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09.33 Uhr | 9. September 2019

Eines der erfolgreichsten A-Cappella-Ensembles Deutschlands

Calmus Ensemble am 14. September zur Saisoneröffnung der Kunstfreunde Bensheim

Homogenität, Präzision, Leichtigkeit und Witz zeichnen das Calmus Ensemble aus. Sie sind am 14. September im Parktheater. Foto: Marco Borggreve

 

BENSHEIM – Es gibt die ganz Großen, die eine breite Palette an Klangfarben zaubern, die mit abwechslungs- und einfallsreichen Programmen begeistern, die immer wieder mit internationalen Preisen nach Hause fahren und sich zu den erfolgreichsten Vokalgruppen Deutschlands zählen. Und es gibt die heimlichen Helden der Kunstfreunde Bensheim, die 29 Stunden vor Konzertbeginn einspringen, weil ein anderes Ensemble ebenso kurzfristig absagen musste, während der HR bereits zum Mitschnitt anrollte. Star und Held – das Calmus Ensemble ist beides! Vor zwölf Jahren war das Quintett zuletzt in Bensheim und hat den Ausfall des Ensemble Amarcord gerettet. Im 20. Jahr seines Bestehens ist es erneut ein Geschenk für die Bensheimer Konzertreihe und ein großartiger Auftakt der neuen Saison am 14. September im Parktheater. Mit seiner einzigartigen Besetzung aus Sopran, Countertenor, Tenor, Bariton und Bass erobern die fünf Leipziger weltweit immer mehr Fans. Sie bestehen aus Mitgliedern, die einmal im renommierten Thomanerchor Leipzig gesungen haben und touren mit ihrem musikalisch vielfältigen Werken quer durch Europa und die USA. Um ihr Repertoire zu erweitern, arbeiten die Musiker regelmäßig mit unterschiedlichen Komponisten zusammen, denen sie Aufträge erteilen oder deren Werke sie uraufführen. Einen Teil seiner Zeit widmet Calmus der Nachwuchsförderung: Unterricht, Workshops und Jurytätigkeiten gehören zu ihrem Alltag, u.a. als Artist in Residence beim STIMMEN Festival Lörrach oder bei der Bachwoche Stuttgart. Die Repertoirespanne scheint schier unbegrenzt. Sie reicht von der Vokalmusik der Renaissance, des Barock und der Romantik hin zu Pop, Folk und Jazz.

Unter der Programmüberschrift „Landmarks“ nimmt Calmus das Publikum in Bensheim auf eine Reise durch zehn Länder mit und setzt dabei zehn „vokale Markierungen“. Die Lieder sind allesamt keine hundert Jahre alt. Songwriter treffen auf Avantgarde, Folk meets Jazz, südamerikanische Rhythmen grooven neben jiddischen Melodien. Viel Bekanntes ist dabei: Meister wie Francis Pulenc, Leonard Cohen, Georg Kreisler oder Sting. Daneben gibt es Neues es zu entdecken, wie zum Beispiel den Krakauer Liedermacher Mordechai Gebirtig und die südamerikanischen Komponisten Federico Ruiz und Aylton Escobar. In der Musik spiegelt sich eine Gesellschaft wider, die sich an Vergangenes erinnert und es neu interpretiert, die sich öffnet, die nachdenklich sein kann, die aber auch lacht und tanzt und swingt. Die Kunstfreunde laden zur Saisoneröffnung um 19 Uhr zum Mitgliederempfang ins Eysoldt-Foyer ein. Musikalisch bereichert wird dieser von der Zwingenbergerin Amy Keil, die seit neun Jahren von der Pianistin Claudia Döbert Klavierunterricht erhält. Sie gewann im Juni beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert einen hervorragenden zweiten Preis mit 23 von 25 Punkten. Für Amy Keil ist nach viermaliger erfolgreicher Teilnahme am Wettbewerb Jugend musiziert der große Erfolg beim Bundesfinale ein verdienter Höhepunkt. Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem im BA-Medienhaus, Telefon 06251/100816, bei der Bücherstube Deichmann sowie online unter www.kunstfreunde-bensheim.de. zg

 

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