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16.20 Uhr | 19. Juli 2021

Individuelle Lernpläne für jedes Kind

SOMMERTOUR II: Landrat Christian Engelhardt informierte sich in Pestalozzischule über anstehendes Sommercamp 

Michaela Ohse-Beck, Schulleiterin der Pestalozzischule (r.), gab Landrat Christian Engelhardt (l.) einen Einblick in das bevorstehende Sommercamp der Schule. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Nach dem Auftakt seiner diesjährigen Sommertour an der Schillerschule in Bürstadt (Bericht auf Seite 1) besuchte Landrat Christian Engelhardt die Pestalozzischule in Lampertheim, um sich über das anstehende Sommercamp zu informieren. 

„Meine diesjährige Sommertour legt ihren Schwerpunkt auf eine ganze Bandbreite von Themen – nämlich auf Bereiche, die in Zeiten von Corona besonders wichtig geworden sind oder für die es große Konsequenzen gab”, erläuterte Landrat Engelhardt zu Beginn seines Besuchs. Hierzu gehören insbesondere die Schulen und damit einhergehend die Lerncamps. Mit deren Hilfe soll es ermöglicht werden, dass Schülerinnen und Schüler, die durch die Corona-Pandemie vom Lernstoff her zurückgeworfen wurden, diesen wieder nachholen können. Die Lerncamps wurden von Seiten des Landes Hessen initiiert und werden auch durch dieses finanziell gefördert. 

„Durch das Home-Schooling sind viele Unterschiede und bei einigen Schülern auch große Defizite entstanden, die es nun wieder auszugleichen gilt. Daher sind Schulcamps gerade in diesem Jahr von großer Bedeutung”, betonte Landrat Engelhardt. „Im Unterschied zu dem traditionellen jährlichen Sommercamp in Hüttenfeld, das für besonders begabte Schüler stattfindet und in dem diese den Reiz am Lernen ausleben können, ist das Konzept dieser Camps darauf ausgelegt, um Schüler mitzunehmen, die in der Corona-Zeit nicht so gut mitgekommen sind. Schön, dass die Pestalozzischule so viel Aufwand auf sich nimmt um das Lerncamp anzubieten.”

Michaela Ohse-Beck, Schulleiterin der Pestalozzischule, erklärte, dass das Sommercamp in der Pestalozzischule an drei Tagen in der letzten Ferienwoche jeweils vier Schulstunden lang stattfindet. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus allen Altersstufen wurden dabei von den Lehrkräften ausgesucht, da diese am Besten abschätzen können, welches Kind den größten Bedarf hat. Insgesamt 20 Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und von zwei Lehrkräften betreut. Die entsprechenden Lernmaterialien wurden für jedes Kind individuell zusammengestellt. „Wir erhoffen uns dadurch einen positiven Lerneffekt, denn die Kinder können so in Ruhe für sich arbeiten”, so Michaele Oase-Beck. Bewusst habe man sich für das Ende der Sommerferien entschieden, damit die Kinder jetzt erst einmal ihre Ferien genießen können.

„Die Eltern, die wir angesprochen haben, waren allesamt sehr begeistert von diesem Angebot, wir haben offene Türen aufgestoßen. Zudem hätten viele weitere Eltern gerne ebenfalls von dem Angebot Gebrauch gemacht, aber wir haben nur ein gewisses Kontingent”, so Michaele Oase-Beck. „Glücklicherweise sind wir an unserer Schule gut durch die Coronazeit gekommen, da wir von Beginn der Pandemie an unseren Unterricht entsprechend umgestellt haben. So wurden alle Aufgabenblätter der Kinder am Ende der Woche kontrolliert, damit wir unsere Schülerinnen und Schüler von Anfang an mitnehmen können. Und auch während des Home-Schooling wurden die Lernmaterialien regelmäßig kontrolliert. Allen Eltern vielen Dank für ihre großartige Unterstützung in dieser Zeit.”

Gleichzeitig nutzte die engagierte Schulleiterin die Gelegenheit, aufgrund der steigenden Schülerzahlen darauf aufmerksam zu machen, dass die Pestalozzischule dringen eine Mensa benötig. Denn nach den Sommerferien wird eine vierzügige 1. Klasse mit nahezu 90 Schülerinnen und Schülern die Schule besuchen – der Bedarf für die Nachmittagsbetreuung und die Verpflegung in der Schule sei zudem bereits jetzt steigend, gab sie Landrat Engelhardt mit auf den Weg. Benjamin Kloos

 

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