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Regionalwettbewerb Bergstraße „Jugend forscht“ mit 20 Projekten

Zwei LGL-Projekte wurden „Spring!“-Sieger – fünf EKS-Teams forschten

Die Technik-Sieger vom Lessing-Gymnasium Lampertheim wollen die Landwirtschaft umweltfreundlich und arbeitssparend revolutionieren. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Die Gewinner des Regionalwettbewerbs Hessen Bergstraße von „Jugend forscht“ vom 24. Februar stehen fest – zwei Teams vom Lessing-Gymnasium Lampertheim sind unter den Erstplatzierten auf den Gebieten Mathematik/Informatik und Technik. Zehn Teilnehmer haben sich für den Landeswettbewerb Hessen qualifiziert. Die Juroren wählten sie aus dem Teilnehmerkreis von 43 Schülerinnen und Schülern aus, die am Samstag unter dem Motto „Spring!“ ihre Projekte am BASF-Standort Lampertheim vorgestellt hatten. Um die umweltschonende Bewässerung in der Landwirtschaft ging es dem Gewinner-Team des Lessing-Gymnasiums auf dem Gebiet der Technik. Die sechzehn- und siebzehn Jahre alten Tom Götz, Moritz Neumann und Nikita Tatsch sind sicher, dass sie das weltweit erste automatische System dieser Art entwickelt haben. Landwirte werden entlastet, während die Roboter von Solarzellen angetrieben die Arbeit selbständig ausführen. Statt Dieselpumpen fördern elektrische Pumpen das Wasser, ebenfalls mit Strom aus Solarzellen. In komplexe mathematische Zusammenhänge führte der erstplatzierte 17-jährige Robin Christ vom Lessing-Gymnasium die Juroren und Besucher ein. Sein Projekt hat das Ziel, ein Programm zur Lösung der Helmholtz-Gleichung mit Blick auf die Akustik zu entwickeln. Fünf von insgesamt 20 vorgestellten Projekten kamen von Schülerinnen und Schülern der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt. Becherstapeln, auch als Speedstacking bekannt, könnte im Alltag zur Konzentrationssteigerung, zur Verbesserung der Koordination und als Reha-Maßnahme angewendet werden, fanden Adrian Schnellbächer, Moritz Getrost und Linus Knorr für „Jugend forscht“ heraus. Paula Lucia Schulze, Lisa Gesue und Carolin Ohl untersuchten, ob der pH-Wert im Gießwasser Einfluss auf die Entwicklung von Pflanzen hat. Wie brandsicher sind Dämmstoffe? Eine Frage mit aktuellem Bezug und Blick auf den Hochhausbrand in London. Sophia Gebhardt, Annalena Schweiker und Sophie Giegerich setzten Teelichter auf häufig verbaute Dämmstoffe wie EPS-Platten und Styropor an, auch Holzdämmstoff habe der kleinen Flamme nicht lange standgehalten, ergaben die Experimente. Ihr Ergebnis: Hanf und anorganische Stoffe wie Glas- und Steinwolle brennen nicht so schnell. An ihrem Stand war das Interesse groß, wie fast überall ließen sich die Besucher gerne im Detail die Versuche erklären. Laurin Wiedemann hatte sich mit Müll aus Plastik und Holzresten beschäftigt, um daraus ein Zuhause zu bauen. Seinem Publikum brachte der Zwölfjährige im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ seine Idee engagiert nahe, das Anschauungsmaterial kennt jeder aus dem Alltag. Auch Timo Ulpins und Dario Strubel sind zwölf Jahre alt und bei „Schüler experimentieren“ mit einer erstaunlichen Untersuchung aktiv geworden. Aus Haselnussschalen und Kirschkernen, Pinienzapfen und Laub haben sie in gewöhnlichen Dosen mit gelochtem Deckel alternative Grillkohle hergestellt. Beispielsweise könnte man nach einem gemütlichen Kaminabend eine gefüllte Dose in die Glut stellen und hätte dann am Morgen die fertige Grillkohle.

Die Schülerinnen der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt haben Pflanzen an saures Gießwasser gewöhnt, was sich jedoch nicht auf den sauren Regen übertragen lasse, wie sie betonten. Foto: Hannelore Nowacki

Allerdings ergeben sich mangels Rohstoff nicht die erforderlichen Mengen. „Der Enthusiasmus und die Motivation der Nachwuchsforscher haben mich sehr beeindruckt“, sagte Dr. Helmut Prestel, Standortleiter BASF Lampertheim GmbH bei der Siegerehrung. „An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön für das Engagement der Betreuungslehrer und Juroren, des „Jugend forscht“-Teams sowie aller Mitarbeiter, die im Hintergrund viel zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.“ Sehr beeindruckt von den Forschungsergebnissen und vom Talent zeigte sich auch die Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht. Der Regionalwettbewerb Hessen Bergstraße wird federführend vom Zentrum für Chemie in Bensheim gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt der Landkreise Bergstraße und Odenwaldkreis sowie der BASF Lampertheim GmbH organisiert. Der Landeswettbewerb Hessen findet vom 9. bis 10. April 2018 bei Merck KGaA in Darmstadt statt. Ebenfalls in Darmstadt findet Ende Mai das 53. Bundesfinale von „Jugend forscht“ statt. Hannelore Nowacki

Information

Die Erstplatzierten des Regionalwettbewerbs sind:

Arbeitswelt: „ANIMARO – Schlaues Spiel nach Schnauze“ von Niklas Dietzel, Caroline Schmidt und Sophie Zercher, Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim.

Chemie: „Solvent Extraction aus Handyschrott-Lösungen“ von Anton Schwarz, Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim, und Fritz Tiemann, Goethe-Gymnasium, Bensheim.

Mathematik/Informatik: „Entwicklung eines hochparallelen BEM-Solvers“; Robin Christ, Lessing-Gymnasium, Lampertheim.

Im Fachgebiet Technik schafften es zwei Projekte auf den ersten Platz: „Punktgenaue Bewässerung“ von Thanos Drossos, Schuldorf Bergstraße, Seeheim-Jugenheim.

„AutoRain – Das autonome Bewässerungssystem für die Landwirtschaft“ von Tom Götz, Moritz Neumann und Nikita Tatsch, Lessing-Gymnasium, Lampertheim.

 

 

 

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