Sie sind hier: Home » Lampertheim und Stadtteile » Geld für Bad Neuenahr, die Tafel und Tagesbetreuung
09.40 Uhr | 17. September 2021

Geld für Bad Neuenahr, die Tafel und Tagesbetreuung

DIAKONIESTIFTUNG LAMPERTHEIM: Mehr Kapital dank der Zustifter 

Beim Treffen am Stifterbaum begrüßte der Vorstand der Diakonie Stiftung Lampertheim die neue Zustifterin sowie die zahlreichen Gäste, die der Einladung gefolgt waren. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Unter freiem Himmel, immer am Stifterbaum, vor der Diakoniestation in der Hospitalstraße 1, finden die Jahrestreffen der „Diakonie Stiftung Lampertheim“ mit den Stiftern, Zustiftern, Spendern und Freunden statt. Im Rahmen dieser kleinen Feier erhalten die neuen Zustifter ihre Urkunden und der Stiftungsvorstand gibt bekannt, was mit dem Geld gemacht wurde. Musik gehört immer dazu und am Ende des offiziellen Teils steht die Einladung zu einem kleinen Umtrunk und Gedankenaustausch im Freien, eine sehr gerne genutzte Gelegenheit wie die lebhaften Gespräche zeigen. So war es auch am vergangenen  Donnerstagabend bei angenehmer Wetterlage. Nur im vergangenen Jahr hatte die Coronakrise ein Treffen verhindert, stattdessen musste ein Pressetermin genügen. Trompetenklänge signalisierten weithin: Hier ist was los. Zu Beginn stimmten Birgit Steube und Thomas Billau vom Katholischen Kirchenmusikverein die Runde mit „Bleib bei mir, Herr“ ein, nach der Begrüßung folgte „Jubilate“ und am Schluss fröhlich-schwungvoll „A funny Story“. Pfarrerin Sabine Sauerwein und die Stiftungsvorsitzende Martina Seelinger waren sehr erfreut, dass so viele Menschen der Einladung gefolgt waren, sie erkannten vertraute Gesichter, aber auch neue Zustifter und Spender waren gekommen. „Das ist ein Zeichen, dass unsere Anliegen Früchte tragen“, sagte Pfarrerin Sauerwein. Für ihre Ansprache hatte sie aus ihrer Sonntagspredigt das Gleichnis vom kleinen Senfkorn und dem Maulbeerbaum aus dem Lukas-Evangelium Kapitel 17 ausgesucht. Die Jünger hatten Jesus gebeten „Stärke uns den Glauben!“ Seine Antwort:  „Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und verpflanze dich ins Meer! und er würde euch gehorsam sein“. Auf die Diakonie Stiftung und den Stifterbaum übertragen heiße das, um Gutes zu bewirken brauche es keinen großen Glauben. „Unser Baum ist aus etwas Kleinem entstanden, mit wenigen Namen, mittlerweile müssen wir schon herumgehen, um alle Namen zu lesen – alle miteinander können wir etwas bewirken“, folgerte Pfarrerin Sauerwein und schloss mit Gottes Segen. Martina Seelinger dankte den neuen Zustiftern dieses Jahres, die jedoch bis auf eine Zustifterin nicht anwesend waren. Wo sich Menschen treffen ist das Thema Impfen nicht weit. „Ich bin geimpft“, war hier und da zu hören, als Geste der Beruhigung gedacht. Auch die Stiftungsvorsitzende sprach das Impfen an, einen Satz im Interview mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland Heinrich Bedford Strohm im Deutschlandfunk zitierte sie: „Es ist nicht nur eine persönliche Entscheidung – sie wirkt sich auch auf andere aus“. So sei es auch mit der Entscheidung Zustifter und Spender zu werden, die sich auf andere auswirkten. Ein paar Überraschungsumschläge wurden ihr bei dieser Gelegenheit übergeben. Brigitte Hahl überbrachte eine erneute Spende und Grüße der Bewohner des Seniorenheims in der Dieselstraße. Was wurde mit dem Geld im vergangenen Jahr gemacht? Unterstützt wurde die Tagesbetreuung „Meine Zeit“ zur Aufrechterhaltung des Betriebs sowie die allgemeine Arbeit der Diakoniestation; die Tafel bekommt anlässlich des Tafelsonntags in den nächsten Tagen 3.000 Euro und 10.000 Euro erhielt die Sozialstation der Caritas in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die selbst von der Flutkatastrophe betroffen ist und vielen Menschen hilft, auch ohne Bezahlung. Zusätzlich mit Sachspenden ausgerüstet, hatten sich die Vorstandsmitglieder  Martina Seelinger, Uta Herwig und Werner Hahl dorthin auf den Weg gemacht und brachten bewegende Eindrücke mit, von denen Seelinger berichtete.

Der Stifterbaum ist über die Jahre gewachsen – immer mehr Namen finden ihren Platz. Foto: Hannelore Nowacki

„Jeder  hilft jedem“, hatten sie dort gesehen. Werner Hahl informierte über die Finanzen, beginnend mit der eindrucksvollen Höhe der Zinsen von rund 23.600 Euro im Jahr 2020, resultierend aus dem stattlichen Stiftungskapital von rund 670.000 Euro, das bei einem kirchlichen Institut angelegt ist. Als Spenden gingen diesmal nur 975 Euro ein, was Hahl auf die besonderen Umstände während der Coronakrise zurückführt. Den Helfern „im Hintergrund“, die sich um den Stifterbaum, die kleine Grünanlage und um die Homepage kümmern, sowie den Ehrenamtlichen, die die Tagesbetreuung und die Diakoniestation unterstützen, dankte Vorstandsmitglied Andreas Förster für ihren Einsatz. Nach den vergangenen harten zwei Jahren sieht Andreas Förster optimistisch in die Zukunft, die immer besser werde. Diese positiven Aussichten verknüpft er mit dem Beginn der 3. Impfung, die gerade in den Lampertheimer Arztpraxen beginne, sowie mit dem großen Ziel der Diakonie Stiftung für 2022: Zum 10-jährigen Jubiläum sollen 10 neue Zustifter gewonnen werden. Hannelore Nowacki

 

 

Beitrag teilen Facebook Twitter

Kommentare sind geschlossen