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Land Hessen fördert E-Mobilität für Energie-Wohn-Park Biblis mit 241.000 Euro

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir brachte Förderbescheid und Lob mit

Fördermittel des Landes Hessen in Höhe von 241.000 Euro für die Elektromobilität mit dem Carsharing-Modell des Bauträgers MKM Bauprojekte GmbH übergab Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Hans Meyer-Coconcelli (links) und Markus Müller. Foto: Hannelore Nowacki

BIBLIS – Strahlender Sonnenschein über Biblis am Donnerstagnachmittag zur Übergabe des Förderbescheides des Landes Hessen in Höhe von 241.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren, den Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) für den Bauträger MKM Bauprojekte mit Sitz in Lampertheim mitgebracht hatte. Die Sonne wird auch zukünftig Mitspielerin sein, denn die Energieversorgung im Baugebiet Helfrichsgärtel III zwischen Breslauer Straße und Mersweg wird sich auf regenerative Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern der 67 geplanten KfW-40-Plaus-Häuser stützen. Davon profitieren auch die Ladesäulen für Elektroautos an jedem Haus. Außerdem wird es in dem ökologisch hochgerüsteten Wohnquartier drei öffentliche Ladesäulen geben. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Hans Meyer-Coconcelli und Markus Müllers des Bauträgers MKM Bauprojekte GmbH nahmen den Förderbescheid entgegen und erläuterten der großen Zuschauerrunde mit Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie zukünftigen Bewohnern im Anschluss das Gesamtkonzept für eine nachhaltige, zeitgemäße Wohnkultur in der neuen Siedlung. Die Gemeinde Biblis war durch die Beigeordnete Bärbel Daunke und Leiter der Bauverwaltung Alexander Dinges vertreten. Landtagsabgeordneter Alexander Bauer (CDU) sprach in seinem Grußwort von einer „echten Pionierleistung“ des Bauträgers MKM. Aus der interessierten Nachbarschaft waren der Lorscher Bürgermeister Christian Schönung und der Erste Stadtrat Jens Klingler aus Lampertheim gekommen, andere waren in Urlaub. Auf dem 3,7 Hektar großen Gelände hat sich seit dem Spatenstich im Frühjahr einiges getan – die Erschließung ist im Gange und gleichzeitig wird mit dem Bau der ersten Häuser begonnen. Schon zu Weihnachten sollen die ersten Häuser bezugsfertig sein. Sieben Häuser seien bereits notariell beglaubigt, neun weitere Bewerber stehen auf der Warteliste und zehn Interessenten haben sich gemeldet, berichtete Müllers. Im Gesamtkonzept kommt der Elektromobilität, besonders dem Car-Sharing mit Elektroautos, eine besondere Bedeutung zu. Bislang einzigartig sei, dass der Bauträger MKM selbst das Car-Sharing übernimmt, machte Müllers deutlich. Dieses Konzept beeindruckte Wirtschaftsminister Al-Wazir, der in seiner Rede die großen Zusammenhänge und Umbrüche aufzeigte, die Energiewende, die Digitalisierung und die Verkehrswende. Aufgabe der Politik sei es, diese Veränderungen voranzutreiben und zu gestalten. Beim Energiegipfel des Landtags mit allen Fraktionen im Jahr 2011 sei als langfristiges Ziel die 100-Prozent-Marke für erneuerbare Energien 2050 festgelegt worden. In der Umsetzung Schritt für Schritt sei im Strombereich einiges erreicht worden. Anders im Bereich Verkehr mit steigenden CO2-Werten, die die Erfolge zunehmend „auffressen“: „Wir haben großen Handlungsbedarf im Mobilitätsbereich“. Abhilfe bringe die „Sektorkoppelung“, die alle Bereich zusammenbringe. Das sei auch der Grund, weshalb ich das Projekt in Biblis so gut fand“. Vor Ort werde sogar mehr Strom erzeugt als verbraucht, es gebe eine Speicherlösung und die Elektroautos können vor Ort geladen werden. Al-Wazir zeigte sich überzeugt: „Besser kann man sich das nicht vorstellen“. Die Gemeinde Biblis mache hier den Strukturwandel von der Atomkraft zur Nachhaltigkeit als Alleinstellungsmerkmal sichtbar. Üblicherweise seien die Fahrzeuge eher „Stehzeuge“, zuhause und an der Arbeitsstelle. Hier jedoch könnten sich die Bewohner aus einem Pool von Elektroautos bedienen. In diesem Jahr stelle das Land Hessen insgesamt sieben Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Al-Wazir sieht in Kaufanreizen für Elektroautos den falschen Weg auf Bundesebene, das Geld brauche man eher für den Ausbau der Infrastruktur. Auch dürften Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Ladestrom schenken, ohne dass diese bei der Steuer einen geldwerten Vorteil angeben müssten. Darum habe auch er gekämpft. Sollten die ersten angeschafften E-Autos für den Bedarf der Bewohner nicht ausreichen, würden weitere Fahrzeuge angeschafft, stellte MKM-Gesellschafter Meyer-Coconcelli in Aussicht. Dass MKM Bauprojekte sich für den Renault Zoe entschieden habe, liege am günstigen Preis-Leistungsverhältnis. Ein Stundenpreis von unter einem Euro sei angedacht, die Gebühr pro Kilometer 28 Cent, jedoch gebe es keine Grundgebühr. Ein Zweitwagen könne überflüssig werden. Hannelore Nowacki

 

 

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Geschrieben in Biblis und Ortsteile, Lokal

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