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Hessische Event-Veranstalter verzeichnen noch immer wenige Gäste

Bild von Gabriel Doti auf Pixabay

Auf den hessischen Bühnen ist die lang ersehnte Kultur zurück. Hier wird nun wieder gerockt, geredet und ausgelassen gesungen. Aber vor den Bühnen klaffen bei etlichen Veranstaltungen noch Lücken. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass es noch eine ganze Weile dauern könnte, bis das feierwillige Publikum ganz zurückkehrt. Die Hoffnung dafür wächst mit Hinblick auf die bevorstehende Open Air Saison. Und trotzdem ist klar, dass sich

Hessens Kultur in einer schwierigen Phase befindet. So sehen das zumindest die Veranstalter. Sie stellen fest, dass viele Veranstaltungen nicht so nachgefragt werden, wie es früher einst der Fall war. Damit ist die Zeit vor der globalen Coronapandemie gemeint, welche das Leben und auch die Feier-Kultur auf den Kopf stellte. Und zum aktuellen Zeitpunkt sieht es so aus, als ob das noch eine ganze Weile anhalten könnte.

Die Gründe für die Zurückhaltung der Besucher sind vielschichtig. Zum einen haben viele Menschen immer noch große Bedenken, sich in geschlossene Räume mit vielen anderen Personen zu begeben. Einige haben das ausgelassene Feiern an sich einfach verlernt, da sie sich daran gewöhnt haben, ihre wertvolle Zeit zu Hause zu verbringen: Heimkino statt Live-Kultur. Auch der finanzielle Faktor beschäftigt die Bevölkerung. So geben Menschen derzeit ungern hunderte von Euro für Tickets aus, sondern streben es eher an ihr Geld zu vermehren, durch Investition oder auch Glücksspiel, welche mit Angeboten wie 5 Euro Gratiswetten locken. Auch der Punkt, dass Veranstaltungstermine teils mehrfach verschoben wurden, stellt für viele ein Problem dar.

Die Geschäftsführerin der Centralstation Darmstadt, beobachtet beim eigenen Publikum ein Verhalten, welches sie sich nicht ganz erklären kann. Einige Konzerte bzw. Veranstaltungen werden deutlich schlechter besucht als erwartet, andere laufen aber relativ gut.

Die Konsequenz kann aus der Sicht der Geschäftsführerin nicht sein, dass sich Veranstalter weiter beschränken. Diese schlägt vor, dass es zunächst ein Angebot geben müsse, um dann zu sehen, wie man die Leute dazu bewegen kann, auch zu erscheinen. Sie ist zuversichtlich, dass dieses Vorhaben auf lange Sicht funktionieren wird.

Problem trifft vorwiegend die Künstler

Auch Jörg Michael Simmer von der KulturScheune in Herborn, stellt sich auf einen langen Weg bis zu Normalität ein. Dieser geht davon aus, dass es noch Jahre dauern wird, bis in der Veranstaltungsszene wieder ein Zustand, wie vor der Pandemie herrscht. Dass das massive Auswirkungen auf den Kulturbetrieb haben wird, steht hierbei außer Frage. Etliche Künstler haben sich zwangsweise inzwischen beruflich anderweitig orientiert, da ihnen die Veranstaltungs-/Kulturbranche zu unsicher geworden ist. Die Mutigen, welche weiterhin im Geschäft sind, müssen sich seither auf weniger Auftritte und niedrigere Einkünfte einstellen. Veranstalter in Hessen, wie die Geschäftsführerin der Centralstation Darmstadt (Meike Heinigk) teilen sogar mit, dass Künstler erfahrungsgemäß inzwischen eine geringere Gage verlangen, um auftreten zu können.

Bild von Brandon Bolender auf Pixabay

Der Open Air Sommer

Ein Hoffnungsschimmer für die Veranstaltungsbranche ist der nahende Sommer. Darmstadt setzt aus, das Festival der Centralstation auf dem Messplatz Darmstadt vom 12. bis 17. Juli spielen dort unter anderem Element of Crime und Danger Dan.

Die Kulturscheune in Herborn plant ab Juli eine Neuauflage des „KulturzAUber“, einem normalerweise gut besuchten Open Air-Event.

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