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Hessen verzeichnet fast 20 Millionen Euro mehr Steuereinnahmen durch Online-Glücksspiel

Virtuelle Glücksspielhäuser, die bei Casinooma zu finden sind, und auch terrestrische Casinos erfreuen sich in Hessen großer Beliebtheit. Seit Sommer 2021 gilt der neue Glücksspielstaatsvertrag und hat für einige Umbrüche in der Branche gesorgt. Befürworter der neuen liberaleren Regelungen führten häufig zusätzliche Steuereinnahmen als ein Hauptargument für notwendige Änderungen an.

Wie der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) nun auf eine Anfrage im Landtag mitteilte, scheint sich dieses Versprechen zu erfüllen. Fast 20 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen hat das Bundesland seit Inkrafttreten der neuen Regelung zu verzeichnen. Die neue Glücksspielbehörde in Hessen ist für das gesamte Bundesgebiet zuständig, weshalb die Gesamteinnahmen in Deutschland weitaus höher lagen. Ungefähr 10 % der Steuergelder verbleiben in Hessen.

Millionen durch die Besteuerung der Glücksspielindustrie

Wie erhofft, hat sich das lizenzierte Glücksspiel als Quelle zusätzlicher Steuereinnahmen entpuppt. Fürsprecher des neuen Glücksspielstaatsvertrages prophezeiten diese Entwicklung und führten den Anstieg der Einnahmen als ein zentrales Argument für die Änderungen des Glücksspielvertrages an.

Seit dem letzten Sommer und damit dem Inkrafttreten des neuen Vertrages hat allein das Bundesland Hessen durch die Besteuerung zusätzlich rund 20 Millionen Euro eingenommen. Bis Jahresende dürfte die Summe noch beträchtlich höher sein. Anlass für die Herausgabe dieser Zahl war eine Anfrage zur Entwicklung des hessischen Glücksspielmarktes durch Abgeordnete im Landtag.

Die 20 Millionen Euro machen laut Innenminister Peter Beuth von der CDU jedoch nur einen Bruchteil der Steuereinnahmen für ganz Deutschland aus. So hat allein die virtuelle Automatensteuer in dieser Zeit 188,1 Millionen Euro in die Kasse des zuständigen Finanzamts Frankfurt am Main III gespült.

Hinzu kommen weitere 13,6 Millionen Euro durch die Besteuerung von Online-Poker. Die Behörde ist auch für die Verteilung der Gelder verantwortlich. Etwa 90 % der Gesamtsumme landen so in anderen Bundesländern, rund 20 Millionen Euro verbleiben in Hessen.

Ebenfalls gab Beuth Auskunft über die Marktentwicklung im Bereich der Sportwetten. Der Großteil des Angebots entfällt auf 36 Anbieter, die den Markt unter sich aufteilen. Vor dem neuen Lizenzierungssystem waren es nur 21 Anbieter. Noch immer ständen jedoch viele Lizenzanträge aus, weshalb mit einem weiteren Zuwachs an Teilnehmern in der Branche zu rechnen sei.

Vor allem im Bereich der Online-Casinos komme die Behörde nicht so schnell voran, wie erhofft. Dies hängt auch damit zusammen, dass aufgrund mangelnder Kapazitäten vorerst eine Übergangslösung gewählt wurde. Anträge für bundesdeutsche Lizenzen konnten nämlich erst deutlich später eingereicht werden als ursprünglich angekündigt.

Spielersperrsystem Oasis erfüllt seinen Zweck

Ein weiteres Thema war das neu eingeführte Spielersperrsystem Oasis. Das System ist sowohl für Online-Anbieter als auch physische Spielbanken vorgeschrieben und stell einen Selbstkontrollmechanismus dar, der den Spielerschutz erhöhen soll.

Außerdem können Anbieter aus verschiedenen Gründen eine Fremdsperre auslösen. Die Sperre selbst verhindert für einen Zeitraum von 24 Stunden, dass der Kunde aktiv am Glücksspiel teilnehmen kann. Hierfür wurde eine Kartei angelegt, die bei jedem echten und virtuellen Besuch mit den Personalien des Spielers abgeglichen wird. Dadurch sollen Spieler davon abgehalten werden, in eine Suchtspirale zu rutschen.

Von Ende Dezember 2021 bis Mitte Januar 2022 wurde die Sperre bereits über 8.000-mal ausgelöst. Zusätzlich gibt es auch Permanentsperren. Zurzeit sind rund 109.000 Sperren dieser Art aktiv.

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