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08.46 Uhr | 20. Juli 2021

MIL Walking Band auf Erfolgstour 

Seniorenprojekt von cultur communal und Musiker-Initiative wird fortgesetzt 

Die MIL Walking Band hat in Lampertheim viele Fans. Die Senioren in der Wohnanlage in der Wilhelmstraße freuen sich aufs Wiedersehen. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Ein schöner Tag war der vergangene Sonntag auch, weil das Sommerwetter zum Draußensitzen einlud, unterhaltsam dazu wurde es für die Bewohner von fünf Lampertheimer Senioreneinrichtungen, als die MIL Walking Band ihre Instrumente ausgepackt hatte und mit ihrem dreiviertelstündigem  Unterhaltungsprogramm musikalischen Schwung mitbrachte. Ihre Tour zu fünf Lampertheimer Senioreneinrichtungen und Wohnanlagen startete die Band um 13 Uhr im Alten- und Pflegeheim Mariä Verkündigung, im Stundentakt reisten sie weiter, besuchten das  Dietrich-Bonhoeffer-Haus und machten Station bei den Senioren in der Dieselstraße, fuhren weiter zum Haus Dominikus in der Anne-Frank-Straße. Im Innenhof der Seniorenwohnanlage in der Wilhelmstraße waren mittlerweile Stühle für die etwa 30 Zuschauer aufgestellt, ausgerichtet auf die sehnsüchtig erwartete MIL Walking Band, die hier ihre Sonntagstour mit einem mitreißenden Open-Air-Konzert beendete. Für die Senioren sind die gut gelaunten Musiker praktisch alte Bekannte, denn sie waren nicht zum ersten Mal da. Schon die Vorfreude war groß und veranlasste Helga Hoffmann „Herzen am Stil“ zu basteln, hübsche Fan-Artikel mit aufgeklebten Bilderausschnitten von früheren MIL-Konzerten. Diakonie-Mitarbeiterin Angelika Pfrang-Kempf verteilte die Herzen, die nicht nur ihr gut gefielen. Auf die MIL Walking Band ist Verlass, pünktlich liefen die Musiker ein und stimmten ihre Instrumente, die in der Hitze an Klanggenauigkeit verloren hatten, wie Helmut Wehe dem erwartungsvollen Publikum anvertraute. Helmut Wehe beherrscht nicht nur Gitarre und Gesang, er weiß die Zuschauer auch mit Worten in Hochstimmung zu bringen – er war der Reiseführer durch die musikalische Zeitreise mit bekannten Hits und Oldies. Mitsingen, im Rhythmus mitklatschen und sich im Takt wiegen war angesagt. Erster Stadtrat Marius Schmidt begrüßte nach dem ersten Stück Senioren und Musiker und teilte mit, dass die Stadt Lampertheim dieses Konzert gerne unterstütze. Sein Musikwunsch, der auch bei den Senioren gut ankam, erfüllte ihm die MIL Walking Band umgehend. „Rote Lippen sollst du küssen“ hatte einst Cliff Richard gesungen und die Welt damit begeistert. In anderen Sprachen zu singen ist eine Spezialität der MIL Walking Band. „Quando, Quando“ erklang dreisprachig, danach führte die Musikreise in die Karibik nach „Cuba“ – Hans Johnsen am Kontrabass und seine Kollegen Helmut Wehe, Alex Kiesow (Saxofon, Gesang, Percussion), Hans-Jürgen Götz am mobilen Schlagzeug und Akkordeonspieler Günter Fröhlich ließen stimmungsvoll die karibische Leichtigkeit des Seins aufleben. Sommer, Sonne, Italien – bei „Marina“ leuchteten die Augen und erhoben sich die Stimmen. Immer wieder bewegte sich Alex Kiesow durch die Reihen, stieg auf eine Bank und verzauberte das Publikum mit seinem Saxofonspiel. „Schön war die Zeit“ hatte Freddy Quinn einst gesungen, ein Schlager, der nicht vergessen ist, wie sich am Sonntag zeigte. In der Coronapandemie war das Projekt „MIL Walking Band zu Besuch in den Seniorenheimen Lampertheims“ in Zusammenarbeit von cultur communal der Stadt Lampertheim und Musiker-Initiative Lampertheim entstanden und ein voller Erfolg geworden – mit dem Ergebnis, dass der Fachbereich 40 Bildung, Kultur und Ehrenamt dieses Musikangebot ins ständige Programm aufnehmen wird. Hannelore Nowacki

Das sonnige Italien ist doch so nahe, die MIL Walking Band traf die Fans mitten ins Herz.  Foto: Hannelore Nowacki

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