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Motto „Provokation“ bestens umgesetzt

Vernissage der KIL lockte zahlreiche Gäste an / District Lounge sorgten für musikalische Untermalung


HOFHEIM – Voller Spannung warteten die vier beteiligten Künstlerinnen und Künstler auf die Reaktionen der Gäste ihrer Vernissage zum Thema „Provokation“ – wie wird dieses heikle Thema und die künstlerisch außergewöhnlichen Darstellungen wohl bei den Gästen ankommen? Doch es gab keinerlei Grund zur Sorge, im Gegenteil: Auf äußerst interessante, aber auch vollkommen unterschiedliche Art und Weise hatten Anette Jansen, Heike Kissel-Eltrop, Bernd Kalusche und Bernhard Hossner das Thema künstlerisch umgesetzt und brachten die zahlreichen Besucher am vergangenen Freitag zum Staunen. „Regt euch auf, denkt nach und vergesst das Lachen dabei nicht“ erwähnte Hossner in seiner Begrüßungsrede.
Die ausgestellten Werke regten die Betrachter bewusst zum Nachdenken an. Es wurde überlegt und gestaunt, wobei der Humor keineswegs zu kurz kam und auch gemeinsam kräftig gelacht wurde – genau nach der Intention der beteiligten Künstler. Themen, die existieren, aber über die niemand redet, fanden sich in den Werken Hossners wieder, darunter eine namenlose Holzskulptur mit der Darstellung einer Frau und einem Mann, verhüllt durch ein rotes Tuch. „Plastikmüll im Meer – Verpackungen immer mehr“ nannte sich ein Bild von Jansen mit einem Fisch aus Draht, dessen Inneres gefüllt war mit Plastikmüll, herausragend auf einem Untergrund aus Holz – ganz nach Trash-Art, einer völlig neuen Darstellungsweise der Künstlerin. „#Me too“, eine Skulptur von Kalusche, bestehend aus Stahl, Glas und Draht, beeindruckte ebenfalls die Gäste. Kissel-Eltrop präsentierte ein interessantes Bild mit dem Titel „Terror“. Zahlreiche weitere Werke der vier Künstlerinnen und Künstler gab es zu bestaunen.
Für die musikalische Untermalung sorgte das Duo „District Lounge“ aus Bürstadt, die passend zum Thema Songs darboten, die entweder politisch, gesellschaftlich oder einfach nur durch die Ausdrucksweise provokant wirkten. Sänger Dominik Winkler und Keyboarder André Held unterhielten die Gäste und ernteten viel Applaus für ihre Darbietungen. Neben Sekt und Wein wurde den Gästen warme Fleischwurst mit Senf angeboten.
Die Veranstalter konnten sich über eine rundum gelungene Vernissage freuen, die trotz außergewöhnlich heiklem Thema vom Publikum äußerst positiv angenommen wurde. Die Objekte können noch bis Mitte Mai immer donnerstags in den Räumlichkeiten der KIL, Neue Schulstraße 4, Lampertheim-Hofheim, besichtigt werden. Sigrid Samson

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Geschrieben in Hofheim, Lampertheim und Stadtteile, Lokal am 16. April 2018

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