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08.36 Uhr | 11. Juni 2021

Impfzentrum Bensheim wird bis zum 30. September betrieben

KAMPF GEGEN CORONA: Kreisspitze informiert über neueste Entwicklungen / Zehn Gemeinden im Kreis mit Inzidenz 0

Nach aktuellen Planungen soll der Impfbetrieb im Bergsträßer Impfzentrum bis zum 30.09.2021 aufrecht erhalten werden. Archivfoto: Benjamin Kloos

KREIS BERGSTRASSE – Die aktuellen Werte rund um die Corona-Pandemie sind derzeit weiter erfreulich – so lag der Inzidenzwert am Donnerstag bei 21,1, zudem gab es lediglich elf Neuinfektionen, darunter keine in Biblis, Bürstadt, Groß-Rohrheim und Lampertheim. Auch das Impfen geht im Kreis Bergstraße weiter voran – allerdings nur noch bis Ende September im Impfzentrum in Bensheim. Denn nach Beschluss des Landes sollen bis September alle Impfzentren in Hessen schließen. Auf Nachfrage des TIP erläuterte Landrat Christian Engelhardt hierzu: „Wichtig ist, dass möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit geimpft werden. Ob das über die Impfzentren oder die Ärzteschaft läuft, ist letztlich zweitrangig. Unser Impfzentrum hat in den vergangenen Monaten jedenfalls hervorragende Arbeit geleistet.“ Nach aktuellen Planungen soll der Impfbetrieb im Bergsträßer Impfzentrum bis zum 30.09.2021 aufrecht erhalten werden und danach der Rückbau erfolgen.

Es wurden mittlerweile insgesamt 118.940 Impfdosen durch das Impfzentrum im Kreis geimpft. Zudem sind zahlreiche Bergsträßerinnen und Bergsträßer im Impfzentrum in Darmstadt sowie über Hausärzte geimpft worden. Mit Stand von Mittwoch sind im Impfzentrum Bensheim 77.140 Dosen Erstimpfungen erfolgt, davon am Mittwoch 13. Im Bereich der Zweitimpfungen wurden 41.800 Dosen verimpft, davon am Mittwoch 1.251.

Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz erläuterte gegenüber der Presse am Donnerstag die aktuelle Infektionslage im Kreis. Hier verzeichnet die Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen derzeit noch eine Inzidenz von über 50. Alle anderen Altersgruppen verzeichnen aktuell eine Inzidenz von unter 50. Ebenfalls positiv: Alle Altersgruppen über 40 Jahren weisen mittlerweile Inzidenzen auf, die unter 20 liegen.

Auch mit den Blick auf die Städte und Gemeinden im Kreis gibt es positive Nachrichten was das Infektionsgeschehen betrifft: Zehn Bergsträßer Kommunen verzeichnen mit Stand von Donnerstag eine Inzidenz von Null, drei weitere Bergsträßer Kommunen verzeichnen eine Inzidenz von unter 10.

Das heißt tmehr als die Hälfte der Bergsträßer Kommunen liegt bezüglich ihrer Inzidenz unter 10.

Mit Blick auf die derzeit mit SARS-CoV-2-Fällen betroffene Einrichtungen im Kreis – Stand Donnerstag – betonte Diana Stolz, dass aktuell fünf Schulen mit jeweils einer bis drei Personen und zwei Kitas im Kreis mit jeweils einer Person betroffen sind. Zudem sind mit Stand von Donnertag 25 Personen, die in fünf Gemeinschaftsunterkünften des Kreises leben, betroffen. 

Neben dem Inzidenzwert wurde während der Corona-Pandemie immer wieder der Reproduktionswert genannt, wenn es um die Entwicklung der Pandemie und der Infektionszahlen ging. Auf Nachfrage des TIP erläuterte die Kreisspitze, dass auf Basis der Daten des Kreises kein Reproduktionswert durch den Kreis ermittelt wird. Dies hat verschiedene Gründe, unter anderem sei die Ermittlung des R-Werts sehr komplex und an zahlreiche Schätzungen und Annahmen geknüpft, die jeweils detailliert kommuniziert werden müssten, um den Wert seriös einschätzen und mit anderen R-Werten vergleichen zu können. „Der R-Wert zu einem gewissen Stichtag stellt durch seine rückwirkende Ermittlung das Infektionsgeschehen zu einem recht weit zurückliegenden Zeitpunkt dar (8 – 16 Tage ) und ist daher weniger aktuell als die genutzte 7-Tage-Inzidenz. Eine Aussage zu steigender, konstanter oder sinkender Anzahl täglicher Neuinfektionen lässt sich auch auf Basis der Inzidenzentwicklung treffen”, so der Kreis in seiner Antwort. Benjamin Kloos

 

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