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Gelungene KAB Städtefahrt nach Esslingen

Schwäbische Lebensart, schwäbische Tüftler und schwäbische Kochkunst

Gebannt folgt hier diese Gruppe der Städtefahrt-Teilnehmer den Ausführungen der Gästeführerin Nicole Neeb-Hartmann. Im Hintergrund die Alte Dominikanerkirche, das Münster St. Paul. Foto: oh

Biblis – Glücklicherweise war bei der KAB Städtefahrt vom angekündigten Wettersturz nicht viel zu spüren, der Nachmittag in Esslingen war sogar ausgesprochen sommerlich warm. So genossen viele Teilnehmer die nachmittägliche Freizeit zur selbständigen Erkundung nicht nur der verwinkelten Gässchen der Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, sondern auch der Cafés, Eiscafés und Biergärten. Pünktlich zur vorgesehenen Abfahrtszeit war der Bibliser Reisebus an der Kirche gestartet und zügig ohne Behinderungen um 10 Uhr in Esslingen eingetroffen. Die beiden Reiseführerinnen Petra Weber-Obrock und Nicola Neeb-Hartmann haben den in zwei Gruppen aufgeteilten Besuchern sehr lebendig die Informationen zum Mittelalterlichen Esslingen nahe gebracht, aber es auch immer wieder verstanden den Bogen zur heutigen Zeit zu schlagen. Die freie Reichsstadt war den benachbarten Fürsten immer wieder ein Dorn im Auge, genoss aber stets den Schutz der Deutschen Kaiser und Könige, denen die Freie Reichsstadt direkt unterstellt war. So ist auch die „Esslinger Burg“ nie Sitz eines Burgherren gewesen, sondern immer ein Teil der Stadtmauer und Stadtbefestigung. Stets wurde sie erfolgreich verteidigt. Bis zu sechs Ordensgemeinschaften waren im Mittelalter mit ihren Klöstern gleichzeitig in Esslingen vorhanden. So ist auch die älteste in Deutschland vollständig erhaltene Dominikanerkirche, das „Münster St. Paul“ in Esslingen zu finden. Schon vom Mittelalter her prägten Handwerker das Profil der Altstadt. Unter diesen standen Goldschmiede und Kürschner hoch im Ansehen, während zum Beispiel die Leinenweber weit unten standen. Mit fast 150 Weingärtnern in Esslingen schon im 14. Jahrhundert, prägte der Weinbau auch damals schon das Umland. So war der „Esslinger Eimer“ lange Zeit die gängige Maßeinheit für Wein. Mit den Einnahmen des Weinbaus wurde auch mehr als 200 Jahre ein großes Hospiz finanziert, das auf dem alten Marktplatz stand. Aus dem Weinbau entwickelte sich dann auch die Sektkellerei. Im 19. Jahrhundert wurde von Georg Christian Kessler in Esslingen die erste Sektkellerei in Deutschland gegründet. Beim Mittagessen konnten die lebendigen Ausführungen der beiden Gästeführerinnen von den Reiseteilnehmern ebenso gelobt werden, wie die gepflegte Küche und die schwäbische Kochkunst beim Mittagstisch im Restaurant „Palmscher Bau“. Die nachmittägliche Freizeit wurde von den mit übersichtlichem Stadtplan ausgestatteten Teilnehmern zu gemütlichen Spaziergängen – teils in der Altstadt, teils bis zur Esslinger Burg – und Erkundung der Biergärten, Cafés und Eiscafés genutzt. zg

 

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Geschrieben in Biblis und Ortsteile am 17. Mai 2018

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