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10.00 Uhr | 25. November 2021

Themenführung zu Künstlicher Intelligenz

EKHN: Veranstaltung am 7. Dezember im Rahmenprogramm der Landesausstellung „Hier stehe ich“ 

WORMS – Ein besonders aktueller Teil der Sonderausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest 1521 – 2021“ befasst sich mit Künstlicher Intelligenz und damit aufkommenden Fragen wie: Was kann und was darf Künstliche Intelligenz? Kann sie lernen? Wo macht ihr Einsatz Sinn? Welche Rolle wird sie im menschlichen Leben der Zukunft spielen? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich am 7. Dezember, 19 Uhr, eine Themenführung im Museum der Stadt Worms im Andreasstift. Anhand von zwei Beispielen für Künstliche Intelligenz, die auch in der Ausstellung präsentiert werden, gehen Experten diesen Fragen zusammen mit den Teilnehmenden nach. Im Mittelpunkt stehen der Roboter „Alfie“ von Furhat Robotics in Stockholm, der in Kooperation mit der Technischen Universität in Darmstadt entstand, und der Segensroboter „BlessU-2“, bei dem es sich um ein künstlerisches Experiment und Kommunikationsprojekt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) handelt. Die Themenführung findet selbstverständlich unter Einhaltung der jeweils geltenden Corona-Landesverordnung sowie der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln statt. Momentan gilt die 2G-Regel. Über etwaige Änderungen informieren wir auf der Homepage. Tickets sind für sechs Euro online über www.museum-andreasstift.ticketfritz.de buchbar. 

In das Thema Künstliche Intelligenz im Allgemeinen und im Kontext mit der Sonderausstellung führt Kurator Dr. Olaf Mückain zu Veranstaltungsbeginn ein. Kristian Kersting, Professor für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt, sowie Patrick Schramowski und Dr. Cigdem Turan, beide am selben Fachbereich tätig, präsentieren im Anschluss die „Moral-Choice-Maschine Alfie“. Von Dr. Fabian Vogt, Pfarrer und Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit der EKHN in Darmstadt, stammt die Ausgangsidee für den Segensroboter „BlessU-2“. Er begleitet bis heute den Weg des Kommunikationsprojektes und stellt dieses in Worms vor. 

Roboter in der Sonderausstellung 

Der Segensroboter „BlessU-2“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Alexander Wiedekind-Klein und regt seit 2017 zu einem vielfältigen Diskurs zum Thema Segen und zur Bedeutung spiritueller Formen in einer zunehmend digitalen Gesellschaft an. Die Installation kommuniziert über ein Display. Man kann per Eingabe unter anderem wählen, ob und in welcher Sprache ein Segen zugesprochen werden soll, ob dies eine weibliche oder eine männliche Stimme tun und ob der Segen eher der „Ermutigung“ oder der „Erneuerung“ dienen soll. Die EKHN möchte die in der modernen Gesellschaft nötigen und wichtigen Diskussionen über Zukunftsfragen der Digitalisierung und des Glaubens mit „BlessU-2“ fördern. Als Installation, die geistliche und digitale Welt bewusst zusammenführt, will sie unterhaltsam-provokant dazu einladen, sich mit der Thematik zu befassen. 

Um die Schnittstelle der Kommunikation zwischen künstlicher Intelligenz und Mensch natürlicher wirken zu lassen, wurde der mit menschenähnlichen Zügen ausgestattete, sprechende Roboter namens „Alfie“ von Furhat Robotics in Stockholm in Kooperation mit der Technischen Universität in Darmstadt entwickelt. Mit seiner humanoiden Gestalt weckt Alfie Vertrauen und fördert im Dialog mit dem Menschen ehrliche Fragen und Antworten. Aber welche Bedeutung haben die Äußerungen eines lernfähigen Automaten, die auf programmierten Regeln, eingespeisten Daten und komplexen Algorithmen beruhen anstatt auf Erfahrungen, sozialen Faktoren und Emotionen? Auch diese wichtige Frage wird in der Themenführung diskutiert. zg

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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