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Schnuppertag im „Zauberwald“

Tag der Offenen Tür in der Kinderkrippe Zauberwald / Einblicke in den Alltag / Kreativangebote für Kinder

Viele Kleine waren eifrig mit dem Knetsand beschäftigt und nahmen auch die weiteren zahlreichen Angebote der Kinderkrippe „Zauberwald“ am Tag der Offenen Tür gerne in Anspruch . Foto: Sigrid Samson


LAMPERTHEIM – Was die Kleinen in der Kinderkrippe jeden Tag erleben – darüber konnten sich die Besucher am Tag der Offenen Tür im „Zauberwald“ am Samstag einen umfassenden Überblick verschaffen. Leiterin Melanie Reipa, ihre Stellvertreterin Michaela Wistuba und weitere Erzieherinnen vermittelten den Besuchern von 10 bis 13 Uhr Einblicke in ihren Arbeitsalltag mit den Kindern im Alter von 1 bis 3 Jahren.
Insgesamt 60 Kinder werden derzeit in fünf Gruppen betreut, sowohl halb- als auch ganztags, je nach Bedarf. Beim großen „Bohnenbad“ mit verschiedenen Bohnen waren zahlreiche Kinder eifrig am Werk, die Bohnen in verschiedene Behälter zu füllen oder einfach nur zu rühren oder auf einen Löffel zu packen. Dadurch wird die Feinmotorik geschult, wie die Erzieherinnen erwähnten. Als Materialien können aber auch Reis oder Nudeln verwendet werden. Auch im Knetsand wurde gerne geknetet, gewühlt und gebaut. Die 15 Monate alte Marie war mit ihren Eltern gekommen, um den Krippenalltag zu beschnuppern. Voller Freude formte und wühlte sie gemeinsam mit vielen anderen Kleinen. Wer Lust hatte, konnte sich in einem anderen Raum ein tolles Tiergesicht schminken lassen.
Bei einem 15-minütigen Filmvortrag versammelten sich zahlreiche Besucher im Gruppenraum. Es wurden Szenen aus den Krippenalltag gezeigt, darunter Bilderbuchvorlesen, Spielen im Außengelände und auf dem großen Spielplatz, gemeinsames Singen und Koordinationsspiele. Auch Lego-Türme bauen oder einfach nur herumtoben gehören zum Alltag der Kleinen, die sichtlich ihre Freude dabei hatten. „Das bin ich, Mama“ rief ein kleines Mädchen erfreut, als es sich selbst im Film erkannte beim Auffädeln von Holzteilen auf eine Schnur. Auch das spielerische Erlernen des Umgangs mit Schere und Kleber wurde gezeigt, um die Kleinen an das Basteln heranzuführen. Bei den Bremer Stadtmusikanten hatten alle großen Spaß im gezeigten Film. Der bei Kindern beliebte Krabbelsack durfte nicht fehlen. Es wurde gepuzzlet und gemalt – anschließend wurde auch das gemeinsame Essen gezeigt. Die 1,5 -jährige Leonora schaute sich gemeinsam mit ihrem Vater den Kurzfilm an. „Please take care“ rief Vater Scott Werner der Kleinen hinterher, als sie beim Herauslaufen ein wenig schnell unterwegs war. Die kleine Leonora, die die Krippe besucht und dieses Jahr in den Kindergarten wechselt, wird zweisprachig erzogen. Mutter Britta, Mitglied des Elternbeirats, redet hauptsächlich deutsch mit ihrem Sprössling, der sehr gerne die Krippe „Zauberwald“ besucht.
„Eine Familie ist heute auch hier, deren Kind ab September einen Platz hier haben wird“, erwähnte Reipa. Zur Heranführung sei dies eine gute Maßnahme. Es hatten sich laut Reipa auch Ex-Kolleginnen aus Ludwigshafen und Mannheim angemeldet, was sie sehr begrüßte, da man vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch und Anregungen profitieren könne.
Auch die Arbeit der Patenschafts-Zahnärztin Dr. Birgit Benz wurde vorgestellt. Mit großer Begeisterung putzten die anwesenden Kinder dem Krokodil oder Dino mit einer überdimensionalen Zahnbürste die Zähne. Das spielerische Heranführen an die wichtige Zahnpflege steht hier im Vordergrund. Zahnputznachmittage finden regelmäßig zweimal im Jahr für die Kinder mit ihren Eltern statt. Die Frühförderstelle der Lebenshilfe Lampertheim war auch mit einem Informationsstand vertreten. Veronika Hempler, zuständig für die heilpädagogische Kinderfachberatung, erwähnte, dass die Beratungsstelle oftmals zur Beratung und Unterstützung herangezogen wird. Ein weiterer Kooperationspartner der Kinderkrippe ist die nahegelegene Seniorenresidenz Dominikus – die Zusammenarbeit erfolgt in Absprache mit Bernadette Dick, Leiterin der Betreuung des Hauses. „Wir singen gemeinsam mit den alten Menschen und den Krippenkindern im Wohnheim; aber auch gemeinsames gesundes Frühstück steht einmal im Monat auf dem Programm“ erwähnte Wistuba und ergänzte: „Das ist ein Gewinn für alle Parteien“. In Kürze wird mit einem gemeinsam Chor gestartet. Das alljährliche St. Martins- und das Straßenfest wird auch gemeinsam gefeiert und ist immer wieder beliebt bei Alt und Jung.
Bilder und Plakate über die Arbeit der Erzieherinnen waren im Vorraum ausgestellt – auch Schrolls Catering stellte sich vor. Der Elternbeirat informierte mit einem Stand über die Aktivitäten. Regelmäßige Treffen mit der Krippenleitung über aktuelle Themen und Veranstaltungen stehen hier auf der Tagesordnung, wie Janet Radtke und Britta Werner berichteten. „Das sind schöne Aufgaben und wir haben durch den Elternbeirat Mitspracherecht“ ergänzte Radtke. Viermal jährlich findet ein Elternstammtisch zum gemeinsamen Austausch statt, der immer wieder gerne in Anspruch genommen wird.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Im Turnraum gab es kalte Getränke sowie Kaffee und Kuchen für alle. Sigrid Samson

Geschrieben in Lampertheim und Stadtteile, Lokal am 16. April 2018

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