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09.39 Uhr | 13. Mai 2015
Freiwillige Feuerwehr feierte Einweihung nach An- und Umbau

Sieben Monate Bauzeit und viel Eigenleistung

Nun hat die Freiwillige Feuerwehr Hüttenfeld eine professionelle Ausstattung: Die neue Fahrzeughalle, der Anbau und das renovierte Erdgeschoss wurden am Montagabend feierlich eingeweiht. Foto: Hannelore Nowacki

Nun hat die Freiwillige Feuerwehr Hüttenfeld eine professionelle Ausstattung: Die neue Fahrzeughalle, der Anbau und das renovierte Erdgeschoss wurden am Montagabend feierlich eingeweiht. Foto: Hannelore Nowacki

HÜTTENFELD – Die Feuerwehrleute riskieren bei ihren Einsätzen mitunter Leib und Leben, Tag und Nacht sind sie einsatzbereit, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Ohne Entgelt, freiwillig, ehrenamtlich. Bisher mussten sie sich hinter und zwischen den Löschfahrzeugen umziehen und nach einem Einsatz gab es in der Feuerwache keine Duschen. Da die Löschfahrzeuge im Untergeschoss standen, machte auf der abschüssigen Einfahrt im Winter häufig Glätte zu schaffen und bei Starkregen, wenn die Bürger schnelle Hilfe erwarteten, hatte die Feuerwehr selbst ein Problem mit Wasser. 18 Jahre sind seit der ersten Initiative für einen Um- oder Neubau ins Land gegangen, resümierte Bürgermeister Gottfried Störmer in seiner Ansprache. Es gab unzählige Besprechungen in den zuständigen Gremien, Umplanungen und Entwürfe – und endlich im April 2014 kam die Baugenehmigung, Anfang Juni war Baubeginn und im Dezember, nach 7 Monaten Bauzeit, wurde die Betriebsgenehmigung erteilt. Nur noch ein paar Restarbeiten waren im April 2015 zu erledigen. Der Kostenrahmen von 550.000 Euro konnte eingehalten werden – das Land Hessen steuerte einen Zuschuss von 110.000 Euro bei und die Feuerwehrleute halfen mit Eigenleistungen beim Sparen. 145 Quadratmeter Nutzfläche hatte die Feuerwehr in ihren Anfängen zur Verfügung, 1992 wurde auf 307 Quadratmeter erweitert. Mit jetzt 647 Quadratmetern Nutzfläche ist die Hüttenfelder Feuerwehr zukunftsfest ausgestattet, meinte Stadtbrandinspektor Klaus Reiber. Davon nimmt die neue Fahrzeughalle 150 Quadratmeter ein. Beim Umbau wurde die Zufahrt ins Untergeschoss zugeschüttet, ein Anbau führt von der Halle in das Hauptgebäude. Die roten Spinde der Feuerwehrleute stehen nun in getrennten Umkleideräumen für die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen. Und Duschen haben sie jetzt auch. Der Wehrführer hat im umgebauten Erdgeschoss ein multifunktionales Büro bekommen und die Jugendfeuerwehr einen eigenen Besprechungsraum mit Schließfächern.

Bürgermeister Gottfried Störmer überreichte Wehrführer Thorsten Schröder den symbolischen Schlüssel. Foto: Hannelore Nowacki

Bürgermeister Gottfried Störmer überreichte Wehrführer Thorsten Schröder den symbolischen Schlüssel. Foto: Hannelore Nowacki

„Für uns ist heute ein großer Tag – nach langer Entscheidungsfindung“, sagte Wehrführer Thorsten Schröder in seiner Rede. 2009 sei die Baumaßnahme schließlich in den Bedarfs- und Entwicklungsplan Lampertheim aufgenommen worden, 2013 wurden die finanziellen Mittel in den Haushalt eingestellt. „Wir können auf das erreichte Ergebnis mehr als stolz sein“, stellte Wehrführer Schröder fest. Dem Feuerwehrverein galt sein besonderer Dank, denn das neue Mannschaftstransportfahrzeug wurde zu 37 Prozent vom Feuerwehrverein Hüttenfeld bezahlt. Seit 1997 hatte der Verein dafür gespart und Geld zurückgestellt. Doch ohne die erstaunliche Unterstützung von Hüttenfelder Bürgern wäre die Umbauphase weniger komfortabel verlaufen. Bürgermeister Störmer dankte den vier Männern, die so Ungewöhnliches geleistet hatten und rief sie auf die Bühne. Jens Kilian hatte den beiden Löschfahrzeugen auf seinem Grundstück eine vorübergehende Heimstatt gegeben, Albert Moos hatte den Mannschaftswagen aufgenommen, Klaus Ehret und Erik Händler bewahrten die Geräte auf. Zur Einweihung überreichte Störmer dem Wehrführer einen großen Schlüssel. An der Feier nahmen mehrere Vertreter der Lokalpolitik, Stadtverordnetenvorsteherin Brigit Stass, Landtagsabgeordneter Alexander Bauer sowie Wehrführer und Kommandanten benachbarter Feuerwehren teil. Nach dem offiziellen Teil mit Grußworten mehrerer Gäste stand ein Imbiss bereit, um den sich der Sportverein gekümmert hatte. Für Ton und Licht hatte die Hüttenfelder Theatergruppe Zwibur gesorgt. Hannelore Nowacki

Information – Ehrungen

Bürgermeister Störmer hatte vier Feuerwehrleute zu ehren. Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurde Fred Schollmaier mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen ausgezeichnet. Das Silberne Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Michael Hoschkara, Frank Plenert und Wehrführer Thorsten Schröder. Stadtbrandinspektor Klaus Reiber und sein Stellvertreter Rainer Jakob überreichten Thorsten Schröder die Anerkennungsprämie des Landes Hessen für 20 Jahre pflichttreuen Dienst in der Einsatzabteilung.

Vier Feuerwehrleute wurden für ihren langjährigen aktiven Dienst geehrt. Im Bild: Wehrführer Thorsten Schröder (links), Bürgermeister Gottfried Störmer, Frank Plenert, Stadtbrandinspektor Klaus Reiber, Michael Hoschkara, stellvertretender Stadtbrandinspektor Rainer Jakob und Fred Schollmaier. Foto: Hannelore Nowacki

Vier Feuerwehrleute wurden für ihren langjährigen aktiven Dienst geehrt. Im Bild: Wehrführer Thorsten Schröder (links), Bürgermeister Gottfried Störmer, Frank Plenert, Stadtbrandinspektor Klaus Reiber, Michael Hoschkara, stellvertretender Stadtbrandinspektor Rainer Jakob und Fred Schollmaier. Foto: Hannelore Nowacki

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