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14.52 Uhr | 16. November 2017

Gemeinsam stark für Kinder und Jugendliche in Südhessen

Startschuss für Sport- und Bildungscampus des Jugendförderverein Bürstadt / Dietmar Hopp Stiftung fördert Projekt mit bis zu zwei Millionen Euro

Ziehen bei der Realisierung des Sport- und Bildungscampus gemeinsam an einem Strang: Die Vertreter der Stadt, der Vereine, der Dietmar Hopp Stiftung und des JFV. Foto: Benjamin Kloos


BÜRSTADT – „Gemeinsam sind wir stark” stand auf dem Banner zu lesen, dass am Donnerstag vor der Tribüne des VfR Bürstadt ausgerollt wurde. Und gemeinsam präsentierten sich auch die Vertreter der Bürstädter Sportvereine, die Stadtverwaltung, der Integrationsbeauftragte, die Dietmar Hopp Stiftung und der Jugendförderverein Bürstadt (JFV) – denn gemeinsam gaben sie den Startschuss für den Sport- und Bildungscampus.
„Wir setzen heute den Auftakt für die Verwirklichung unserer Vision eines zukunftsfähigen Sport- und Bildungscampus auf unserem in die Jahre gekommenen Sportareals”, freute sich Bürgermeisterin Barbara Schader. Für den JFV bedeutet dies die Sicherung einer nachhaltigen und vorbildlichen Entwicklung, um Kinder über Bildung und Sport zu fördern. Denn diese profitieren am meisten vom künftigen Sport- und Bildungscampus: „Bildung, Sport und Bewegung treffen ich hier, es wird eine Gemeinschaftsanlage für alle möglichen Sport- und Bewegungsangebote mit dem Schwerpunkt Fußball. der für alle Bürger zugänglich ist”, freuen sich die Verantwortlichen.
Für das Projekt werden Gesamtkosten in Höhe von maximal 10,6 Millionen Euro geschätzt. Die Dietmar Hopp Stiftung ist bereit, bis zu zwei Millionen beizusteuern, wenn weitere Partner das Gesamtkonzept unterstützen. Dann werden die Mittel aus der Dietmar Hopp Stiftung in zwei Kunstrasenplätze, von denen einer eine multifunktionale Trainingsfläche bietet, sowie in Teile des Gebäudes fließen. „Mit dem heutigen Tag wollen wir vorstellen, was für ein zukunftsweisendes Projekt wir planen. Ich bin mir sicher, dass wir weitere Förderer finden, die mit uns gemeinsam an einem Strang ziehen”, zeigte sich Bürgermeisterin Schader optimistisch.
Henrik Westerberg, Sportreferent der Dietmar Hopp Stiftung, gratulierte der Stadt, dem Förderverein und allen Anwesenden zum gelungenen Konzept: „Der Campus ist ein zukunftsfähiges und ehrgeiziges Projekt. Die Kinder und Jugendlichen vom JFV und der Verein selbst brauchen moderne und auf die Bedürfnisse angepasste Trainingsmöglichkeiten. Die gute Jugendarbeit kann so für viele Jahre sichergestellt und weiterentwickelt werden. Wir freuen uns, wenn wir dazu beitragen können. Uns war wichtig, dass der JFV mit dieser tollen Idee auf uns zugekommen ist.
Neben den Kunstrasenfeldern sollen auf dem Gelände experimentelle Laufstrecken, freie Trainingsflächen für Crosstraining sowie eine Traillaufstrecke entstehen. Ein zentraler Punkt wird der Gebäudetrakt für die Sportler und speziell für den JFV als Funktionsgebäude sowie als gebaute Heimat für Bildungsangebote sein. Dazu wird neben der Entwicklung des Sport- und Bildungscampus bis zur Realisierung die Anzahl der Trainer und Pädagogen erhöht. Ein Teil davon werden die bereits vorhandenen Fachkräfte für den Pakt für den Nachmittag und die Integrationsinstitution sein.
Die Beteiligung aller Akteure sei von großer Bedeutung, denn „der Sportverein der Zukunft muss mehr bieten als nur Sport”, betonte Rainer Uhrig für den JFV. „Unser Projekt hat ebenso die Schule und die Vermittlung gesellschaftlicher Werte im Programm. Dazu gehören eine schulische Begleitung wie der Pakt für den Nachmittag oder die Hausaufgabenbetreuung ebenso wie soziale Standards bei Erziehung und Umgangsformen.” Eine qualitative Betreuung stellt die adäquate Umsetzung dieser Anforderungen sicher.
Darüber hinaus gilt es, ein altersgerechtes, allgemeines Betreuungs-, Sport und Bewegungsangebot bereit zu stellen. Ein gutes Stück sei hier bereits geleistet, auch wenn sich alle Beteiligten bewusst sind, dass noch viele Schritte zu gehen sind, um gemeinsam ans Ziel zu gelangen.
„Ich bin glücklich und dankbar, dass wir wichtige Partner an unserer Seite haben, die bereit sind, die Realisierung und Förderung dieses ehrgeizigen, einmaligen und zukunftsweisenden Projektes zu ermöglichen. Wir sind froh, dass wir heute dank der Dietmar Hopp Stiftung den Startschuss geben und in die Feinplanung einsteigen können”, ergänzte Bürgermeisterin Schader abschließend. Benjamin Kloos

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