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Moderne Züge zur qualitativen Verbesserung des Verkehrsangebots

Vorstellung der neuen TWINDEXX-Vario-Triebzüge für die Strecke Mannheim-Frankfurt / Angebotsverbesserungen und neues Betriebskonzept

Der neue TWINDEXX-Vario-Triebzug ist seit dem 11. März auf der Strecke Mannheim-Frankfurt im Einsatz. Foto: Sigrid Samson

LAMPERTHEIM – Die neuen TWINDEXX-Vario-Triebzüge (elektrische Doppelstock-Triebzüge) garantieren im Rahmen des RE-Betriebskonzeptes seit dem 11. März stündlich schnelle Verbindungen entlang der Riedbahn zwischen Mannheim und Frankfurt. Zur Vorstellung der neuen Züge lud der Kreisbeigeordnete Karsten Krug am Sonntag am Bahnhof Lampertheim zu einer gemeinsamen Fahrt nach Bürstadt und zurück ein. Weitere Teilnehmer waren Volkhard Malik, Geschäftsführer des VRN, der Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer, Bärbel Schadel, Bürgermeisterin aus Bürstadt, sowie Georg Menger, Erster Beigeordneter der Gemeindevertretung Groß-Rohrheim und Monika Pfeiffer-Hartmann, Beigeordnete im Gemeindevorstand Biblis.
Karsten Krug begrüßte die Anwesenden und verdeutlichte, dass man es durchaus als einen „Quantensprung“ bezeichnen kann, dass die neuen Doppelstock-Triebzüge nun zum Einsatz kommen. Der Wandel vom Individualverkehr hin zum Ausbau des ÖPNV sei ein sehr wichtiges Thema heutzutage. Das bisherige Zug-Angebot war in vielerlei Hinsicht in der Vergangenheit leider grenzwertig – dadurch galt es, zunächst die Qualität zu verbessern. So verfügen die neuen Züge unter anderem über bequeme Komfortsitze, eine Klimaanlage, barrierefreien Zugang und WLAN-Empfang. Eine neue Zugtechnik sorgt auch für Verbesserungen hinsichtlich der Geschwindigkeit der Züge. Ursprünglich sollten die angeforderten 24 Züge bereits zum letzten Fahrplanwechsel eingesetzt werden, was leider nicht möglich war, da einige „Kinderkrankheiten“ beseitigt werden mussten und einige Züge vom Hersteller Bombadier somit nicht zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden konnten. Besonders in Sachen Pünktlichkeit erhoffen sich die Beteiligten künftig noch Verbesserungen, da hier Nachholbedarf bei der Riedbahn herrsche. Der Einsatz der neuen Züge stelle in jedem Fall einen positiven Mehrwert dar, so Krug. Volkhard Malik fügte hinzu, dass bei den neuen Zügen ein ebenerdiger Einstieg gewährleistet ist. Hierzu musste die Einstiegshöhe auf 76 Zentimeter angeglichen werden. Die bisherigen Doppelstockwagen waren aufgrund der Einstiegshöhe von 55 Zentimeter leider nicht „brauchbar“ für den barrierefreien Einstieg. „Es war ein harter Kampf“, ergänzte er. 22 Züge wurden benötigt, um den Verkehr aufrecht zu erhalten. Hier konnte man von den vorausgegangenen Erfahrungen im Ruhrgebiet mit den gleichen Anforderungen profitieren, da sich die Fahrzeugindustrie aufgrund dieser Anforderungen ernsthaft mit dem Thema befassten, um auch mobilitätseingeschränkten Personen gerecht zu werden. Volkhard Malik fügte hinzu, dass es die generelle Einführung der Züge zunächst etwas holprig war – zusätzlich gab es einen Rangierunfall in Frankfurt. Insgesamt zeigte er sich nicht sonderlich zufrieden mit dem Hersteller, da momentan erst elf der angeforderten 22 Züge zur Verfügung stehen – die weiteren wurden nun für den Zeitraum Juni / Juli 2018 vom Hersteller versprochen.
Gottfried Störmer betonte ebenfalls die zunehmende Bedeutung des ÖPNV, da die Straßen durch den Individualverkehr überlastet sind. Es gelte, sowohl die Quantität als auch die Qualität in diesem Bereich schrittweise zu erhöhen, um den Bürgerinnen und Bürgern ein attraktives ÖPNV-Angebot zur Verfügung zu stellen. In Hinblick auf das Thema Zugausfälle merkte er an, dass es hier wichtig sei, erheblich nachzuarbeiten.
„Gemeinsam in Aktion für die Bürger in der Region“, fügte Bärbel Schader hinzu, die ebenfalls ein gutes Verkehrsangebot für unverzichtbar hält – „sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene“. Dass man einem ganz zentralen Thema schrittweise näher kommt, sei ein Grund zum Feiern. Monika Pfeiffer-Hartmann ergänzte, dass die Bürger aufgrund des Wandels des ÖPNV heutzutage die Erwartungshaltung eines flexiblen Angebots haben – diesem sei Rechnung zu tragen. Auch Georg Menger zeigte sich dankbar gegenüber dem Kreis für die Angebotsverbesserung durch die Neueinführung der Züge.
Eine anschließende gemeinsame Fahrt nach Bürstadt und zurück diente dazu, sich einen kleinen Eindruck zu verschaffen: die Anwesenden waren sichtlich beeindruckt, testeten das WLAN im Zug und nahmen unter anderem die neuen bequemen Sitze und den barrierefreien Einstieg für Rollstuhlsfahrer in’s Visier. „Ein schöner moderner Zug“ merkte Schader an und alle Beteiligten verabschiedeten sich mit dem Versprechen, bezüglich des Themas weiterhin in Verbindung zu bleiben. Sigrid Samson

