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10.01 Uhr | 22. Juli 2021

Mehr Sicherheit am Bibliser Gemeindesee 

Moderne Notrufsäule durch Björn Steiger Stiftung an DLRG  übergeben

Am Gemeindesee in Biblis wurde eine Notrufsäule installiert – sehr zur Freude von Christian Schäfer, Vorsitzender der Ortsgruppe Biblis, seinem Stellvertreter Daniel Hofmann, Matthias Denner Kreisvorsitzender der DLRG und Bürgermeister Volker Scheib (v.l.). Foto Benjamin Kloos

BIBLIS – Die Gefahren am und im Wasser sind vielfältig und immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen. Um zukünftig für mehr Sicherheit am Gemeindesee in Biblis zu sorgen, wurde nun durch die Björn Steiger Stiftung in Zusammenarbeit mit der DLRG eine Notrufsäule installiert. Diese ist direkt hinter den Bahngleisen zu finden, um einen für jeden erreichbaren und gut einsehbaren Standort  zu gewährleisten. Denn ob es um einen Kreislaufzusammenbruch, einen Badeunfall oder gestürzte Radfahrer geht, schnelle Hilfe ist in vielen Fällen gefragt. Die autarken und solarbetriebenen Notrufsäulen sind mit dem Mobilfunknetz verbunden, mit nur einem Knopfdruck kann schnell Hilfe gerufen werden. Dabei wird der Standort der Säule automatisch per GPS an die Rettungsleitstelle übermittelt, die Kommunikation erfolgt über einen integrierten Lautsprecher und ein Mikrofon. Bei der Notrufsäule am Gemeindesee gibt es einen zusätzlichen zweiten Knopf: Dieser alarmiert die nahe gelegene DLRG-Station – sollte diese nicht besetzt sein, wird der Notruf umgehend ebenfalls an die Rettungsleitstelle in Heppenheim weitergeleitet. 

Christian Schäfer, Vorsitzender der Ortsgruppe Biblis, erläuterte, dass der See gerade in Corona-Zeiten ein beliebter Treffpunkt sei – insbesondere wenn es warm ist. Doch auch nachts sei der See stark frequentiert. „Viele der Jugendlichen sind dabei sehr ordentlich und entsorgen den Müll, den sie verursachen. Aber es gibt leider auch eine kleine Minderheit, die das Gelände um den See verschmutzt. Auch für die nächtlichen Besucher ist es wichtig, dass die Notrufsäule gut sichtbar ist, dies ist hier der Fall.”

Bürgermeister Volker Scheib betonte, dass „wir sehr stolz sind, ein weiteres Instrument zur Sicherheit vor Ort zu gewährleisten. Der See wird von vielen Erholungsuchenden genutzt, unter anderem von Kindern und Senioren. Daher ist eine solche Säule von besonderer Bedeutung.”

Matthias Denner Kreisvorsitzender der DLRG, ergänzte: „Die Leitstelle weiß per Notruf über die Säule direkt, wo die Gefahrenstelle ist. Dies ist eine rundum gelungene Sache, zumal die Säule für jeden Notruf geeignet ist.” 

Ein weiterer Aspekt: Viele Badegäste haben kein Handy dabei oder lassen es im Auto. Zudem sei die Hemmschwelle niedriger, den Rettungsdienst zu alarmieren, da nur schnell auf einen Knopf gedrückt werden müsse. Nicht zu vergessen, dass viele beim Anruf in der Rettungsleitstelle schlicht nicht erklären könnten, wo sie sich gerade befinden.

Bereits zuvor war eine Notrufsäule in Nordheim am Rhein an der Natorampe errichtet worden. Im Kreis Bergstraße gibt es damit bisher zwei Notrufsäulen, eine dritte ist für den Bruchsee in Heppenheim bereits in Planung. Insgesamt 25 Notrufsäulen finanziert die Björn Steiger Stiftung in jedem Bundesland im Jahr, eine Säule schlägt mit 6.500 Euro zu Buche. Benjamin Kloos

 

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Geschrieben in Biblis und Ortsteile, Lokal

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