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Forscherfieber und die wichtige Frage nach dem Warum

11. Forschertag des Netzwerkes der Forscherwerkstätten zog in Schillerschule in den Bann

Wie kann man einen Luftballon ohne Puste aufblasen? Auch dieser Frage gingen die neugierigen jungen Forscher nach. Foto: Benjamin Kloos


LAMPERTHEIM – Kinder sind von Natur aus neugierig – diese Neugier zu fördern sowie am Leben zu erhalten, ist eines der Ziele der Lampertheimer Forscherwerkstatt. Von der Kindertagesstätte bis zum Abitur und darüber hinaus bis zur Ausbildung und in den Beruf hinein wirkt diese bundesweit einmalige Zusammenarbeit zwischen Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen. Ein weiterer Vorteil der Forscherwerkstatt: Nicht nur das Forschen selbst, sondern auch die Sprachentwicklung wird gefördert.
Mit im Boot des Forschernetzwerks sind neben den Lampertheimer Grundschulen auch alle Kindertagesstätten sowie die weiterführenden Schulen. Jedes Jahr ist eine andere Schule als Austragungsort des Forschertages an der Reihe, wie Margarete Veltman, Schulleiterin der Goetheschule und Mitinitiatorin des Netzwerkes, betonte. „2007 haben das Lessing Gymnasium und wir als Schulen mit Gütesiegel unsere Zusammenarbeit intensiviert. Zunächst haben wir alle Grundschulen ins Boot geholt, anschließend auch die Kindertagesstätten.” Innerhalb eines Jahres wurde das Projekt umgesetzt, auch dank großer Unterstützung seitens der Stadt Lampertheim – nicht nur organisatorisch und finanziell, sondern besonders auch durch die Bereitstellung einer Netzwerkkoordinatorin, Dr. Sabine Nieter.

Per App gesteuerte Legofahrzeuge standen bei den jungen Forschern der Schillerschule im Mittelpunkt. Foto: Benjamin Kloos


Am Mittwoch war es wieder soweit, da herrschte in der Schillerschule Ausnahmezustand. Ab 14 Uhr lud das Forschernetzwerk unter dem Titel „Forschen und Vielfalt” zum ausgiebigen experimentieren ein. Der Chor der Schillerschule begrüßte die zahlreichen Gäste musikalisch. „Herzlich willkommen, schön dass Ihr da seid”, klang es aus den Kinderkehlen.
„Ihr spielt heute die Hauptrolle und sollt forschen. Die wichtigste Frage ist ‚Warum?‘ – stellt sie immer wieder, auch wenn Eltern, Lehrer oder Verwandte davon genervt sind”, forderte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz die Kinder auf, immer neugierig zu bleiben.
Mit dem Lied „Lampertheim sucht den Forschertag” und dem Lampertheimer Lied verabschiedete der Schulchor die Anwesenden an die Forscherstände. Mehr als 170 Lampertheimer Kinder waren an der elften Auflage des Forschertages beteiligt, und so konnte an zahlreichen Ständen nach Herzenslust geforscht und beobachtet werden. An jedem Stand warteten Experimente, Bilder und Stellwände, außerdem standen die Kinder mit Erzieherinnen und Lehrern parat, um den Teilnehmern das Vorgehen beim Experimentieren zu erklären. Eine wichtige Frage war hierbei „Schwimmen und Sinken”, dieses Projekt wird in der kommenden Zeit alle Einrichtungen des Forschernetzwerkes beschäftigten. Aber auch Magnetismus, Kaleidoskope, Stromkreise und Papierflieger standen im Mittelpunkt. Begeistert experimentierten die Kinder unter dem Motto „Haften, haften kleben” oder entdeckten, wie man einen Luftballon ohne Puste aufblasen kann. Auch per App gesteuerte Legofahrzeuge gab es zu entdecken, ebenso wie das Erzeugen von Tönen. Im Schulhof sorgte indes das Spielmobil Flitze Feuerstein für Bewegung und Spaß – denn Körper und Geist gehören gerade auch für Kinder zusammen, um ein effektives Lernen zu ermöglichen.Benjamin Kloos

Magnetismus war eines der Themen, welche die jungen Forscher praxisnah entdeckten. Foto: Benjamin Kloos

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