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Heiter die Stimmung, trübe das Wetter 

Fantasievoller Fastnachtsumzug mit viel Herz lockte tausende Besucher an 

 

Der TV Bürstadt hatte der Sainäwwelskätt nette Begleiter zur Seite gestellt. Foto: Hannelore Nowacki

BÜRSTADT – Hauptsache trocken, dieser Herzenswunsch der Fastnachter ging am Sonntagnachmittag zum Fastnachtsumzug durch die Innenstadt in Erfüllung. Ein Regenguss vorher, dann noch ein paar Tropfen zwischendrin, aber auch das trübte die fröhliche Stimmung nicht. Dafür regnete es massenhaft nahrhafte Gaben von den Wagen herab, auch nach den Taschentuchpäckchen bückten sich die Fastnachter gerne. Dicker und dicker wurden die mitgebrachten Beutel und Taschen, große und kleine Sammler hatten ihren Spaß.  Tausende Besucher erwarteten den Umzug entlang der Nibelungenstraße, auf dem Weg zum Marktplatz, durch die Wilhelminenstraße bis zum Historischen Rathaus Richtung und weit in die Mainstraße hinein. Bei Sonnenschein wären wohl noch mehr gekommen. Hoch oben auf dem Motivwagen des TV Bürstadt thronte die Sainäwwelskätt mit Schirm und winkte zur Begrüßung, so wie man es alljährlich von ihr erwartet. Zu sehen gab es gleich zu Beginn des Zuges atemberaubende Vorführungen der Cheerleaders, die starken Männer der Abteilung American Football wirkten durch ihre Sportausrüstung ganz ohne sonstige Verkleidung. Begeistert verfolgten die Zuschauer auch die hohen Sprünge der TSG-Sportler, die ihre dicke Matte und Trampolin immer wieder von der Ladefläche holten. Eine sportliche Hochleistung ist zudem bei den Fahnenträgern des Heimat- und Carnevalvereins Bürstadt zu vermuten, die ihre riesigen Fahnen mit scheinbarer Leichtigkeit in den Himmel und über die Köpfe der Zuschauer hinweg wehen ließen. „Helau“ schallte es von den hohen Motivwagen und von den Fußgruppen durch die Straßen. Über 90 Zugnummern waren zu bestaunen, ein närrischer Lindwurm, der nach etwa zwei Stunden mit dem letzten Motivwagen, dem hohen efeuberankten Schloss mit dem Stadtprinzenpaar und der Vereins-AG, am Historischen Rathaus vorbeikam und Richtung Kirschstraße rollte. Mit vollen Händen schaufelte Prinzessin Alexandra I. die Gaben unters Volk.

Viel Herz zeigten die Sackschdoahogger, so wie es das Umzugsmotto „Die Herzen frei für Narretei“ nahelegte. Foto: Hannelore Nowacki

Aus Lampertheim war Stadtprinzessin Jennifer I. mit einer Abordnung des 1. Carnevalsclubs Rot-Weiß gekommen, auch sie hatte für die Fastnachter am Wegesrand allerhand zu verteilen. Auch mitreißende Musik war geboten, die Brass Band Biblis mit passender Verkleidung hatte teuflisch gute Rhythmen mitgebracht, der Lorscher Musikzug Laurissa kam lustig in Rot-Weiß, kunterbunt fröhlich marschierte die Katholische Kirchenmusik durch die Straßen. In feuerwehrroten Jacken und neckischen Kopfbedeckungen zeigte sich der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt und Hofheim den Zuschauern. Die Herzen der Zuschauer schlugen sicher höher, wenn es galt die fliegenden Wohltaten aufzufangen und vor dem Zertreten zu retten. Überhaupt spielte das Herz eine Hauptrolle, zumal das Umzugsmotto „Die Herzen frei für Narretei“ darauf abzielte. Wie aber hatten die Umzugsteilnehmer sich das Motto zu Herzen genommen und ihren Motivwagen entsprechend gestaltet? Die TSG Bürstadt war mit vielen Herzchen dabei, besonders großherzig zeigte sich der Spiel- und Kulturkreis SKK 50 und die Sackschdoahogger hatten ein Wägelchen mit Frühlingsblumen, Herzen und Herzgirlande ausgestattet, womit sie auch am Valentinstag auffahren könnten. Feuchtfröhlich wurde es beim Fastnachtsmarkt auf dem Marktplatz, wo DJ Dieter Mottausch die passenden musikalischen Stimmungskracher durch die Lautsprecher jagte. Nach bestandener Sicherheitsprüfung am Eingang durften die Fastnachter auch mit Alkohol feiern, was im Bereich der festgelegten Sicherheitszone nicht erlaubt war, dort hatte die Ordnungspolizei auch ein Auge auf Glasflaschen, die fix konfisziert wurden. Hannelore Nowacki

 

 

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Geschrieben in Bürstadt und Stadtteile, Lokal am 12. Februar 2018

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