„Das WLAN funktioniert auch“, stellte Kreisbeigeordneter Karsten Krug (2.v.l.) bei der gemeinsamen Probefahrt fest – mit von der Partie waren unter anderem Georg Menger (l.), Erster Beigeordneter der Gemeindevertretung Groß-Rohrheim, die Bürstädter Bürgermeisterin Bärbel Schader (2.v.r.) und Gottfried Störmer (r.), Lampertheimer Bürgermeister. Foto: Sigrid Samson

Weitere Informationen zu den neuen TWINDEXX-Vario-Triebzügen:

Die Main-Neckar-Bahn und die Riedbahn stehen für schnelle Verbindungen zwischen den Metropolregionen Frankfurt/Rhein/Main und Rhein-Neckar. Der neue Main-Neckar-Ried-Express verbindet künftig die beiden Regionen zwischen Frankfurt am Main und Mannheim via Darmstadt bzw. Biblis sowie Heidelberg und Wiesloch-Walldorf mit modernen und fabrikneuen Doppelstock-Fahrzeugen vom Typ TWINDEXX Vario des Herstellers Bombardier Transportation. Die neuen Doppelstock-Fahrzeuge ersetzen sukzessive die lokbespannten Züge. Durch hohe Qualitätsstandards soll somit nach und nach ein attraktives und zuverlässiges Verkehrsangebot geschaffen werden. Neben vis-a-vis-Reihenbestuhlung, Mehrzweckbereichen, Rollstuhlplätzen und saisonal zusätzlichen Fahrradstellplätzen sorgen niveaugleiche Einstiege auf Bahnsteighöhe und automatische Spaltüberbrückungen an jeder Tür das barrierefreie Reisen. Die Fahrzeuge sind mit Steckdosen am Platz sowie WLAN für bessere mobile Kommunikation ausgerüstet. Großzügig gestaltete Mehrzweckbereiche mit beidseitig angeordneten Klappsitzen bieten Platz für Kinderwagen und Gepäck sowie 2 Stellplätze für Rollstühle. Kontrastreiche Farben und Piktogramme erleichtern die Orientierung. Glastrennwände im Einstiegsbereich sorgen für hohe Transparenz und ein angenehmes Raumklima. Dank der großen Innenraumbreite wird dem Fahrgast auch im Oberstock eine großzügige Kopffreiheit im Fensterbereich geboten. Zur Sicherheit der Fahrgäste sind die Innenräume transparent gestaltet und werden videoüberwacht. Monitore in den Fahrgast- und Einstiegsbereichen informieren die Reisenden über den aktuellen Fahrtverlauf und bestehende Anschlussverbindungen. Ein barrierefreier und ebenerdiger Einstieg ist für den Unterstock möglich – eine barrierefreie Toilette ist ebenfalls vorhanden. Der Oberstock ist nicht barrierefrei und nur durch zwei Treppen erreichbar, hier sind Sitzplätze sowie ein Kinderspielbereich vorhanden. Die neuen TWINDEXX Vario Triebzüge wurden auf Basis der seit Jahrzehnten bewährten Doppelstockwagen entwickelt. Die aerodynamisch optimierten Züge verfügen selbstverständlich über leistungsstarke Antriebe und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Eingesetzt werden die Fahrzeuge in 3- und 4-teiliger Ausführung und können somit in Spitzenzeiten als Doppeltraktion bis zu 806 Sitzplätze anbieten. Sigrid Samson

 

 

 

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