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10.41 Uhr | 24. November 2021

Flagge als sichtbares und öffentliches Zeichen 

„NEIN ZU GEWALT AN FRAUEN”: Fahne anlässlich des Internationalen Gedenktages gehisst 

Bürgermeister Gottfried Störmer (links) und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lampertheim Sonja Niederhöfer (rechts) hissen vor dem Stadthaus die Flagge anlässlich des Internationalen Gedenktages „NEIN zu Gewalt an Frauen“. Foto: Stadt Lampertheim

LAMPERTHEIM – Seit 2004 wird von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und dem Bürgermeister in Lampertheim jährlich die blaue Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ von TERRE DES FEMMES gehisst, um zum internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ auf das Thema Gewalt an Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen. So auch in diesem Jahr, wenn auch durch aktuell steigenden Infektionszahlen ganz ohne Publikum. „Gerade in der anhaltenden Pandemiesituation ist es besonders wichtig, ein Licht auf dieses Thema zu werfen,“ sagt Sonja Niederhöfer, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lampertheim. „Ständige Infektionswellen gepaart mit Einschränkungen sorgen in vielen Bereichen nicht für Entspannung. Hinzu kommen die immer noch eingeschränkten sozialen Kontakte. Somit hat sich am deutlich gestiegenen Risiko von häuslicher Gewalt seit Beginn der Pandemie wenig geändert. Umso wichtiger ist es genauer hinzuschauen und gegebenenfalls Hilfe anzubieten.“
Am 17. Dezember 1999 wurde von der UN-Generalversammlung der 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bestimmt. Die Generalversammlung war beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen und sie waren besorgt, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern.  Alljährlich soll mit dem internationalen Gedenktag das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken. Hintergrund für die offizielle Initiierung des Aktionstages 1999 durch die Vereinten Nationen war die Entführung, Vergewaltigung und Folterung dreier Schwestern und ihre Ermordung im Jahr 1960. Die Schwestern Mirabal waren in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt worden.

Seit 2001 gibt es die Fahnenaktion „frei leben – ohne Gewalt“ von TERRE DES FEMMES, die mittlerweile weltweit von vielen Organisationen unterstützt wird. Seit 2004 weht auch in Lampertheim jährlich um den 25.11. die blaue Fahne um ein weit sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und freies Leben von Mädchen und Frauen zu setzen. TERRE DES FEMMES, Menschenrechte für die Frau e.V. wurde 1981 gegründet. Es wurde bereits vieles erreicht, aber es bleibt auch noch viel zu tun, denn das große Ziel, das alle Mädchen und Frauen gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei ihr Leben führen können, ist noch nicht erreicht – auch nach 40 Jahren nicht.

Milliarden Frauen weltweit spüren es jeden Tag, dass sie mit zwei X-Chromosomen auf die Welt gekommen sind: Vergewaltigung, Genitalverstümmelungen, Zwangsverheiratungen, Schläge, Hassworte und Unterdrückungen jeglicher Art gehören zu ihrer Lebensrealität. Das will TERRE DES FEMMES verhindern und wird auch in den nächsten Jahren alles daransetzen, dass ein X-Chromosom nicht das Leben von Mädchen und Frauen bestimmt. Es wird zu folgenden Themen gearbeitet: Weibliche Genitalverstümmelung, Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung, Frauenhandel und Prostitution, häusliche und sexualisierte Gewalt sowie Gleichberechtigung und Integration.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.frauenrechte.de 

Verlegung der offiziellen Veranstaltung

Auf Grund der momentanen Situation und den permanent steigenden Infektionszahlen, muss die geplante Veranstaltung „Lizzy Special“ am 26.11.2021 mit Lizzy Aumeier leider verschoben werden. Die Organisatoren sind derzeit mit der Künstlerin bezüglich eines Ersatztermins in Verhandlung. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit. Sobald ein Ersatztermin feststeht, wird dieser kommuniziert. zg

 

 

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