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12.14 Uhr | 12. Mai 2022
SICHERHEIT UND UMWELTSCHUTZ: Projekte „Sicherer Schulweg" und „Grüne Meile" auf dem Schillerplatz gestartet

Mit Leon und den Hilfeinseln sicher zur Schule

Kinderkommissar Leon begrüßte die Schüler der Schiller-, Goethe- und Pestalozzischule zum Start der Aktionen „Sicherer Schulweg“ und „Grüne Meile“. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Die Umwelt schonen und gleichzeitig sicher zur Schule kommen – diese beiden Aspekte verbinden die Projekte „Sicherer Schulweg“ und „Grüne Meile“, an der die drei Kernstadtgrundschulen Goetheschule, Pestalozzischule und Schillerschule teilnehmen und die am Donnerstag auf dem Schillerplatz offiziell gestartet wurden. Stellvertretend für ihre Schulen waren die Klasse 4a der Pestalozzischule, die Klasse 3 a der Schillerschule und der Schülerrat der Goetheschule zusammengekommen. Für Begeisterung sorgte auch der Besuch von Kinderkommissar Leon, der den Weg zum Schillerplatz gefunden hatte und den Kindern die Hände schüttelte – zudem stand er für Fragen und natürlich auch für Fotos zur Verfügung. 

Bereits 2008 entstand das Projekt „Sicherer Schulweg“. Ziel ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf dem täglichen Schulweg – besonders zu Unterrichtsbeginn soll der „Bringverkehr“ entschärft werden. Dies wird durch Polizeipräsenz an den Schulen mit Unterstützung durch das Ordnungsamt und den Freiwilligen Polizeidienst gewährleistet. Zudem sollen die Kinder motiviert werden, ihren Schulweg selbstständig zu Fuß zurückzulegen. Um einen Anreiz zu schaffen, wurde ein Jahrgangsklassenwettbewerb für die drei Grundschulen in der Kernstadt – Schillerschule, Goetheschule und Pestalozzischule – ins Leben gerufen. Jeder zu Fuß kommende Schüler sammelt hierbei für seine Klasse Punkte in Form von Murmeln. Nach Ablauf der Aktion, die in diesem Jahr vom 9. Mai bis zum 3. Juni geht, winkt ein Leon-Stofftier als Wanderpokal. Mit dem Projekt „Sicherer Schulweg”wurden zugleich die Hilfeinseln in Lampertheim eingeführt. „Wir sorgen dafür, dass der Schulweg sicher ist. Daher haben wir gemeinsam mit den Eltern und Euch Schülern bereits an der Goethe- und der Schillerschule die Broschüre ‚Sicherer Schulweg‘ erstellt, die Pestalozzischule folgt noch. Darüber hinaus gibt es die Leon-Hilfeinseln mit Leon als Erkennungszeichen”, betonte Uwe Becher, Leiter des Fachbereichs 30 der Stadt Lampertheim, und hob die Bedeutung der Aktion sowie der mittlerweile rund 60 Hilfeinseln in Lampertheim hervor. Diese sind vor allem auf dem täglichen Schulweg Anlaufstellen für Kinder, wenn sie sich in Gefahr befinden, von Fremden angesprochen werden, sich verlaufen oder Fragen haben. „Und auch Polizisten könnt Ihr jederzeit ansprechen“, so die Verantwortlichen der Aktion.

Christina Wegerle als Schutzfrau vor Ort  ergänzte, dass es „uns wichtig ist, dass Ihr gut in der Schule ankommt. Zu Fuß ist dabei immer noch am Besten – denn dann seid Ihr an der frischen Luft und könnt mit Freunden unterwegs sein.”

„Grüne Meilen” sammeln

Seit 2009 wird das Projekt „Sicherer Schulweg“ durch die „Grünen Meilen“ ergänzt, um die Kinder für den Umweltgedanken zu sensibilisieren. Als „Grüne Meile“ zählt jeder Weg, der klimafreundlich zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird. Jede Meile kann in Form eines Aufklebers in einem speziellen Kindermeilen-Sammelalbum gesammelt werden. Mitmachen können Kindergartenkinder und Schulkinder bis zur 6. Klasse. 

Bereits zum zehnten Mal beteiligen sich Lampertheimer Kinder an diesem europäischen Umweltprojekt, und auch Vereine, Institutionen sowie Bürger sind zur Teilnahme aufgerufen. Interessierte erhalten eine Rückantwortkarte beim Rathaus-Service, auf der die gesammelten Meilen den Zuständigen übermittelt werden. Die Anzahl der „Grünen Meilen”, die in Lampertheim vom 9. Mai bis 3. Juni gesammelt werden, übergeben die Kinder Anfang Juli in Form von Plakaten bei einer feierlichen Übergabeveranstaltung an den Ersten Stadtrat Marius Schmidt, der diese dann an das Klima-Bündnis e.V. weiterleitet. Dieses überreicht Mitte den November den Teilnehmern der UN-Klimakonferenz alle gesammelten Meilen – auch die aus Lampertheim.

„Die ‚Grünen Meilen‘ sind eine zusätzliche Motivation, mit dem Rad oder zu Fuß in die Schule zu kommen. Wir wissen alle, dass unsere Erde Fieber hat. Es ist daher wichtig, einen Beitrag zu leisten, um auch weiterhin eine lebenswerte Erde vorzufinden und den Verkehr auf unseren Straßen zu reduzieren”, erläuterte der Erste Stadtrat Marius Schmidt und lobte die Schülerinnen und Schüler: „Wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, sollte uns das gelingen. Es ist eine tolle Leistung, die ihr in den kommenden Wochen erbringt. Damit seid Ihr Vorbilder für uns Erwachsene, das Auto auch öfter stehen zu lassen. Danke, Ihr seid die Stars dieser Aktion. Und jetzt heißt es: Auf die Meilen, fertig, los!” Benjamin Kloos

 

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