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09.29 Uhr | 14. September 2020

Kein ,,Helau‘‘ in der Fastnachtskampagne 2020/21 

FASTNACHT: SKK 50 Bürstadt und HCV Bürstadt sagen Straßen- und Saalfastnacht ab 

In der kommenden Kampagne wird es leider kein Helau auf den Straßen Bürstadts geben. Archivfoto: Hannelore Nowacki

BÜRSTADT – Nun ist es offiziell was alle schon befürchtet hatten: Der Heimat- und Carneval-Verein Bürstadt (HCV) und der Spiel- und Kulturkreis 50 Bürstadt (SKK) haben bei einem gemeinsamen Pressegespräch im Vereinsheim des SKK die Straßen- und Saalfastnacht in der kommenden Kampagne abgesagt. Der SKK, vertreten durch den Vorsitzenden Markus Heiser und Sitzungspräsident Marcel Kilian sowie der HCV mit dem Vorsitzenden Frank Reichmann, Schriftführer Gernot Becher und stellv. Schatzmeister Pascal Carrere, waren sich bereits im Vorfeld einig, dass unter den derzeitigen Hygienebestimmungen keine Saalfastnacht möglich ist. Die Karneval- bzw. Prunksitzungen beider Vereine und auch das HCV-Ordensfest mit der Verleihung des Courage-Ordens werden im nächsten Jahr nicht stattfinden. 

In Verantwortung für die Gesundheit ihrer Akiven und Mitglieder sowie der Besucher haben beide Vereine den schweren Entschluss für die Absage gefasst. Nachdem im Frühjahr die Arbeitsgemeinschaft Bürstädter Vereine (AG) den Fastnachtsumzug und den Fastnachtsmarkt bereits gestrichen haMe, standen die Verantwortlichen von SKK und HCV in ständigem Kontakt. Dieser Tage fand eine Videokonferenz aller Karnevalvereine im Kreis Bergstraße mit Landrat Christian Engelhardt und eine Gespräch mit Bürgermeisterin Bärbel Schader statt. Hier wurden die Hygienebestimmungen und Abstandsregeln für das Bürgerhaus besprochen. Mit der Feststellung, dass 150 Personen im geöffneten und 80 Personen im Kernsaal erlaubt sind, war man sich schnell einig, dass unter diesen Umständen keine Sitzung durchgeführt werden kann. Die Argumente für eine Absage sind eindeutig. So wurde eine Karnevalsitzung im Februar diesen Jahres im Kreis Heinsberg zum ersten deutschen Corona-Hotspot. ,,Ein zweites Heinsberg soll es in Bürstadt nicht geben‘‘, waren sich die Vorsitzenden beider Vereine einig. 

SKK-Sitzungspräsident Marcel Kilian betonte: ,,Die Akteure auf der Bühne brauchen das Publikum‘‘. Auch eine virtuelle Übertragung der Sitzungen in diversen Medien macht keinen Sinn, da in dieser Konstellation den Büttenrednern und Tänzern auf der Bühne vor einem leeren Saal jeglicher Spaß, die Freude und Motivation fehlt. Außerdem wäre es unmöglich, in den Umkleidekabinen des Bürgerhauses bei über 100 Aktiven pro Sitzung die Abstandsregeln und Hygienevorschriften einzuhalten. 

Die Aufgabe beider Clubs sei es jetzt, dass Vereinsleben und die Gemeinschaft aufrecht zu halten. 

Bleibt zu hoffen, dass eine Besserung der derzeitigen Lage eintritt und die Vorbereitungen auf die Kampagne 2021/22 dann unter normalen Umständen durchgeführt werden kann. red

 

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