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14.06 Uhr | 13. Juni 2019

Kulturhalle im Biedensand Campus und Interimslösung für den Bauhof bevorzugt

CDU-Fraktion berichtete von Ergebnissen der Klausurtagung 

LAMPERTHEIM – Bei einem Pressegespräch im lockeren Rahmen berichteten der CDU-Fraktionsvorsitzende Edwin Stöwesand und die Fraktionsmitglieder Franz Korb und Lisa Galvagno von den Ergebnissen einer Klausurtagung im April mit einer umfangreichen Agenda zu aktuellen Lampertheimer Zukunftsthemen. Schwerpunktthemen im Pressegespräch waren Stadtumbau, Kulturhalles auf dem Campus Biedensand, Bauhof und Stadtmarketing. Von der „Lampertheimer Krankheit“ sprach Korb mit Blick auf die Lokalpolitik und Verwaltung, „wir wollen nicht mehr die Getriebenen sein, wir wollen gestalten – es braucht Visionen“. Der „richtige Platz“ für eine Kulturhalle sei der Campus, betonte Korb, in der Innenstadt sei sie verfehlt. Sollte sich jedoch ein privater Investor für eine Halle im Quartier Domgasse/Emilienstraße finden, wäre dies zu ermöglichen. Da die Schillerschule nach Information der CDU-Lokalpolitiker wegen Raumnot eine Erweiterung wünscht, stellt sich die CDU als Lösung dieses Problems vor, das Parkhaus in der Domgasse abzureißen, dann könne der Kreis Bergstraße dort einen Neubau für die Schule zu erstellen. Die Sedanhalle, die dem Kreis Bergstraße als Schulträger gehört, könnte nach Flächentausch der Stadt Lampertheim zur Bebauung zur Verfügung stehen. Ein neues Parkhaus mit gleicher Anzahl von Stellplätzen könnte integriert werden. Zu bedenken sei jedoch, dass ein Teil des Parkhauses der Volksbank als Miteigentümer gehöre. Die Idee zum Unterdorf sei gut, aber, so die Bedenken der CDU-Politiker, die Stadt habe hier nicht genügend eigene Grundstücke zur Verfügung. In der Frage der Grundstücksbevorratung sei man sich mit den anderen Fraktionen einig. Da in Lampertheim nach Bebauung des Gleisdreiecks keine weiteren Neubauflächen vorhanden seien, müssten Baulücken geschlossen werden, auch sei „gegebenenfalls höher zu bauen“, eine „Arrondierung“ hält Korb für „nötig und möglich“. Für das Stadtklima sollen zukünftig Dachflächen und Fassaden begrünt werden, meinte Lisa Galvagno. In Sachen Bauhof sollte man sich langfristig Gedanken machen, denn es sei damit zu rechnen, dass im Haushalt magere Jahre kommen und ein eigener Bauhof nicht mehr finanzierbar sei. Für die interkommunale Zusammenarbeit gebe es bei der Abwasserentsorgung bereits positive Beispiele. Stöwesand plädierte für mehr Outsourcing von Aufgaben, jedoch müsse die Reaktionsgeschwindigkeit erhalten bleiben. Steuer- und Gebührenerhöhungen wolle die CDU zur Finanzierung des Bauhofs nicht. Unter allen vier Varianten, die im April vorgestellt worden seien, sprechen sich die CDU-Politiker für die Nutzung des bisherigen Geländes von Energieried aus, es gebe dort Hallen, die mit dem bestehenden Bauhof in der Nachbarschaft genutzt werden können. Damit werde ein Zeitgewinn für sinnvolle Lösungen erreicht, betonte Lisa Galvagno. Die bisher angemieteten Hallen würden so lange weitergenutzt. Den Biedensand Campus sehe die CDU „als Riesenchance, die Stadt zum Altrhein zu öffnen und in ein kleines Tourismuskonzept zu integrieren – ein Traum, dass der Kreis Bergstraße 60 Millionen Euro in den Campus investiert“. Diese Chance solle für die Bürger ergriffen werden, ein Vorteil sei, dass die Stadt Lampertheim das Gelände mit einem Kulturzentrum mitgestalten könnte. Synergien seien durch Kreis, Schule, Stadt, Musikschule und Vereine zu erwarten. Durch Herstellung von Baurecht könnte der Kreis unterstützt werden, ergänzte Lisa Galvagno. „Wir sind unzufrieden“ – an das Stadtmarketing adressierten die drei CDU-Stadtverordneten Forderungen und heftige Kritik. „Die CDU erwartet Ergebnisse und mehr Eigeninitiative “ hieß es, „wie lange können wir zuschauen, dass Geld ausgegeben wird“. Der Vorwurf fehlender Ideen und Ergebnisse traf besonders Stadtrat Gottlieb Ohl, dem die CDU auch vorhält, sich nicht der politischen Verantwortung für das Stadtmarketing zu stellen. Neue Formate seien nötig, vorhandene Potenziale wären weiterzuentwickeln. Ziel sollen die Bürger und die Wirtschaft vor Ort sein. An einen Tag der Kultur und ein Fahrradkonzept sei beispielsweise zu denken. Korb sprach von „starken Bauchschmerzen, weil bisher nichts passiert ist“.  Hannelore Nowacki

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