilhabe, die städtischen Angebote für Kinder und Jugendliche stehen für alle offen, gleich welcher sozialen Herkunft. Dabei ist uns gerade die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus vielleicht etwas schwierigeren Verhältnissen wichtig”, betonte der Erste Stadtrat Marius Schmidt hierzu.

Sozialpass als attraktives Angebot

Ein weiteres Ziel soll zudem sein, dass die Besucherinnen und Besucher der Tafel auf den Sozialplass aufmerksam gemacht werden. Hierfür wurde ein Flyer in einfacher Sprache in die Ostertüten eingelegt, der den Sozialpass und dessen Vorteile beschreibt. Dieser beinhaltet ein vielfältiges Angebot – neu dabei ist die Inanspruchnahme des EMIL Hilfeladens sowie eine 50-prozentige Ermäßigung auf die Frühstückspauschale der städtischen Kindertagesstätten und damit eine direkte Hilfe für Familien. Dieses Angebot richtet sich nicht nur an Menschen mit SGB II, sondern auch an alle mit geringem Einkommen und SGB I. Ein entsprechendes Formular und weitere Informationen sind auf der Internetseite der Stadt Lampertheim unter www.lampertheim.de zu finden, zudem steht Jennifer Zintel-Andres telefonisch unter 06206/935-210 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Mit Hilfe des Sozialpasses können dessen Inhaber ermäßigten Eintritt zu den verschiedensten kommunalen öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen erhalten. Voraussetzung ist, dass der berechtigte Personenkreis seinen Wohnsitz in Lampertheim hat. Zu den Vergünstigungen zählen die Gebührenermäßigung der Benutzungsgebühren für die Biedensand Bäder, 50 % Gebührenermäßigung für Kurse der Volkshochschule Lampertheim sowie auf Eintrittspreise aller städtischen Kulturveranstaltungen, die Berechtigung zur Teilnahme an der „Kulturtafel“, 50 % Ermäßigung der Eintrittspreise bei Veranstaltungen des Hauses der Jugend (Begegnungsstätte Zehntscheune), 50% Ermäßigung auf die Jahresausleihgebühr der Stadtbücherei, 50 % Ermäßigung der Hundesteuer (Ersthund) und die beiden neuen genannten Angebote.

Integration fördern

Das Team der Jugendförderung und die anwesenden Vertreter der Verwaltung nutzten den direkten Austausch während der Verteilaktion zudem, um gezielt Menschen anzusprechen, die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben und so gleichzeitig zur Vorstellung des Sozialpasses auch weitere Schwellen im gesellschaftlichen Miteinander abzubauen und somit die Integration zu fördern. Benjamin Kloos

 

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