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09.21 Uhr | 16. September 2021

Schenkung des Sängerheims angenommen

GEMEINDEVERTRETUNG GROSS-ROHRHEIM: Unterstützung für Vogelpark einstimmig – SPD wünscht Waldkindergarten

Die Gemeindevertretung Groß-Rohrheim stellte am Dienstag vielfältige Weichen für die Zukunft. Archivfoto: Benjamin Kloos

GROSS-ROHRHEIM – Anders als ursprünglich vorgesehen fand die 4. Sitzung der Gemeindevertretung nicht im Sängerheim, sondern wieder in der Bürgerhalle statt. Nach dem im Dezember beschlossenen Hygienekonzept hatten Gemeindevertreter und Zuschauer eine medizinische Maske zu tragen, auch die Redner am Mikrofon. Wer wollte, konnte die Maske am Sitzplatz abnehmen. Mit 18 von 19 stimmberechtigten anwesenden Gemeindevertretern war das Gremium beschlussfähig, wie der Vorsitzende Torsten Henzel zu Beginn feststellte. Die 16 Punkte umfassende Tagesordnung wurde in lebhafter und teils kontroverser Debatte in zwei Stunden mit einer kurzen Beratungspause abgearbeitet. Nur sieben Zuschauer hatten Platz genommen, blieben aber nicht bis zum Schluss. Die Grundstücksangelegenheit wurde nach Abstimmung nicht öffentlich debattiert. In schriftlicher Form lag der Bericht des Gemeindevorstandes zur Kenntnisnahme vor. Nach der Ernennung von Georg Menger, Jürgen Kehl und Heinz Delbrügge zu Ehrenbeigeordneten, ging es mit der Debatte und Abstimmung von Anträgen und Prüfanträgen weiter.  

Beraten und abgestimmt

Bebauungsplan „Am Entenweg II“: Beschlossen wurde die Befreiung von Festsetzungen. Auf dem Grundstück an der Werner-von-Siemens-Straße kann nach Beschluss der Gemeindevertretung der Neubau eines Hochregallagers und Anbau für Büro-, Sozial- und Technikräume sowie eines Löschwassertanks der Firma Otto Cosmetic GmbH entstehen – unter anderem weil die Grundflächenzahl um nur 31,6  m² überschritten wird und statt Dachbegrünung eine Photovoltaikanlage realisiert werden soll. 

Radverkehrskonzept des Kreises Bergstraße: Auf Antrag der Fraktion Freie Wähler – Bürger für Groß-Rohrheim (FW) wurde mehrheitlich bei zwei Enthaltungen beschlossen, die vorgesehenen Verbesserungspotenziale in der Rheinstraße zu realisieren. Bürgermeister Bersch kündigte an, dass am 2. Oktober eine Verkehrsschau mit Polizei und Hessen Mobil geplant sei.

Energie sparen: Die Verwaltung wird mit der Prüfung beauftragt, in gemeindeeigenen Gebäuden wie Rathaus und Anbau der Bürgerhalle mit Gasbrennwertheizkesseln Energie sparend zu heizen. Der Prüfauftrag der CDU-Fraktion wurde mit 13 Ja-Stimmen und 3 Gegenstimmen der FW angenommen.  

Sängerheim: Die Schenkung des Gesangsvereins Liederkranz an die Gemeinde Groß-Rohrheim wurde mit 17 Stimmen angenommen. Auf die Einspruchsfrist wurde verzichtet. Kurt Kautzmann (CDU) dankte dem Liederkranz-Vorstand für das unbürokratische Vorgehen. 

Grundstücke für seniorengerechtes Wohnen: Der Antrag der CDU-Fraktion, Investoren wie Römerhaus ein Grundstück von etwa 4.500 Quadratmetern anzubieten, wurde gegen die drei CDU-Stimmen abgelehnt. Dieter Engert (Leben in Groß-Rohrheim LiGr) regte einen Änderungsantrag an, bei Ausweisung neuer Baugebiete vorrangig Seniorenwohnen auszuweisen. Dieser Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt. Nach der Beratungspause meinte Kurt Kautzmann (CDU), das Abwarten auf neue Baugebiete dauere zu lange, die Älteren wollten es noch erleben, daher könne die CDU dem Vorschlag nicht zustimmen. Walter Öhlenschläger (FW) schlug vor, beim Landeswohlfahrtsverband die nötige Größe zu erfragen, außerdem „brauchen wir ein Gebäude, das zu uns passt“. Von der SPD kam der Hinweis, dass betreutes Wohnen kein Altenheim sei, sondern behindertengerechtes Wohnen, zu bevorzugen sei gemischtes Wohnen. 

Waldkindergarten: nach einem Antrag der SPD-Fraktion hatte die Verwaltung geprüft, 

ob in Groß-Rohrheim ein Waldkindergartenplatz zusätzlich zum bestehenden Angebot eingerichtet werden kann. Es war zu prüfen, an welcher Stelle dies umgesetzt werden könnte und welche Voraussetzungen hier erfüllt sein müssen. Das nahmen die Parlamentarier zur Kenntnis. Die Ergebnisse hat der Gemeindevorstand im August genehmigt. Klaus Menger vom Hauptamt teilte dazu mit, dass es bis 2023 keine Fördermittel gebe. Ein aufzustellender Bauwagen müsse im Wald mobil bleiben. 

Spielplätze beschatten: Die Freien Wähler hatten beantragt, Beschattungsmöglichkeiten auf den Spielplätzen zu prüfen. Dem Antrag wurde mit 14 Ja-Stimmen stattgegeben. Svenia Banasiuk hatte beobachtet, dass Sandkästen komplett besonnt seien und Bäume weit auseinanderstehen.

Zaun für Vogelpark: Im März hatte der Vorstand des Vogel- und Zuchtvereins darauf hingewiesen, dass der Außenzaun erneuert werden müsse. Einstimmig wurde der SPD-Antrag angenommen, den Gemeindevorstand mit der Kostenermittlung zu beauftragen und den Verein zu unterstützen. Walter Öhlenschläger (FW) betonte, dass der Vogelpark ein Aushängeschild für die Gemeinde sei. Horst Menger (SPD) und Kurt Kautzmann (CDU) hoffen auf Finanzierung durch die Hessenkasse.  Bürgermeister Bersch will nach Sponsoren Ausschau halten, um die vorhandene Spende von 5.000 Euro aufzustocken. Mehrere Angebote in einer Bandbreite von 27.000 Euro bis 79.000 Euro seien eingeholt worden. Nach seinem Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden sei klar, dass der Zaun wegen Füchsen und anderen Tieren tief im Boden versenkt werden müsse. Hannelore Nowacki

 

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Geschrieben in Groß-Rohrheim, Lokal

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