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Leon-Hilfeinseln bieten Schutz für Kinder in Notsituationen

Mit Kinderkommissar Leon sicher unterwegs zur Schule oder in der Freizeit

Vermittelt durch helle und freundliche Farben das Signal an Kinder, dass diese hier sicher sind: Das Plakat der Leon-Hilfeinseln, dass an zahlreichen Geschäften in Lampertheim zu finden ist. Foto: oh


LAMPERTHEIM – Es gibt wenige Situationen die unangenehmer sind, als von jemand Fremden verfolgt oder belästigt zu werden. Gerade Kinder suchen in solchen Momenten nach Hilfe. Und: Immer wieder gibt es Meldungen, dass Kinder verfolgt oder beobachtet werden. So wie jüngst in einer Gruppe eines sozialen Netzwerkes. Hier wurde von Eltern der Fall geschildert, dass ein Kind von einem Mann in einem Fahrzeug verfolgt wurde. Viele besorgte Eltern haben sich in der anschließenden Diskussion engagiert eingebracht und sich Gedanken gemacht, wie man Kindern in einer Stadt Hilfe in einer solchen Situation zukommen lassen könnte. Hierbei wurde unter anderem der Vorschlag gemacht, ob es nicht möglich sei, dass Geschäfte als Anlaufstellen für Kinder, die sich bedroht fühlen, agieren können.
Lampertheim ist wie viele Kommunen im Kreis Bergstraße in der glücklichen Situation, dass es solche Hilfsangebote bereits gibt, wie Bürgermeister Gottfried Störmer in diesem Zusammenhang betont: Denn die Leon Hilfe-Inseln dienen hier als erster Anlaufpunkt. In Lampertheim und den Stadtteilen gibt es rund 70 dieser Anlaufstellen für Kinder in Not. Erkennbar sind die teilnehmenden Geschäfte, Praxen und andere Einrichtungen an einem bunten und gut sichtbaren Poster mit dem Kinderkommissar Leon. Dort wird sich um die Kinder gekümmert und gegebenenfalls die Polizei informiert. Außerdem geht die Polizei Hessen zum Schulanfang aktiv mit Kinderkommissar Leon in Grundschulen, um sichere Schulwege, Verhalten im Straßenverkehr und auch die Leon Hilfe-Inseln mit den ABC-Schützen zu besprechen.
Eingeführt wurden die Leon-Hilfeinseln auf Initiative der Polizei. „Das Plakat mit Leon an den Eingangstüren ist ein Signal für Kinder, dass diese hier, wenn sie sich unsicher fühlen, Angst oder Befürchtungen haben, Hilfe finden und willkommen sind”, erläuterte Bürgermeister Störmer und fügte an: „Mit den Hilfeinseln haben wir bereits gute und sinnvolle Rückzugsmöglichkeiten für Kinder, dies möchten wir gerne nochmals bekannt machen” – auch wenn es laut Kriminalstatistik glücklicherweise kein Anstieg der Fälle in diesem Bereich gäbe, wohl aber eine erhöhte Wachsamkeit seitens der Eltern existiere. „Diese ist sehr gut, sollte aber nicht dazu führen, dass Kinder nicht mehr alleine auf die Straße dürfen. Denn dies ist wichtig für das Selbstbewusstsein der Kinder und für ihren Lebensweg.”
Eine Liste aller Leon Hilfe-Inseln in Lampertheim und den Stadtteilen ist auch auf der Homepage der Stadt unter www.lampertheim.de unter dem Thema „Soziales“ zu finden. Benjamin Kloos

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Geschrieben in Lampertheim und Stadtteile, Lokal am 14. März 2018

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