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10.53 Uhr | 13. Juni 2019

Lindenhofschule wird zu Bildungsleuchtturm

Baumaßnahmen für Modernisierung und Sanierung in Höhe von 7 Millionen Euro vorgestellt / Baubeginn im Jahr 2020 

Die Lindenhofschule in Groß-Rohrheim wird nach der Modernisierung und dem Umbau in neuem Glanz erstrahlen. Foto: Architektenbüro Dierks-Blume-Nasedy

GROSS-ROHRHEIM – Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Ab dem kommenden Jahr wird die Lindenhofschule in Groß-Rohrheim umfangreich saniert, modernisiert und erweitert. Am Mittwoch stellten die zuständigen Architekten und Landrat Christian Engelhardt die Planungen vor. 

„Die Lindenhofschule gehört zu den zehn größten Baumaßnahmen im Kreis Bergstraße”, leitete Landrat Engelhardt die offizielle Vorstellung der Planungen im Landratsamt ein. „Wir bauen alle Schulen im Kreis so, als wären sie Ganztagsschulen, mit Mensa, Mediathek und Betreuungsräumen. Ich bin überzeugt, dass alle Schulen über kurz oder lang in das Ganztagsprofil wechseln. Mit der Modernisierung der Lindenhofschule wollten wir Schüler, Eltern und Lehrer erkennen lassen, welche Bedeutung wir der Bildung und dem Lernen zukommen lassen, auch baulich. Denn wir wollen die Schulen so modern bauen wie überhaupt denkbar.” Hierzu wurde das Programm BEST (Bergstraße Strategie für moderne Schulen” aufgelegt. „Die Digitalisierung und modernde Pädagogik sind wichtig und müssen möglich sein”, so der Landrat weiter. „Wir investieren sieben Millionen Euro in die Lindenhofschule Groß-Rohrheim inklusive Möblierung – dies ist eine Investition in das wichtigste Kapital, das wir haben: Unsere Kinder.”

Ziele der Generalsanierung der Schule sind, erstens eine Grundschule zu schaffen, in der zeitgemäßes und bedarfsgerechtes schulisches Lernen möglich ist, zweitens eine optimale Nachmittagsbetreuung bzw. einen Ganztagesbetrieb zu ermöglichen und drittens die Barrierefreiheit und Inklusion zu ermöglichen. 

Christian Nasedy vom zuständigen Architekturbüro freut sich auf die Arbeiten: „Die Lindenhofschule ist ein schönes Projekt mit einem unter Denkmalschutz stehenden Schulhaus, das für eine Atmosphäre sorgt, in der sich Kinder wohlfühlen.” In den 1960er Jahren wurde dieses durch ein Gebäude ergänzt, doch der Platz reicht schon lange nicht mehr aus – so ist beispielsweise die Nachmittagsbetreuung aktuell in den Kellerräumen untergebracht. Daher begannen bereits 2016 die Planungen zur Generalsanierung, aktuell läuft die Vorentwurfsplanung und im Jahr 2020 soll der Baubeginn erfolgen. Der Bauabschluss ist für Ende 2021 geplant. Bereits im Vorfeld zum Beginn der Modernisierung werden Ersatzschulräume in Modulbeweise auf einem gemeindeeigenen Grundstück errichtet, die während der Bauzeit als Klassenräume dienen, da die gesamte Schule für die Bauzeit ausgelagert wird. 

Schulleiterin Christiane Ritzert (Mitte) und Landrat Christian Engelhardt (2.v.r.) freuen sich über die gelungenen Planungen zur Modernisierung der Lindenhofschule seitens des Architektenbüro Dierks-Blume-Nasedy. Foto: Benjamin Kloos

Umfangreiche Baumaßnahmen

Derzeit befinden sich zwischen den beiden Bestandsgebäuden ein Zwischenbau mit Toiletten. Dieser wird entfernt und die Toilettenanlagen in einen Neubau integriert, welcher den Bau aus den 1960er Jahren widerspiegelt. Verbunden werden diese beiden Gebäude durch einen Flur, der nicht nur als zweiter Rettungsweg, der bisher fehlt, dient und der zudem eine Verbindung zur Ganztagsbetreuung dient. Gleichzeitig wird ein Übergang zum Altbau geschaffen. „In diesem Zusammenhang gibt es aufgrund der unterschiedlichen Höhe der Gebäude Schwierigkeiten im Bereich der Barrierefreiheit. Um diese zu gewährleisten, werden wir neben Ausgleichstreppen auch einen Aufzug einbauen, der den Zugang zum Altbau erlaubt und somit die Barrierefreiheit gewährleistet”, erläuterte Christian Nasedy. Im Erdgeschoss des neuen Gebäudeteils werden die Mensa und der Küchenbereich Einzug halten, zudem entsteht ein neuer Differenzierungsraum. Und im Obergeschoss werden Betreuungsräume, die auch als Klassenräume genutzt werden können, entstehen – ebenso wie eine Mediathek. 

Ein Vorteil des bisherigen Gebäudes war der Lichteinfall von zwei Seiten. „Dies wird durch den feingliedrigen Neubau beibehalten, der einen großflächigen Lichteinfall ermöglicht, wir planen zudem auch Fenster Richtung Flur um den Lichteinfall auch in diesen Bereich zu ermöglichen”, so die Architekten. Für die Energiezufuhr soll durch neueste und moderne Technik auch die Erdwärme genutzt werden. Auch bezüglich des Daches des entstehenden Neubaus haben sich die Architekten intensiv Gedanken gemacht: „Da es in Groß-Rohrheim keine oder kaum Flachdächer gibt wird auch der Neubau über ein Walmdach verfügen, dass sich entsprechend einfügt – modern und dennoch harmonisch.” 

Schulleiterin Christiane Ritzert zeigt sich von den Plänen begeistert. „Mit der Modernisierung geht mein großer Traum in Erfüllung. Seit zehn Jahren bin ich Schulleiterin in Groß-Rohrheim, von Beginn an war es mein Wunsch, die Schule zu modernisieren, auch mit Blick auf die Inklusion und der Schülerbetreuung im Keller, diese Situation ist unzumutbar. Dies sind sehr positive Pläne für eine tolle Sanierung unserer kleinen Grundschule und wir freuen uns auf den Baubeginn, es wurde alles bedacht.”  Benjamin Kloos

 

 

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Geschrieben in Groß-Rohrheim, Lokal

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