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Fastnacht im Wilden Westen mit scharfem Gute-Laune-Geschütz  

Prunksitzung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß mit Feuer, Dampf und Raketen

Stadtprinzessin Janine I. fühlt sich in der 5. Jahreszeit daheim und wünschte dem Publikum so fröhlich zu bleiben. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Wo sind all die Indianer hin? Am Samstagabend jedenfalls wurden viele in der Hans-Pfeiffer-Halle  gesehen  – auf der Bühne und im Publikum. Und wo die Indianer des Wilden Westens unterwegs sind, finden sich auch jede Menge Cowboys und Girls ein. Wie man es von Cowboys aus Filmen kennt, liegt ihnen der Colt locker in der Hand, wenn ihnen im Saloon jemand in die Quere kommt. So geschah es auch bei der Prunksitzung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß (CC Rot-Weiß) am Samstagabend in der Hans-Pfeiffer-Halle nach der gemütlichen Pause im zweiten Teil des Fünf-Stunden-Programms als sich die Bühne in einen gut besuchten, munteren Saloon verwandelt hatte. Mit schwerem Kaliber wurde sogar geschossen, aber es regnete nur Glitzerschnitzel von der Bühne herab. Wie Sitzungspräsident Markus Gutschalk zu Beginn des Abends versprochen hatte, holten die tapferen LA-Hopser vom vereinseigenen Männerballett ebenso wie die Juniorengarde und „The New Generation“ des CC Rot-Weiß bei ihrem Showtanz das symbolische Lasso heraus und spielten ausgelassen Cowboy und Indianer, wobei auch die  übrigen Saloonbesucher dem ausgelassenen Tanzvergnügen huldigten.

Ein großes Lob sprach Ehrenpräsidentin Margit Selb der Funkengarde aus, die gerade als bunte Truppe einen Showtanz aufgeführt hatte. Foto: Hannelore Nowacki

Riesige Rauchsäulen zischten ab und zu links und rechts der Bühne zur hohen Decke hinauf und immer wieder einmal schossen sternenfunkelnde Feuer hervor. Das Publikum erhielt über den Abend hinweg zahlreiche Gelegenheiten vierstufige Raketen abzufeuern. Und was findet man auf dem Ritt durch die kargen Landschaften des Wilden Westens oder vielleicht doch eher auf den stilecht dekorierten Tischen? Viele Kakteenarten, Pfeile und Zielscheiben, auch kleine  Wigwams – alles aus Pappe von Vereinsmitgliedern selbst liebevoll gestaltet. Echt dagegen waren die Federn und die leuchtenden Kerzen im Glas. Der Elferrat, im traditionellen ersten Teil der Prunksitzung noch im festlichen Ornat mit Narrenkappen und rot-weißen Uniformen die Fastnacht mit Stadtprinzessin Janine I., Junioren- und Funkengarde auf der Bühne zelebrierend, verwandelte sich unter dem Motto „Lampertheim Goes Wild West 2018/2019“ in eine Schar Saloonbesucher nach Art des Wilden Westens. Allerdings blieben sie ihrer vornehmen Art treu, spendeten wie das Publikum gerne Beifall und vergaben Jahresorden. Stefan Gutschalk wurde mit dem Goldenen Spargelreiter für 1×11-jährige Aktivität ausgezeichnet. Die Minigarde begeisterte die Zuschauer mit ihrem Showtanz. Funkenmariechen Sophia Karb feierte mit ihrem 1×11-jährigen Jubiläum zugleich ihren Abschied als Tanzmariechen. Bevor Ehrenpräsidentin Margit Selb als Katrin mit Elferratsmitglied und Ex-Prinzessin Gerda König als Berta in der Doppelbütt das Publikum mit Geschichten über sich und ihre Ehegatten zum kräftigen  Lachen animierten, kam „De Pälzische Elvis“ aus Roxheim auf die Bühne, gefolgt von der Showtanzgruppe „Gravity“ vom Carneval Club Eich 1974. Neben den Wildwest-Aktionen der vereinseigenen Tanzformationen bot die zweite Hälfte des Programms dem Publikum geballten Humor von Daniel Helfrich, der als Klavierkabarettist auch aus dem Fernsehen bekannt ist. Für seine indiskreten Fragen und heikle Themen benötigte er hellstes Licht, um gut zu sehen wie viele Arme sich im Publikum nach oben streckten. Eine spaßige Sache, da das Finanzamt nicht vor Ort war und auch sonst nicht viel passieren konnte. Seine Meinung: „Egal was die Leut‘ denken, das ist mir heut‘ egal, das Leben ist fantastisch“. Seinen lustvoll-bösen Verriss der Helene-Fischer-Schlagerwelt nahm das Publikum ihm nicht übel, wenngleich leichter Protest zu vernehmen war. In Schwarz-Weiß zeigten die „Stud Buttons“ im Alter von 11 bis 76 Jahre eine atemberaubende Geschichte, anmutig und geschmeidig in jeder Bewegung. Die Showakrobatikgruppe des Turnvereins Hofheim 1896 führte den Tanz auf dem Schachbrett zum ersten Mal auf. Faszinierende außerirdische Magie mit zauberhaften Lichtskulpturen erlebten die Zuschauer mit der Showtanzgruppe vom 1. FFC „dumm gelaufen“ Lampertheim, die das Thema „Avatar“ hinreißend in Szene setzte. Auf bombastische Präsentation setzten „Die Brunnebutzer“ vom Männerballett  des 1. Riedroder Fastnachtsclubs 2010. Durch den dunklen Saal geisterten sie mit Totenkopfmasken, um dann auf der Bühne nicht nur die Masken sondern auch kurzzeitig die Hosen fallen zu lassen. Mächtig auf die Pauke und die Ohren gab es vom Drumcorps Marsch Mellows Darmstadt, das mit den Instrumenten tanzend die Leichtigkeit des Seins feierte und das Publikum zum Jubeln brachte. Gesanglich führte Jesina Litters, Elferratsmitglied und 2. Vorsitzende, gemeinsam mit Vater Michael Grosch das Publikum nach fünf Stunden dem Finale entgegen. Anschließend waren alle zur Aftershow-Party mit DJ im Foyer eingeladen. Die „Zwoa Spitzbuam“ Michael und Volker unterhielten das Publikum mit in der Pause und zwischendrin mit Stimmungs- und Tanzmusik. Hannelore Nowacki

 

 

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