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11.03 Uhr | 12. Februar 2020

Mit dem Internetführerschein sicher surfen

Netzhelden der EKS klären am Safer Internet Day Grundschüler über Gefahren und Möglichkeiten des Internet auf

Der richtige Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien stand im Mittelpunkt des Safer Internet Day für Grundschüler an der EKS. Foto: Benjamin Kloos

BÜRSTADT – Kinder wachsen heute mit dem Internet, Sozialen Medien und mobilen Endgeräten auf und zählen somit zu den so genannten „Digital Natives“. Doch auch sie müssen lernen, wie sie die neuen Medien sinnvoll und verantwortungsvoll einsetzen. Am Safer Internet Day veranstaltete die Kreisverwaltung daher gemeinsam mit den Netzhelden der Erich-Kästner-Schule Bürstadt – einer AG, in der sich Schülerinnen und Schüler mit diesem Thema befassen und Gleichaltrige schulen – einen Aktionstag. Hieran waren am Dienstag alle vierten Klassen der Schillerschule Bürstadt, der Astrid-Lindgren-Schule Bobstadt und der Lindenhofschule Groß-Rohrheim beteiligt. Mit verschiedenen Aktionen sollten die Grundschüler für Fragen rund um die Sicherheit im Internet sensibilisiert und über Cybermobbing informiert werden.

Hintergrund dieser besonderen Aktion war, dass die insgesamt 17 Netzhelden, die sich im Bereich Jugendmedienschutz an der EKS und auch bei den jüngeren Schülern der benachbarten Schillerschule engagieren, auch von weiteren Grundschulen immer mehr angefragt werden. Denn das Alter, in dem Schüler Smartphones besitzen, sinkt immer weiter, so dass mittlerweile zahlreiche Viert- aber auch bereits Drittklässler über diese Zugang zum Internet haben. Das Problem hierbei ist, dass die Netzhelden durch ihre Aufklärungsarbeit an den anderen Schulen selbst zu viel Unterricht verpassen würden. Daher hatte Lehrerin Maike Sattler-Wolf die Idee, die Grundschulen an die EKS einzuladen – neun Klassen aus drei Grundschulen nutzten diesen Angebot. 

Zunächst bekamen alle Grundschüler, die sich mit regem Interesse diesen außergewöhnlichen Unterrichtstag beteiligten, einen Einführungsvortrag, wie Marta, Lina und Lucija von den Netzhelden erläuterten. Dieser war allein von den Netzhelden vorbereitet worden, inklusive eigens produzierten Filmsequenzen – ein großes Engagement der Jugendlichen, wie Schulleiterin Stephanie Dekker hervorhob. Themen waren hierbei unter anderem WhatsApp, das Recht am eigenen Bild und Cybermobbing. Drei weitere Punkte standen anschließend auf dem Programm: Neben einer Rallye durch das Gebäude, bei dem die Grundschüler die Erich-Kästner-Schule kennen lernten, standen die Absolvierung des Internetführerscheins sowie ein Workshop an, bei dem das Wissen um den richtigen Umgang mit dem Internet erläutert und vertieft wurde. Dabei stellte sich rasch heraus, dass der Eindruck der Schüler, dass sie bereits wissen, wie man richtig mit dem Internet umgeht, falsch war – keiner bestand auf Anhieb den Interntführerschein. Dieses Ergebnis führte aber sichtlich zu einem Umdenken bezüglich des richtigen Umgangs mit dem Internet. Bei den Workshops standen unter anderem Fallbeispiele im Bereich des Mobbing und Cybermobbing an und wie man richtig damit umgeht. 

Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz zeigte sich von dem Aktionstag begeistert. „Eigentlich ist jeden Tag Safer Internet Day. Es geht darum, die Kinder im Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien so zu schulen, dass sie den Nutzen und die Vorteile kennen lernen – und natürlich auch die Gefahren. Es ist wichtig, die Kinder und Jugendlichen zu begleiten und zu begeistern, denn die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Es ist zudem wichtig, dass die Grundschüler bereits Erfahrungen sammeln und Hilfe bekommen. Daher vielen Dank an die Netzhelden, diese Arbeit ist absolut vorbildlich. Und danke an die EKS, dass sie sich so öffnet.” 

Auch der Rotary Club Lampertheim unterstützt die Grundschüler beim Erlernen des richtigen Umgang mit den sozialen Medien – durch Aufkleber, die diese auf die Kamera kleben können, um so ihre Privatsphäre wahren zu können wenn sie dies wünschen. Prof. Dr.-Ing. Thomas Klauer, der Präsident des Rotary Clubs Lampertheim, sieht die Aktion der Netzhelden ebenfalls als „super Sache. Ich habe selbst zwei Kinder, die das Internet kennen lernen möchten. Dieser Umgang ist wichtig für die Zukunft, gerade auch beruflich. Es ist eine tolle Gelegenheit für uns, diese Aktion finanziell zu unterstützen. Neben den Stickern beteiligen wir uns auch an den Fahrtkosten der Netzhelden zu ihren Besuchen in anderen Schulen.” So waren die 14- bis 16-jährigen Netzhelden auch  bereits bei der Behindertenhilfe in Fürth. Benjamin Kloos

 

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