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23.01 Uhr | 3. Februar 2018

Rocksongs gehörten zu den Spitzenreitern  

4. „MIL-Wunschkonzert: Sie wünschen – wir spielen“ im ausverkauften Schwanensaal mit Lieblingshits des Publikums

Pink Floyds „Wish you where here“ wurde vom Publikum als Spitzenreiter gewählt und wurde von den MIL-Musikern beim Wunschkonzert gekonnt dargeboten. Foto: Sigrid Samson

LAMPERTHEIM – Eine fantastisches Konzert erlebte das Publikum am 1. Februar beim vierten MIL-Wunschkonzert, das in diesem Jahr erstmals im Schwanensaal stattfand. „Mir danze heit nur nach eirer Peif“ erwähnte Moderatorin Barbara Boll, da es im Vorfeld eine Abstimmung per Online-Voting gab – initiiert durch Projektleiter und Gitarrist Bernd Rasemann. Insgesamt hatten sich 196 Personen beteiligt und aus einer Stückliste mit 100 Titeln aus den verschiedensten Musikrichtungen die eigenen Lieblingshits ausgewählt – die ersten 24 Plätze wurden nun von elf Musikern den rund 290 Gästen im ausverkauften Schwanensaal sehr gekonnt und stimmungsvoll präsentiert.

„Sie wünschen – wir spielen“ wurde in Anlehnung an die Rundfunksendung des SDR, welche 1968 zum ersten Mal zu hören war und die bis zu ihrem 25-jährigen Jubiläum 1993 rund 75.000 Hörerwünsche erfüllte, auch bei der Musiker-Initiative Lampertheim vor vier Jahren in’s Leben gerufen und seitdem sehr erfolgreich durchgeführt.

Mit „You are the first, my last, my everything“ von Barry White ging es los und schon gleich tanzten einige Gäste im Bühnenvorraum mit. Moderatorin und Sängerin Barbara Boll begrüßte die Gäste und rief zum Mitmachen und „Mitschnippen“ auf. Auch die Hits „It’s all over now, Baby blue“, gesungen von Karl Thomas, und „Stand by me“, aus dem 60er Jahren, interpretiert von Barbara Boll, wurden vom Publikum kräftig gefeiert. Peter Maffays „Über 7 Brücken“ durfte nicht fehlen, dargeboten von Thomas Wörner unter Saxophonbegleitung von Gastmusiker Rainer Ackermann aus Osthofen – das Publikum sang den Refrain lauthals mit. Rockiger ging es anschließend zu mit „TNT“ und tobender Applaus war den Musikern gewiss – Thomas Wörner konnte hier die Vielfältigkeit seiner Stimme unter Beweis stellen. Heiko Persson heizte die Stimmung weiter an mit „Let me entertain you“ von Robbie Williams. Spätestens jetzt war die Tanzfläche voll und auch die Gäste im hinteren Bereich begannen zu tanzen und mitzusingen während Persson über die Bühne fegte. Auch langsamere Klänge wie „Hymn“ von Barclay James Harvest, gesungen von Karl Thomas, gehörte zum Repertoire. Hans Heer glänzte zu den Musikstücken, wie immer gekonnt, am Bass, Patrick Schneller und Hans-Jürgen Götz am Schlagzeug und Percussion. Mit Westernhagens „Es geht mir gut“ kam Urgestein Bernd Schepper Schäfer auf die Bühne und fegte durch das Publikum, das er zum Mitmachen animierte. Schepper zeigte sich besonders stolz, dass auch sein eigener Song zu den Favoriten zählte und präsentierte den Lieblingssong seiner verstorbenen Mutter, eine Ballade, die er im Jahr 1987 einer Dame widmete – zu „Cinema“ wurde kräftig gesungen und mitgeschunkelt. Ackermann beeindruckte dazu mit seinem Saxophonsolo. „Die Musik dazu hat Rasemann damals geschrieben“, erwähnte Schepper. Wörner schlüpfte anschließend in die Rolle von Udo Lindenberg und beeindruckte die Gäste mit „Cello“ im Lindenberg-Outfit mit schwarzem Hut und Sonnenbrille. Zu den Favoriten wurde auch Westernagens „Weil ich dich liebe“ gewählt. Zu Wörners „Verdamp lang her“ von BAP konnten alle den Refrain mitsingen, begleitet von Patrick Schneller und Hans-Jürgen Götz am Schlagzeug und Percussion. Platz 10 erreichte Robbie Williams‘ „Angels“, gefolgt von Westernhagens. „Lass‘ und leben“. Auch Keyboarder Patrick Embach war gesanglich bei Phil Collins‘ „In the air tonight“ zu hören.

Mit 65 Stimmen wurde „Highway to hell“ von AC/DC vom Publikum auf Platz 3 gewählt, den Barbara Boll gekonnt präsentierte und Rasemann gleichzeitig an der Gitarre glänzte. Große Begeisterung machte sich im Publikum breit. „Smoke on the Water“ von Deep Purple landete auf Platz 2. Boll dankte im Namen aller Musiker dem Organisator, Gitarrist und Projektleiter Rasemann, den sie scherzhaft „unser Master of Desaster“ nannte. Mit 69 von 196 Stimmen wurde Pink Floyds „Wish you where here“ als Spitzenreiter und somit auf Platz 1 gewählt – die meisten Gäste im Saal konnten hier den gesamten Liedtext gemeinsam mit Boll mitsingen.

Die Anwesenden konnten sich auch in diesem Jahr über ein äußerst gelungenes Wunschkonzert freuen. „Auch wir hatten viel Spaß mit euren Lieblingssongs“ ergänzte Boll. Mit tobendem Applaus verabschiedeten das Publikum die Musiker.

Am 1. März, um 20 Uhr, lädt die MIL und cultur communal der Stadt Lampertheim zu „Ja Schatz! Wieder alte und neue Lieder von Bodo Wartke“ in den Schwanensaal ein. Sigrid Samson

 

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