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09.01 Uhr | 20. November 2020

Mit Zaubercreme und Schwarzlicht

„Händewaschen einmal anders“ im Katholischen Familienzentrum St. Michael  

Unter dem Schwarzlicht wird der Schmutz sichtbar. Für die Kinder des Katholischen Familienzentrums St. Michael war dies eine große Motivation, die Hände noch gründlicher als sonst zu waschen.  Foto: Petra Gahabka

HOFHEIM – Für Kinder sind die Hände das wichtigste Werkzeug, um die Welt zu entdecken. Im Katholischen Familienzentrum St. Michael haben die Mädchen und Jungs auf spielerische Art erfahren, warum Händewaschen – nicht nur in Zeiten von Corona – wichtig ist und wie es richtig gemacht wird. Schwarzlicht sorgte dabei für ein echtes Aha-Erlebnis. 

Der Gang in den Waschraum gehört zum Kita-Alltag wie das Spielen und Toben. Hier hängt ein großes Plakat mit Bildern, die zeigen, was bei der Handhygiene alles zu beachten ist. Wie sauber die Finger nach dem Waschen wirklich sind, das konnten die Steppkes nun eindrucksvoll mit einem Schwarzlichtgerät überprüfen, das der Mannheimer Hygiene-Experte Tork Kindergärten und Schulen kostenfrei zur Verfügung stellt. Die Idee zu dieser Aktion kam von einer Kita-Mama. Während des ersten Lockdowns im März hatte das Team des Familienzentrums zahlreiche Videos gedreht und auf Facebook gepostet, eines davon dreht sich um das Händewaschen. In den vier Kita-Gruppen und der Krippe diente dieser Kurzfilm im täglichen Morgenkreis als Einstimmung auf das Thema. Mindestens 20 Sekunden sollten die Hände mit Seife gewaschen werden, das wussten manche Kinder. Auch der Trick, einmal das Geburtstagslied „Happy birthday“ singen, war nicht unbekannt. 

Zunächst gab es einen Klecks „Zaubercreme“ auf die Hand, den es gut zu verteilen galt. Das fluoreszierende Gel simulierte den Schutz, der erst unter dem Schwarzlicht sichtbar wurde. Die leuchtenden Finger waren zweifelsohne ein Highlight, gleichsam machten die vielen weißen Stellen deutlich, dass erst mal gründliches Waschen angesagt war. Eine erneute Überprüfung machte deutlich, wo die Hände nicht richtig sauber waren und dass Schwachstellen wie Daumen, Handrücken und Fingerzwischenräume besondere Aufmerksamkeit brauchen. Das Abtrocknen der Hände nach dem Waschen ist dabei genauso wichtig wie das Waschen an sich. „Noch mal einseifen“, erkannten die Kids sofort und machten sich eilig auf den Weg zu den Waschbecken. Oft folgte noch ein weiterer Gang. „Das dauert aber ganz schön lange bis alles richtig sauber ist“, war aus dem ein oder anderen Mund zu hören angesichts der Hartnäckigkeit des Schmutzes, der ja sonst nicht in solcher Intensität zu sehen ist. 

Handhygiene auf diese Art zu vermitteln sei fantastisch, zeigte sich die Leiterin des Familienzentrums Heike Kissel-Eltrop von der Aktion begeistert. „Es ist erstaunlich, was dadurch sichtbar wird und wie viel Zeit es braucht bis alles richtig sauber ist.“ Das Ausleihen der Hygienebox lohne auf jeden Fall, schon alleine wegen der Tatsache, dass Schwarzlicht nicht für jedes Kind zugänglich sei. Petra Gahabka 

 

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