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Ohne Rückraum nichts zu holen

TVL-Handball-A-Jugend unterlag bei der JSG Wallstadt

Trumpfte trotz ungewohnter Position auf, konnte aber die Niederlage nicht verhindern: Nicolas Kern. Foto: oh

LAMPERTHEIM – Die männliche Handball-A-Jugend des TV Lampertheim war am Sonntag in der Oberliga zu Gast bei der JSG Wallstadt und unterlag in einer Partie die Spargelstädter mit „stumpfen Waffen“ kämpfen musste deutlich mit 35:26 (17:9) Toren und belegt weiter den vorletzten Tabellenplatz im hessischen Handballoberhaus.

Die Vorzeichen standen für die Partie nicht gut. Mit Daniel Frei (Platzwunde am Kinn), Tim Pfendler (Schulterverletzung) fiel auch noch kurzfristig Kai Lillinger krankheitsbedingt aus. Mit dem langfristig verletzten Jannik Jung standen somit mit Nicolas Kern und Jonas Bielmeier zwei etatmäßige Rückraumspieler zur Verfügung., während die Wallstädter nach einer auskurierten Krankheitswelle wieder in Bestbesetzung antreten konnten.

Trotzdem gingen die Turner sehr motiviert in die Partie. Nicolas Kern, auf der ungewohnten Königsposition im linken Rückraum eingesetzt, trumpfte mit sehenswerten Rückraumtoren und Kreisanspielen im Angriff groß auf. Der Rest der Mannschaft unterstützte mit guten Auftakthandlungen und druckvollem Angriffsspiel. Leider war das Spiel durch überhart bestrafenden Schiedsrichtern, sieben Zeitstrafen gegen den TV und nur drei gegen Wallstadt, in einem dynamischen aber fairen Spiel geprägt. In diesen Unterzahlsituationen waren die Lampertheimer Handballer dann in der Abwehr unterlegen, so dass in diesen Phasen der Gastgeber sich immer weiter absetzen konnte.

Als nach der 24. Spielminuten dann noch Shooter Nicolas Kern, mit bis dahin vier Feldtoren und zwei Anspielen die zu Toren führten, nach der dritten Zweiminutenstrafe nicht mehr mitwirken durfte und in dieser Phase der Gastgeber auf  fünf Tore davonzog, war eine Vorentscheidung gefallen. Bis die Turner den Schock des Ausfalls von Kern verarbeitet hatten wurde beim Stande von 17:9 zur Pause gepfiffen.

Den Trainern Thorsten Jakob und Gero Nieter war es nun vorbehalten, die Mannschaft wieder aufzubauen und nochmals alles zu versuchen, denn Wallstadt war, unter normalen Ereignissen heute schlagbar. Sebastian Hedderich zeichnete sich nach Wiederanpfiff sowohl als Torschütze aber auch mit guten Kreisanspielen aus, die von Ian Knisley, der sowohl in der defensive wie in der offensive am Kreis wieder ein starkes Spiel ablieferte, verwertet werden konnten. Robin Kettler, der anstelle seiner Kreisläuferposition für Kern in den linken Rückraum rückte konnte auch von dieser Position gefallen und gleichzeitig Justus Fröhlich auf Linksaußen in Szene setzen.

Auch in der zweiten Hälfte gaben die Spargelstädter, trotz des deutlichen Rückstandes, nie auf und belohnten damit die mitgereisten Fans und das eigene Selbstbewußtsein. Nicolas Thamm im Tor parierte mehrere freie Einwurfmöglichkeiten der Wallstädter und Justus Fröhlich, steuerte vier sehenswerten Kontertore bei und brachte seine Farben bis zur 54. Spielminute wieder auf sieben Tore heranbrachte.

Letztendlich mussten die Turner dem Gastgeber aber zum 35:26-Sieg gratulieren und mit dem Fazit ihrer Trainer „Heute war, wie im Hinspiel auch, bei voller personeller Stärke wieder deutlich mehr möglich“ leben.

Es spielten: Marc Schäfer und Nicolas Thamm im Tor, Justus Fröhlich (11/3), Sören Fetsch, Ian Knisley (5), Wim Größler, Robin Kettler (3), Nicolas Kern (4), Nikolas Venske (1), Alex Kühr (1), Sebastian Hedderich (1) und Jonas Bielmeier. zg

 

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