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08.31 Uhr | 14. September 2020

Helfer sammeln Müll und Unrat

RHINE CLEAN UP: Lampertheimer NABU ist zum ersten Mal dabei / Rund 30 Helfer sammeln Zigarettenkippen, Plastikabfall und mehr auf

Die zweijährige Elisabeth war wohl die jüngste Helferin bei der Säuberungsaktion entlang des Rheinufers und packte mit ihrem Bruder Arthur und ihren Eltern mit an. Foto: Eva Wiegand

LAMPERTHEIM – Seit 2018 läuft die Aktion Rhine Clean Up zur Säuberung der Rheinufers entlang des gesamten Flusslauf von der Schweiz bis in die Niederlande, zu der sich in diesem Jahr insgesamt 300 Gruppen angemeldet haben. Zum ersten Mal war auch die Ortsgruppe des NABU Lampertheim dabei und rief die Bevölkerung zur Unterstützung auf. In zwei Gruppen aufgeteilt und mit Müllsäcken und Handschuhen ausgestattet, machten sich rund 30 Leute an die Arbeit und starteten rechts und links der NATO Rampe. „Die nächsten zwei Stunden werden wir das Ufer ablaufen und schauen, was wir alles an Müll finden“, begrüßte Ralf Gerlach vom NABU Lampertheim die engagierten Helfer, die sich zunächst in eine Liste eintragen mussten. Groß und Klein machte sich schließlich an die Arbeit. Mit dabei war auch Josef Hochgrassel, der seit circa eineinhalb Jahren regelmäßig das Ufer im Bereich der NATO Rampe von Unrat der dortigen Besucher insbesondere nach den Wochenenden befreit. 30 Müllsäcke voll hat er bereits aufgesammelt, auch zwei Kanister mit Altöl hat er gefunden, die ein Umweltsünder dort illegal entsorgt hat. Sein Antrieb:„Ich habe einen Enkel, im Dezember kommt ein zweiter dazu und die werden sich sicher freuen über unsere Hinterlassenschaften“, meinte er in Bezug auf den achtlos weggeworfenen Müll. Die wohl jüngste Helferin war die zweijährige Elisabeth, die mit ihrem Bruder Arthur und ihren Eltern das Ufer von Abfall befreite. Über die vielen Helfer freute sich auch der Bürgermeister, der bei der Aktion vorbeischaute. „Ich bin begeistert, dass so viele Menschen hier sind und den Müll einsammeln, den andere leider achtlos wegwerfen und denen es egal ist, welche Schäden die Natur dadurch davon trägt“, meinte Gottfried Störmer. Bekannt ist der Stadt das Problem gerade in diesem Bereich schon lange. Viele Besucher kommen gerne in den Bereich der NATO Rampe, tagsüber zum Spazieren, am Abend zum Feiern. „Die Fläche zum Feiern nutzen und wieder aufräumen, ist prima. Ohne Aufräumen ist es doof“, brachte es Störmer auf den Punkt. Zweimal die Woche komme der Bauhof vorbei, um die vorhandenen Müllbehälter zu leeren. Die reichen allerdings bei Weitem nicht aus. Doch dort Container aufzustellen kommt für die Stadt nicht in Frage. „Dann haben wir hier noch mehr Müll. Wir haben bewußt auf eine große Anlage verzichtet, denn sonst bringen die Leute auch noch ihren Sperrmüll her“, ist sich das Stadtoberhaupt sicher. Problematisch sei, dass die Menschen, die ihren Müll illegal entsorgen selten bei frischer Tat ertappt werden, das sei leider die sprichwörtliche „Nadel im Heuhaufen.“ Umso mehr freute er sich über die Teilnahme an der Aktion, die hoffentlich auch ein wenig das Bewusstsein aller Menschen schärft, beim Spaziergang eben auch das Kaugummipapier einzustecken und zu Hause zu entsorgen. Denn wer will schon durch einen Müllberg wandern. Eva Wiegand

  

Foto: Eva Wiegand

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