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18.58 Uhr | 21. Februar 2021

Senioren zum Abenteuer Ahnenforschung inspirieren

VEREIN FÜR HEIMATGESCHICHTE: Projekt Ahnenforschung durch private Spende unterstützt

Ahnenforschung und Familiengeschichte erkunden leichter gemacht – Rüdiger Glaser (links) und Günter Mössinger präsentierten das neue Projekt Abenteuer Ahnenforschung für Seniorenheimbewohner im Kreis Bergstraße, das von MdL Alexander Bauer privat mit 200 Euro unterstützt wird. Foto: Hannelore Nowacki

NORDHEIM – Wer kennt seine Familiengeschichte bis zurück ins Jahr 1900 zurück oder weiß sogar über die Zeit davor Bescheid? Ahnenforschung und die eigene Familiengeschichte zu ergründen macht Spaß und kann überraschende Erkenntnisse erbringen. Ferne Verwandte können aufgespürt werden, auch in anderen Ländern und Erdteilen. Begeistert erzählten Günter Mössinger, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte Nordheim und Vereinsmitglied Rüdiger Glaser bei der Vorstellung ihres neuen Projekts Abenteuer Ahnenforschung für Seniorenheime am Freitagmorgen im Burg-Stein-Museum von eigenen Erfahrungen und Erlebnisberichten in Sachen Ahnenforschung. Für sie ist es kein Neuland, im Verein taucht man gerne in die Vergangenheit ein, um Neuigkeiten zukunftsweisend zu erkunden und für die Nachwelt zu erhalten. Gerade die ältere Generation weiß von vielen Familiengeschichten und Verwandten, sind die beiden Heimatforscher überzeugt, diese Erinnerungen brauchen vielleicht nur einen kleinen Anschub. Um die eigenen Nachkommen dauerhaft daran teilhaben zu lassen, empfiehlt sich das Festhalten in geeigneter Form. Genau hier setzt das Projekt an. Im Projekt-Startpaket ist ein PM-History-Sonderheft zum Abenteuer Ahnenforschung enthalten und eine Broschüre des Vereins über die Geschichte des Schmiedehandwerks zeigt, wie interessant die Beschäftigung mit der Vergangenheit ist. Dazu gibt es ein weiteres Heft mit Anleitung und Sammelblätter. Damit können die interessierten Senioren in den zwölf Einrichtungen, die unter insgesamt fünfzehn ausgelost wurden, gezielt in ihre Nachforschungen einsteigen. Die Projektidee habe schon lange gegärt, erklärte Glaser, nun in der Coronazeit kam der Gedanke, Senioren, die ja besonders betroffen waren, einen Impuls zu senden und mit Literatur zu versorgen. Wenn Interesse bestehe, wolle der Verein Hilfestellung und Rat geben. Ein sprudelnder Quell der Erinnerungen sei zu erwarten und zugleich werde das Gedächtnis kreativ aufgefrischt, weiß Glaser durch ein Gespräch mit dem Leiter einer Wormser Einrichtung. Wie packt man es an, ist es kompliziert? In dem Sonderheft habe er wunderbare Anregungen gefunden, berichtet Glaser und der Vereinsvorsitzende Mössinger bekräftigt noch einmal: „Ahnenforschung ist etwas sehr Schönes – und die Jüngeren sind froh darum“. Die offiziellen Familienbücher gebe es erst seit 1900. Das Projekt kostet Geld, deshalb hatte Glaser Kontakt zum Landtagsabgeordneten Alexander Bauer (CDU) aufgenommen, der die Arbeit des Vereins für Heimatgeschichte seit Jahren interessiert begleite und immer ein offenes Ohr für den Verein habe. Spontan habe Bauer die Unterstützung zugesagt und privat 200 Euro für die zwölf Startpakete aufgebracht. Von den rund fünfzig Seniorenwohneinrichtungen im Kreis Bergstraße, bei denen Glaser telefonisch angefragt hatte, seien fünfzehn an einer Teilnahme interessiert gewesen. Ausgelost wurden die beiden Seniorenresidenzen in Biblis, das Alten- und Pflegeheim in Groß-Rohrheim, das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Bürstadt sowie drei Senioreneinrichtungen in Wald-Michelbach, die Seniorenpflege in Lautertal-Gadernheim, das Seniorenzentrum am Fürstenlager und die Seniorenresidenz in Bensheim, das Johanniter-Haus in Lorsch und St. Katharina in Heppenheim. Beim Verein für Heimatgeschichte sprudeln schon weitere Ideen, voraussichtlich schon im März geht es um die Zeit um das Jahr 1860 als Steuern zu zahlen Ehrensache war. Hannelore Nowacki

 

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