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Feiern, schauen, einkaufen – volle Straßen und Geschäfte  

Rekord mit 470 Oldtimern bei Lampertheimer Autoschau 

470 Oldtimer gab es bei der diesjährigen Lampertheimer Autoschau zu bestaunen und erleben.Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – So viele Oldtimer waren bei der Autoschau noch nie zu erleben – die Organisatoren des Vereins Lampertheim Classics zählten 470 Fahrzeuge, die durch den großen Torbogen in der Römerstraße einfuhren. Ein Rekord, mit dem der Verein nicht gerechnet hatte und deshalb auch nicht so viele Willkommenstüten gepackt hatte. Vor einem Jahr hatte der Rekord bei etwa 350 Teilnehmern gelegen. Schon um halb neun morgens hatten die Oldtimer zur Begrüßung Schlange gestanden. „Das ist Wahnsinn“, meinte Thomas Kissel, Zweiter Vorsitzender am späten Nachmittag noch ganz ergriffen. Noch nie seit der ersten Autoschau sei in so kurzer Zeit ein so großer Zulauf von Oldtimern gewesen. Allerdings hatte der Verein für das Oldtimer-Treffen am Sonntag deutschlandweit in den Fachpublikationen und beim TIP als Medienpartner geworben. Zudem habe der Verein mit Herzblut und einer Vision am Erfolg gearbeitet. Moderator Michael Zayc informierte die Zuschauer über die Ankömmlinge und ihre Fahrzeuge, Lisa Zayc und Silvia Gerling hielten die Präsente und Rosen für die Damen bereit. Was Kissel schätzte, gefiel auch den vielen interessierten Besuchern: „Qualitativ sehr hochwertig restaurierte Autos waren dabei – für Südhessen sind wir hier gut aufgestellt“. Eindrucksvoll auch der Motorenklang in satten Tonlagen – kraftvolles Röhren oder ein sattes Puttputt war zu vernehmen, wie es nur ein historischer Achtzylinder erreicht. Benzinduft, starke Abgaserlebnisse bis hin zum dunklen Rauch beim Rückwärtseinparken sind das Privileg von Oldtimern. „So war die Luft früher in der Stadt“, war am Straßenrand immer wieder zu hören. Für die reibungslose Organisation bei An- und Abfahrt der Oldtimerfahrzeuge sorgten wie schon in den vergangenen Jahren die ehrenamtlichen Helfer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Lampertheim  (DLRG). Mit tausenden Besuchern aus nah und fern feierten die Lampertheimer am verkaufsoffenen Sonntag und Muttertag mit dem Verein Lampertheim Classics den Spaß am blanken Blech und blitzenden Chrom der Oldtimer und flanierten zu den neuesten Fahrzeugmodellen der Autohäuser aus Lampertheim und Umgebung in der Kaiserstraße bis zum Amtsgericht und auf dem Schillerplatz. Am Morgen grauer Himmel und frischer Wind, aber dann kam die Sonne rechtzeitig zur offiziellen Eröffnung und setzte ihre strahlenden Sterne auf den Hochglanz der Oldtimer und die aktuellen mobilen Technikwunder der Autoindustrie. Auf der Festwiese vor der Domkirche unter dem lichten Frühlingsgrün der Bäume ließen es sich viele Besucher bei Bratwurst oder Kaffee gut gehen und genossen am Nachmittag die Livemusik mit Gitarre, Schlagzeug und Kontrabass. Gute Stimmung und Spaß beim Einkaufen war in den Geschäften zu erleben, im Kosmetikstudio und beim Konditor mit schönsten Köstlichkeiten, hier und da mit Sekt und Rosen beflügelt. Der Frühling kommt, da sind neue Düfte, Schuhe, Schmuck und die Mode angesagt, zur Zufriedenheit der Kunden und Geschäftsinhaber. Zufrieden äußerten sich ebenfalls die Autohäuser und Dienstleister rund um die Motorisierung mit der großen Resonanz auf ihre Fahrzeuge und Angebote. Bei den Oldtimern galt die besondere Aufmerksamkeit der Schaulustigen den historischen Schätzen, die sich elegant oder auffällig von der Masse der jüngeren Oldtimer absetzten, die viele noch aus dem Straßenbild vor etwas über dreißig Jahren kennen. Diese hatten sich bereits im Windkanal bewiesen. Als Alfred Richter mit seinem hellen Mercedes-Benz SSK, Baujahr 1928, einbog, war das mobile Schmuckstück sofort umringt von ungezählten Neugierigen. Nur 25 Stück dieses Sieger-Rennautos seien gebaut worden, erzählte Richter, der von Hans-Jürgen Zenkner als Co-Pilot und „Schmiermaxe“ begleitet wurde. Platz nehmen durften Bürgermeister Störmer und Spargelkönigin Christin I.

Alfred Richter fuhr im Rennwagen vor. Foto: Hannelore Nowacki

Beide wurden zur offiziellen Eröffnung zuvor von Vereinsmitglied Daniel Götz in einem roten Ford V-8-Mustang ans Rathaus chauffiert. Historische Bilder aus der großen Zeit der Motorradrennen mit Lampertheimer Siegern und Oldtimer-Motorräder zeigte die Sonderausstellung im Alten Rathaus, darunter Winzlinge, wie zugeschnitten auf die kleine Aurora aus Biblis, aber tatsächlich damals von Männern gefahren. Das Modell „monkey“ ist sogar klappbar.    

Oldtimer-Erlebnisse vom Feinsten

Mit ihrem knallgelben VW-Käfer, Baujahr 1974, und Käfer-Campinganhänger fahren Markus Dreier und Eva Dinnendahl aus Heidelberg gerne in Urlaub, die Küche ist unter dem Boden verstaut, erzählten sie bei Kaffee und Kuchen. Aus der Schweiz war Peter van de Poll mit seinem roten Cabrio Morgen 44 angereist, seit 1935 mit Holz und Blech hergestellt und technisch unverändert mit der ältesten, aber damals revolutionären Vorderachskonstruktion gebaut. Dann ein sehr seltener brauner Volvo, als dieser „Schneewittchensarg“ vorbeirollte, kam Daniel Götz ins Schwärmen. Familie Rein aus Großsachsen warf einen langen Blick in den Motorraum einer 1987er Corvette mit V8-Motor. Tochter Anna gefallen die Oldtimer. Ein zierlicher roter Benz aus Ladenburg, ein Jagdwagen 8/20, Baujahr 1914, war der vorerst älteste Oldtimer am Sonntag. Ingo Ellerhold lenkt und pflegt den Oldtimer, der sich im Besitz der Urenkelin von Carl Benz befindet. Einen silbernen putzigen Austin seven special, Baujahr 1933, fahren Victoria und Jürgen Ensinger, ein Auto zum Verlieben wie es scheint. Historische Fahrzeuge sind auch das Hobby von Bodo Pfeiffer aus St. Martin, der sich passend zu seinem viel beachteten roten Feuerwehrlöschfahrzeug aus dem Jahr 1939 mit Platz für eine neunköpfige Besatzung  stilecht mit Helm und Uniform ausgerüstet hat. Das in Düren gebaute Einzelstück sei ursprünglich grün lackiert gewesen und wurde damals von der so genannten Feuerlöschschutzpolizei genutzt. Hannelore Nowacki

Die Kaiserstraße verwandelte sich am Muttertag in eine gut besuchte Einkaufsmeile. Foto: Hannelore Nowacki

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