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14.55 Uhr | 1. August 2022
KUNST AM WEG: Fünf neue Holzskulpturen von Willi Überle laden zum Betrachten ein

Skulpturenrundweg entlang der Felder offiziell eröffnet

Eine kleine Wanderung auf dem Skulpturenrundweg von etwa vier Kilometern vom Bürgerhaus zu den weiteren Skulpturen an den Feldwegen unternahm die Gruppe, bei der Hitze bestens von Michael Plößer mit kalten Getränken und Imbiss vom Bollerwagen versorgt. Foto: Hannelore Nowacki

HÜTTENFELD – Bei einer kleinen Wanderung zur Einweihung des 1. Hüttenfelder Skulpturenrundwegs am sonnigen und heißen Samstagnachmittag ließen die Teilnehmer die fünf neuen Skulpturen auf sich wirken, die Holzkünstler Willi Überle im Auftrag der Stadt Lampertheim erschaffen hat. In hellem Holz, wetterfest dezent beschichtet, ragen die Skulpturen bis zu einem Meter achtzig auf. In der Nähe stets eine Sitzbank, die zum Verweilen und Betrachten der Kunst am Weg und zum Blick über die Felder einlädt. Rund vier Kilometer sind zu laufen, ein gerne genutzter, beliebter Weg, weiß man bei Ortsbeirat, der zur offiziellen Eröffnung des Skulpturenrundwegs interessierte Bürger, den Künstler, Bürgermeister Gottfried Störmer und den für Kultur zuständigen Ersten Stadtrat Marius Schmidt sowie die Leiterin der Technischen Betriebsdienste Sabine Vilgis eingeladen hatte. Ortsvorsteher Karl Heinz Berg wurde von Stellvertreterin Beate Kettler (beide SPD) vertreten, der Initiator des Skulpturenrundwegs und Namensgeber der fünf Kunstwerke war erkrankt. Willi Überle vergibt keine Namen, jeder sehe beim Betrachten von eigener Warte etwas Anderes, erklärte er im Gespräch mit dem TIP. Der Ortsbeirat hatte die Standorte der Skulpturen mit der Leiterin der Technischen Betriebsdienste bei einem Erkundungsgang ausgesucht. Im Zentrum des Ortsteils am Bürgerhaus heißt die Skulptur folgerichtig „Zentrum“. Die Kugel zwischen der Gabelung ist abhanden gekommen, war aber nicht aus Holz. Für die Verankerung und Standfestigkeit aller Skulpturen hatten die Mitarbeiter der Technischen Betriebsdienste gesorgt. Beim kleinen Akt am Bürgerhaus brachte Bürgermeister Störmer in seiner Rede seine Freude und seinen Dank über das bürgerschaftliche Engagement zum Ausdruck, indem die zukünftige Pflege der Standorte vom Hüttenfelder Kleingartenverein und der SPD Hüttenfeld übernommen werde und somit die Technischen Betriebsdienste zur Freude von Leiterin Vilgis von dieser zeitfressenden Aufgabe entlastet würden. Erster Stadtrat Schmidt erläuterte die einzelnen Stationen, auf dem Rundweg sieht er zusätzliche Erlebnisse auf die Spaziergänger zukommen. Zur Vorgeschichte wies er auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft hin“. Auf Willi Überle sei er anlässlich der ersten Ausstellung in der Schwimmbadgalerie gekommen. Das Budget im Haushalt sei über zwei Dezernate verteilt. Der Künstler hat Zeit in seine Arbeit, die Stadt Lampertheim in die Kosten für Materialien, Transport und Aufstellung investiert. Aus Baumstämmen verschiedener Weichholz-Baumarten mit einem Durchmesser von vierzig Zentimetern hat Willi Überle die Skulpturen am Stück herausgearbeitet. Zunächst habe er das Holz mit der Kettensäge vorgeformt, dann mit den Feinarbeiten begonnen. Eine Woche bei einigen Stunden täglich habe er an einer Skulptur gearbeitet. Anders als manchmal am Anfang geplant laufe es, aber es stelle sich ein Hochgefühl ein. Auf den erfolgreichen Holzweg ist Willi Überle erst nach einer Phase der Malerei gekommen. Angeregte Gespräche an den Skulpturen des Rundweges und Erholpausen in der sommerlichen Hitze mit gekühlten Getränken, frischen Brezeln und Salamiknackern ließen aus den angedachten 45 Minuten anderthalb Stunden werden. Für die Verpflegung mit Kühlbox im Bollerwagen hatte Michael Plößer, 2. Vorsitzender des SPD-Ortsbezirks Hüttenfeld gesorgt, ein Angebot, das die Mitwanderer gerne annahmen. Am Wegrand auch Abfälle, ein Ärgernis, das für Sabine Vilgis und ihre Mitarbeiter viel zusätzliche Arbeit bedeutet. Nicht weit von der Straße gesellte sich ein hübscher geflügelter Überraschungsgast zur Gruppe, dessen Faltername jedoch ein Rätsel blieb. Hannelore Nowacki

Der Rundweg machte tierisch Spaß, frische Luft, Erfrischungsgetränk auch für den Hund, viel Grün und Kunst am Weg. Foto: Hannelore Nowacki

Kunst am Weg – die Stationen

Vom Bürgerhaus mit dem „Zentrum“ ging es Richtung „Treffpunkt“ an der Kleingartenanlage entlang zum Bouleplatz. Die aufgesetzten Holzknollen könnte man auch als Früchte interpretieren. Drei Scheiben halten die beiden Astgabeln der Skulptur mit dem Namen „Gefangen“ in der Nähe des Hochsitzes fest, jedoch hatte sich die dritte Scheibe wohl selbst befreit, der Künstler nahm sie vorsichtshalber mit. „Viele Wege“ heißt die Skulptur mit den vielfältigen Rillen mit Blickrichtung Autobahn. Beim Spargelanbauer Eichenauer neigen sich zwei Spargelstangen als „Weißes Gold“ einander zu. Zurück zum Bürgerhaus geht es der Straße entlang oder über Feldweg an den Kleingärten vorbei. Auf den Feldern wachsen Stangen- und Buschbohnen, hier und da ragt ein Maisfeld auf, das zarte Grün von Karotten und ausgewachsenem Spargel beschattet die sandige Erde, Kartoffeln sind erntereif. Saftig grüner Rollrasen breitet sich wie ein Teppich aus. Ein Kartoffelkäfer verirrte sich auf den Weg.

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