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12.08 Uhr | 12. September 2019

Erste Anlaufstelle, wenn´s mal nicht so rund läuft

Stefanie Kaupert und Carsten Bach ergänzen den Beratungsdienst an der Erich Kästner-Schule

Carsten Bach und Stefanie Kaupert stehen den Schülerinnen und Schülern an der EKS mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Petra Gahabka

BÜRSTADT – Sucht- und Gewaltprävention, Jugendmedienschutz, Prävention sexueller Missbrauch, Streitschlichter, Netzhelden. An der Erich Kästner-Schule ist der Beratungsdienst durch Lehrkräfte und engagierte Schüler im Alltag fest verankert und wird nun durch die Schulsozialarbeit von Stefanie Kaupert und Carsten Bach ergänzt. Ihr Arbeitsfeld reicht von A wie „Angst vor der Klassenarbeit“ bis Z wie „Zoff mit der besten Freundin“. „Pubertät ist ein Minenfeld“, bemerkte Schulleiterin Stephanie Dekker, der es ein großes Anliegen ist, dass die Eltern um das neue Angebot wissen, beim Pressegespräch. Bei 850 Schülern im Alter von zehn bis zirka 18 Jahre gebe es reichlich Bedarf sich auszusprechen. „Dass Land und Kreis soviel Geld in die Hand nehmen, ist schon toll.“ Soziale und beratende Arbeit an den Schulen wird immer wichtiger, denn hier verdichten sich viele der Probleme, die Kinder und Jugendliche aus ihrem außerschulischen Lebensumfeld, etwa der Familie, mitbringen. Der Kreis Bergstraße hat dies erkannt und setzt auf Prävention. An der EKS wurde das bisherige Angebot BiS, „Beratung in der Schule“, die wöchentlich von Fachkräften der Beratungsstelle Lampertheim vor Ort durchgeführt wurde, nun durch UBUS und HELP ersetzt. Was steckt hinter diesen Abkürzungen? Stefanie Kaupert, die beim Schulamt angestellt ist, hat im April ihre Stelle angetreten. „UBUS bedeutet unterrichtsbegleitende Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte“, erklärte sie. Für Kinder und Jugendliche bietet die Bachelor-Absolventin, die in Darmstadt und an der evangelischen Hochschule Soziale Arbeit studiert hat, Einzelfall- und Gruppenarbeit sowie Beratung und Unterstützung in schulischen und individuellen Problemlagen an. Hilfe bekommen auch die Eltern, beispielsweise durch Kauperts Teilnahme an Lehrergesprächen oder der Vermittlung an Fachdienste. Ebenso können Lehrer auf die Schulsozialarbeiterin zurückgreifen, etwa bei der Kooperation und Mitgestaltung von schulischen Aktivitäten. Die 29-Jährige ist überwiegend in den fünften Klassen zu finden, wo wöchentlich eine Klassenratstunde abgehalten wird. Hier reichten die Themen von Fehlzeiten und Schulangst bis Scheidung und Mobbing. Es besteht sichtlich Bedarf. Von 7.30 bis 15.30 Uhr ist sie für die Kids da, hat ein offenes Ohr für deren Sorgen und Nöte. Manche kämen auch einfach so vorbei, erzählte sie. Auch die Anwesenheit von Carsten Bach im Rahmen des neuen Schulsozialarbeitsangebots HELP (durch Hilfe erfolgreiche Lösungen mit Profis), bei dem freie Träger in Kooperation mit dem Jugendamt soziale Ressourcen im Sinne von Beratung, Unterstützung und Information im Schulalltag direkt vor Ort zur Verfügung stellen, hat sich herumgesprochen. Seit Schuljahresbeginn ist der staatlich anerkannte Erzieher an der EKS – täglich und bereits vor Unterrichtsbeginn, 30 Stunden in der Woche. „Meine Tür steht immer offen“, so der 27-Jährige, die Schüler dürften frei wählen, ob sie zu ihm oder seiner Kollegin gehen möchten. Wobei er den kleinen Vorteil habe, dass er in die Familien gehen könne. Ein Treffen zu Hause sei oft entspannter. Carsten Bach bietet Schülern Beratung bei persönlichen, familiären und schulischen Fragestellungen sowie einen niederschwelligen Brückenschlag zu anderen Institutionen. Für Eltern ist er Ansprechpartner bei Erziehungsfragen und einem unkomplizierten Zugang zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Auch an diversen Gesprächen und Lehrerkonferenzen nimmt er teil. „Es ist eine Bereicherung und eine Riesenentlastung“, zeigte sich Schulleiterin Dekker über das rege Engagement der beiden Fachkräfte hocherfreut. Petra Gahabka

 

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