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08.49 Uhr | 9. September 2019

Kerweredd und Fassbieranstich als Höhepunkt

Prächtige Stimmung bei der traditionellen Eröffnungsfeier der Lambada Kerwe

Die Kerweborscht versammelten sich zunächst im Hof des Heimatmuseums bevor es gemeinsam mit Spargelkönigin Alina-Sophie I. und den „Zwoa Spitzbuam“ Richtung Althes Rathaus ging. Foto: Eva Wiegand

LAMPERTHEIM – Beste Feierstimmung herrschte zum Start der diesjährigen Kerwe unter den Kerweborscht, die sich bereits um 16 Uhr im Hof des Heimatmuseums einfanden und sich auch in diesem Jahr wieder feierlich auf den Weg zum Alten Rathaus machten, um die heiß ersehnte Kerwe nach altem Brauchtum zu eröffnen – mit Kerweredd, Kranz-Taufe und Fassbieranstich. Nicht fehlen durfte Spargelkönigin Alina-Sophie I., die Platz auf dem Traktor nahm. Für musikalische Unterstützung sorgten die „Zwoa Spitzbuam“ Volker Berg und Mike Hagenmeier, die sich ebenfalls unter die Kerweborscht mischten. Auf der Fahrt gen Altes Rathaus gab es für die Kerweborscht traditionsgemäß immer wieder ein Gläschen Bier oder Schnaps an den Ständen entlang der abgesperrten Römerstraße. Angekommen am Ziel, hatten sich bereits viele Kerwe-Fans unter dem Balkon des Alten Rathaus versammelt und warteten gespannt darauf, was Kerweredner Heinz „Clever“ Eichenauer diesmal zu berichten hatte. Doch zuvor begrüßte Alina-Sophie I. anwesenden Gäste und wünschte allen schöne Tage und viel Freude auf der Kerwe. Auch der Kerwekranz bekam seinen Platz und wurde stolz den Zuschauern präsentiert.

Schließlich packte „Clever” auf dem Balkon des Rathauses seine mit reichlich Humor gewürzte Rede aus und berichtete den Bürgern vom Geschehen aus dem Ort. Mit „Ehr liewe Leit un Kerwegescht – seid all begrüßt zum gröschte Fescht“ startete er in seine Rede und hatte wie immer, auch eine Stophe über die Lampertheimer Straßen im Gepäck. „Wie jeder ganz leicht sehe kann, die sin jo wier nit besser worn“, beschwerte er sich und ließ gleich durchblicken, dass auch die Umgehungstraßen scheinbar kein Thema mehr seien. „Ob Ortsumgehung orrer Rosegaarte, do könne mer weiter noch lang druff waarte.“

Ganz groß sei dafür aber etwas in der Bürstädter Straße geschehen: „Dort hot ma richtig uffgebauscht un die Blummekäschte uff em Trottoir ausgetauscht.“ Nicht zu vergessen die eingerichteten Sitzgelegenheiten mit schönstem Blick auf die Bürstädter Straße, „dort kannscht du dann vun Tag zu Tag mee, jede Menge Autos seh. Uff de onnere Seit, is es genauso meschugge, wonnt Glück hoscht kannscht in e Kellerfenschter gucke.“ Dort werde sich sicher nie ein normaler „Lambada“ niederlassen, höchsten ein Tourist aus „Howwe“. Auch über die diesjährige Schnakenplage ließ er sich aus. „Oons, des kann ich nit versteh, gibt’s dann in Deitschland ko Hubschrauber mee?“, fragte sich Eichenauer und empfahl den Kerwegästen schließlich „des beschte Schoukemittel“, den Alkohol und trank gleich einen Schluck auf die Aktionsgemeinschafts-Schnouke-Strunzer. Noch viele Themen nahm Eichenauer aufs Korn, unter anderem auch die Gebühren der ZAKB und den Weggang von Stadtmarketing-Chef Santo Umberti. Schließlich nahm er sich das Stadtowwerhaupt Gottfried Störmer vor, dem er gleich zur gewonnenen Bürgermeisterwahl gratulierte, sich allerdings fragte, was er den „Hüttemer un Howwemer“ versprochen habe. „Wonn ich do merk, dass bei denn ehre nächste Feschte Freibier fließt un jeder dort tagelang Hummer, Austern un Kaviar geniest, wonn des alles zutrifft, ehr liewe Leit, dann wisse mer üwwer soi Wahlverspreche bescheid.“ Bürgermeister Gottfried Störmer, der lachend neben dem Redner auf dem Balkon des Alten Rathauses stand, nahm es wie immer mit Humor und wandte sich schließlich selbst in ordentlicher Lambada Mundart an das Publikum: „Ich wünsche alle Lambada Leit, ganz ohne Frage, drei richtig schöne Kerwe-Tage.“ Letzter Höhepunkt der Eröffnung war schließlich die Kranztaufe. Dieser bekam einen ordentlichen Schuß Wein ab, anschließend schritt Störmer zur Tat und zapfte das Freibierfass an, was ihm mit wenigen Schlägen perfekt gelang. Eva Wiegand

 

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