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09.52 Uhr | 19. Februar 2021

Stadtentwicklung und Bildung vereinen

KOMMUNALWAHL: CDU Lampertheim im Wahlkampf auf „Vor-Ort-Tour“ am Schillerplatz

Die CDU-Wahlkämpfer bei ihrer „Vor-Ort-Tour“ auf dem Schillerplatz (von links): Alexander Scholl, Werner Hofmann, Franz Korb, Margareta Hofmann, Marco Knecht, Karl-Heinz Horstfeld und Edwin Stöwesand. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Angesichts des weitläufigen Schillerplatzes, geprägt von der eindrucksvollen Fassade der Schillerschule mit dem Schiller-Café im Hintergrund, das schon lange keinen gastronomischen Betrieb mehr beherbergt, erschien das Herz der Stadt Lampertheim am späten Donnerstagnachmittag nicht sonderlich belebt. Weder das Wetter und noch der Corona bedingte Stillstand der Geschäftstätigkeit wirkten offenbar einladend. Diesen Standort mit Blick auf den großen Platz und das Kaiserquartier hatte sich die CDU Lampertheim für die dritte Etappe ihrer „Vor-Ort-Tour“ mit kurzem Aufenthalt, unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, ausgesucht. In der kleinen Runde der Wahlkämpfer um CDU-Spitzenkandidat Alexander Scholl waren der CDU-Parteivorsitzende Franz Korb, der Fraktionsvorsitzende Edwin Stöwesand sowie die Stadtverordneten Margareta Hofmann, Werner Hofmann und Karl-Heinz Horstfeld zusammengekommen. Scholl umriss die Themen, die an diesem Ort vor Augen liegen: Der Stadtumbau mit verbesserter Aufenthaltsqualität und die Schillerschule, die der Kreis Bergstraße vierzügig ausbauen will und dafür Platz braucht und schließlich auch das verwaiste Schiller-Café. Dessen Leerstand sei nicht dauerhaft verantwortbar, Scholl mahnt eine zeitnahe Entscheidung an. Im Stadtumbauprogramm sehe die Lampertheimer CDU die Möglichkeit, das Stadtbild nachhaltig zu verändern und weiter zu entwickeln, machten die CDU-Lokalpolitiker deutlich, die sich bislang in der Stadtverordnetenversammlung als Opposition in der Minderheit befinden. Da das Stadtumbauprogramm innerhalb von 10 Jahren abgeschlossen sein muss, komme den nächsten fünf Jahren der neuen Legislaturperiode nach der Kommunalwahl am 14. März entscheidende Bedeutung zu, betonte Scholl. Den Vorschlag von Landrat Christian Engelhardt zur bedarfsgerechten Erweiterung der Schillerschule mit Tausch von Parkhaus und Sedanhalle plus Alter Schule in Hofheim bewertet die CDU „absolut positiv“, da die Schulbezirke nicht verändert werden müssten. „Wir haben hier die Chance, Stadtentwicklung mit Bildung zu verbinden und zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“, fasste Scholl zusammen. Allerdings wünsche sich die CDU, dass die Entscheidung schneller getroffen werde. Doch noch sei nichts verloren. Scholl wies auf die aktuell vorliegenden Bewertungen der Liegenschaften hin, die in der kommenden ersten oder zweiten Sitzungsrunde der Stadtverordnetenversammlung Thema sein sollen. Korb teilte mit, dass er wegen der Entwicklung des Kaiserquartiers mit einem Investor gesprochen habe, der auch die Sedanhalle in seine Überlegungen einbeziehen wolle. „Es wird Zeit, dass etwas passiert“, meinte Korb auch mit Blick auf die Innenstadtverdichtung im Quartier Emilienstraße und bekräftigte: „Wir sind bereit, die Ideen konstruktiv aufzunehmen und mitzutragen“. Nur ein Drittel der Kosten beim Stadtumbau habe die Stadt Lampertheim zu schultern. Mit den Entscheidungen sei es nicht immer ganz einfach, räumte Korb ein. Eine „attraktive Achse“ durch die Stadt will die CDU in der Aufenthaltsqualität aufwerten, angefangen vom Bahnhofsvorplatz mit barrierefreier, funktionaler Gestaltung für den ÖPNV, mit Parkplätzen und Fahrradstellplätzen, weiter über den Schillerplatz und Stadtpark bis zum Europaplatz. Dabei zählt die CDU auch auf Ideen und Vorschläge von Bürgern. Auf Nachfrage stellten die Kandidaten klar, dass sie für den Erhalt der bisherigen Gesamtzahl an Parkplätzen in der Innenstadt eintreten. Karl-Heinz Horstfeld würde das alte Schiller-Café gerne abreißen, um hier an zentraler Stelle mit einer Kneipe ohne großen Aufwand einen unkomplizierten Treffpunkt zu schaffen. Scholl kündigte an, dass sich die CDU-„Vor-Ort-Tour“ am 4. März auf dem Europaplatz zum Thema Bürgerbeteiligung treffen werde. Hannelore Nowacki

 

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