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09.59 Uhr | 16. Mai 2022
KULTUR: „Klassik zwische Bergstroß unn Rhoi“ wurde fortgesetzt

Konzert mit irischem Flair

Petra Fluhr und Gernot Blume verzauberten das Publikum mit irischen Klängen. Foto: ehr

HÜTTENFELD – Petra Fluhr ist inzwischen untrennbar mit der Konzertreihe „Klassik zwische Bergstroß unn Rhoi“ der evangelischen Kirchengemeinde Hüttenfeld verbunden. Die Profi-Oboistin aus dem Rheinhessischen Ibersheim hatte auch jetzt wieder einen musikalischen Leckerbissen mitgebracht und außerdem noch Gernot Blume, der sie mit der Harfe und einer Oktav-Mandoline begleitete.

Der in Bingen am Rhein gebürtige Komponist, Pianist,und Multi-Instrumentalist Gernot Blume wuchs mit klassischer Klaviermusik ebenso wie mit irischer, jiddischer und osteuropäischer Folklore auf. Autodidaktisch erlernte er das Spiel der Gitarre, Mandoline, Flöte und Harfe sowie diverser Perkussionsinstrumente

Guinnes, Folk and Blessings war das Motto und das trotz der hochsommerlichen Temperaturen zahlreich erschienene Publikum fühlte sich entführt auf die grüne Insel.

Irland – das grüne Land, zu dem sich so manche Fantasie entwickelt, man von Schafen träumt, von Pubs und Sessions, von urigen Typen, Familien mit zahllosen Kindern, von keltischen Harfen und Whistles und den berühmten irischen Segenssprüchen, den Blessings. Selbstverständlich gibt es da auch ein paar irische Kleinigkeiten für den Gaumen.

Und so wurden die Gäste zwischen den musikalischen Programmpunkten mit echtem irischen Bier und echten irischen Kleinigkeiten für den Gaumen verwöhnt.

Zu hören gab es Werke von Turlough O´Carolan  und John Dowland, sowie klassischen irischen Folk, bei dem Petra Fluhr neben Oboe, Flöten und Akkordeon hauptsächlich mit ihrer Stimme bestach.

Turlough O´Carolan war ein blinder Harfenist und Sänger zur Zeit des Barock. Gernot Blume zeigte mit einem Harfestück des Komponisten sein ganzes Können auf dem Instrument

John Dowland lebte 100 Jahre früher und  war ein englischer Lautenist, bedeutender Komponist und Musikherausgeber des Elisabethanischen Zeitalters.

Petra Fluhr zeigte dann in bravoröser Manier, das man das eigentlich mit Geige oder Dudelsack zu spielende irische Volkslied „King oft the Ferries“ auch sehr gut mit der Oboe interpretieren kann.

Und das die Oboistin auch singen kann, hat sie schon öfter bewiesen und so unterstrich sie dies auch mit dem innigen Song „Flow, my tears“ von John Dowland.

Immer wieder wurden die musikalischen Elemente mit interessanten Erläuterungen und irischen Blessings (Segenswünsche) ergänzt. Das Publikum jedenfalls war begeistert und ließ die beiden ohne Zugabe nicht von dannen ziehen. ehr

 

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