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Musikalische Traumreise nach „Bella Italia“

„Starkenburg Philharmoniker“ begeisterten mit grandiosem „Festlichem Neujahrskonzert“

Dirigent Günther Stegmüller hatte für das Konzert die Sopranistin Sarah Cossaboon und Tenor Marco Antonio Rivera gewinnen können – das Publikum spendete viel Beifall. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Was wäre ein Jahresbeginn ohne die „Starkenburg Philharmoniker“, die ihr „Festliches Neujahrskonzert“ ideenreich gestalten und die Fantasie beflügeln. Ausverkauft war die Hans-Pfeiffer-Halle schon seit Tagen. Glück war, dabei sein zu können. Die musikalische Traumreise führte die rund 600 Konzertbesucher am Sonntagabend in das Land der blühenden Zitronen und des Chianti-Weins, dorthin, wo die Sinne von der Sonne verwöhnt werden und die Liebe „amore“ heißt – nach „Bella Italia“. Vierzehn Stücke standen auf dem Programm, beginnend mit „Sinfonia“ aus der Oper „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti, endend mit „Funiculì, Funiculá“. Moderatorin Dagmar Weber unterhielt das Publikum mit kenntnisreichen Hinweisen, Anekdoten und Anmerkungen zum Sehnsuchtsziel der 60er Jahre und zur Musik. Zum siebten Mal gastierte das fünfzigköpfige Sinfonieorchester unter der Leitung ihres Dirigenten Günther Stegmüller mit einem Neujahrskonzert in Lampertheim. Veranstalter war die Bürgerstiftung Lampertheim mit „cultur communal“ der Stadt Lampertheim. In seinem Grußwort an die Konzertbesucher nannte Bürgermeister Gottfried Störmer Immobilienmakler Dieter Goll als Sponsor und teilte seine Freude mit, dass die Mitbürger so zahlreich gekommen waren, Spargelkönigin Nadine II., Stadträte und Stadtverordnete und viele Menschen aus der Region wie Bürgermeisterin Barbara Schader aus Bürstadt und der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka. Am Konzertende, das wegen mehrerer Zugaben doch nicht zu Ende war, sagte Bürgermeister Störmer ergriffen: „Das ist einfach grandios“. Mit dieser Meinung war der Bürgermeister offenkundig nicht allein, denn der Applaus steigerte sich nach jeder Zugabe, um wieder und wieder diesen wunderbaren Schwung der Orchestermusik zu erleben, bevor es in die dunkle Januarnacht hinausging. „Ja, ja, der Chianti-Wein“, das Lied verlockte Mitsingen, was die Veranstalter mit einem Textblatt im Programm und als Projektion auf beide Großleinwände zu beiden Seiten der Bühne unterstützten. Sopranistin Sarah Cossaboon und Tenor Antonio Rivera, die im Konzert mit Solostücken und im Duett brilliert hatten, gaben den Ton an. Während des zweistündigen Konzerts sahen die Konzertbesucher auf den Leinwänden sonnige Impressionen aus „Bella Italia“, Sehnsuchtsziele wie Venedig, Florenz, die Toskana oder Rom.

Das Meister-Tanzpaar Sophie Schütz und Eugen Plotnikov zeigte einen temperamentvollen Tango und einen Jive. Foto: Hannelore Nowacki

Während die Musiker und Musikerinnen dem Publikum mit ihrem einfühlsamen Spiel die Sonne Italiens in die Herzen zauberten, ließ der Gesang die Herzen höher schlagen. Bei ihrer ersten Arie „Io son l’umile Ancella“ aus der Oper „Adriana Lecouvreur“ von Francesco Cilea sang sich  Sarah Cossaboon in ungeahnte Höhen, der Sonne entgegen. Tenor Marco Antonio Rivera bewies als Solist und im Duett seine Fähigkeit, die Zuhörer mitzunehmen auf einer großen Woge der sehnsuchtsvollen Emotionen und zu gefühlvollen Höhenflügen. Ein Wohlgefühl, das leicht zur Gänsehaut führen konnte. Stücke von Puccini, Rossini, Di Capua, Luigi Denza, von Ponchielli, Georg F. Mayer und Johann Strauß spielten die Starkenburg Philharmoniker, belohnt mit viel Beifall. Das Meistertanzpaar Sophie Schütz und Eugen Plotnikov zeigte zu den „Capri-Fischern“ einen aparten Tango und einen rasanten Jive zu „Bona Sera Signorina“. Wie das Stück „O Sole mio“ wirken kann, bewies Tenor Rivera eindrucksvoll – einfach zum Dahinschmelzen. Hannelore Nowacki

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