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14.35 Uhr | 31. Juli 2020

Mit dem Rad Interessante Informationen gesammelt

GRÜNEN-SOMMERTOUR: Stationen an den Biedensand Bädern und am Heegwasser

Die Biedensand Bäder waren eine Station der Grünen-Sommertour. Foto: Grüne Lampertheim

LAMPERTHEIM – Partei- und Fraktionsmitglieder von B`90/Die Grünen Lampertheim haben im Rahmen ihrer Sommertour mit dem Fahrrad unter anderem Station bei den Biedensand Bädern gemacht. 

Erster Stadtrat und Geschäftsführer Jens Klingler begrüßte zusammen mit dem Bademeister Patrick Görling neben dem Vorstandssprecher der Grünen Helmut Rinkel sowie dem Fraktionsvorsitzenden Stefan Nickel und Stadtrat Jürgen Meyer weitere Partei- und Fraktionsmitglieder zu einem Informationsbesuch. 

Themen des Informationsbesuchs waren die gute Auslastung des Stellplatzangebotes für Wohnmobile, der Stand der Sanierung des Hallenbades sowie die aktuelle Situation im Freibad unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. 

Bei einem Rundgang durch die Technikräume und den Außenbereich der Baustelle konnten sich die Mandatsträger einen Eindruck über den Baufortschritt verschaffen. Der ursprünglich für März 2020 vorgesehene Abschluss der Sanierung des Hallenbades musste wegen Verzögerungen bei der Detailplanung und Bauausführung verschoben werden. Momentan wird von einer Wiedereröffnung nach Ende der Freibadsaison im September ausgegangen. 

Nach rund 1,5 Stunden Informationsaustausch dankten die Vertreter der Grünen dem Geschäftsführer Klingler und dem Bademeister Görling für die Führung und die erhaltenen Auskünfte. Der Dank der Grünen geht aber auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biedensand Bäder, die in schwierigen Zeiten unter besonderen Bedingungen sehr engagiert eine gute Arbeit leisten, um der Lampertheimer Bevölkerung den Besuch des Freibades zu ermöglichen. 

Die nächste Station war die Brücke am Bau mit dem angrenzenden Heegwasser. Hier kam es, auch bedingt durch Planungsfehler im Zuge der Deichrückverlegung, zu einer anhaltenden Schädigung des Wasserhaushalts im Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein, was darüber hinaus zu einem bedauerlichen Fischsterben im letzten Jahr führte. 

NABU-Vertreter und Grünenmitglied Dieter Melchior verdeutlichte den dringenden Handlungsbedarf und erläuterte die erforderlichen Maßnahmen, um die frühere Situation wiederherzustellen. 

Fraktionsvorsitzender Stefan Nickel erinnerte an den einstimmigen Beschluss der Lampertheimer Stadtverordnetenversammlung vom Februar dieses Jahres, sich bei den zuständigen Behörden in Hessen und Baden-Württemberg für die Wiederherstellung eines naturnahen Wasserhaushalts im Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein einzusetzen. Voraussetzung dafür ist aus Sicht der Grünen die Anhebung des Wasserstands im Heegwasser auf das bis 2014 bestehende Niveau, das einen Überlauf durch die Gewässer im Naturschutzgebiet gewährleistet hatte. 

Positiv wurde aufgenommen, dass seit Mitte Juli im Heegwasser die vom Regierungspräsidium Darmstadt zugesagten solarbetrieben Teichbelüfter eingesetzt werden. Diese sollen zukünftig weitere Fischsterben aufgrund Sauerstoffmangels verhindern. 

Zur Frage einer Veränderung der Schwelle am Bau gibt es jedoch beim RP Darmstadt zwei gegenläufige Meinungen, wie Vorstandssprecher Helmut Rinkel bedauernd feststellte. Einerseits wird durch das Dezernat Naturschutz für eine Erhöhung dieser Schwelle plädiert, um ein „Leerlaufen“ des Heegwassers, des Rallengrabens und des Welschen Loches zu Niedrigwasserzeiten zu verhindern. Das Dezernat Staatlicher Wasserbau sieht andererseits in einer Erniedrigung der Schwelle am Bau die einzige Möglichkeit, um den Wasseraustausch mit dem Altrhein zu gewährleisten und einen weiteren Sauerstoffmangel verhindern zu können. 

Grundsätzlich wird aber das vom RP Darmstadt angekündigte Monitoring von den Lampertheimer Grünen zum Erreichen einer dauerhaften Problemlösung begrüßt. 

Den Abschluss der Sommerradtour bildete der Besuch eines Biergartens, um auch die Lampertheimer Gastronomie zu unterstützen und um die gesammelten Eindrücke nochmals zu reflektieren und austauschen zu können. Getrübt wurde der positive Verlauf allerdings durch die Tatsache, dass in der besuchten Gaststätte die Vorgaben der Corona- Gaststättenverordnung offensichtlich nicht eingehalten worden sind. Dies wird Anlass einer Nachfrage bei der Stadtverwaltung Lampertheim sein, ob es sich hier um einen Einzelfall handelt oder bereits mehrere Verstöße vorliegen. zg

 

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