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10.21 Uhr | 23. November 2021

Eine Reise in die Lampertheimer Vergangenheit

HEIMAT-, KULTUR- UND MUSEUMSVEREIN: Lampertheimer Kalender 2022 zeigt Erinnerungen aus der heutigen Wilhelmstraße und früheren Hintergasse

Bürgermeister Gottfried Störmer, die Vorsitzende des Heimat-Kultur- und Museumsvereins Margit Karb und Ludwig Franz vom Freundeskreis Alt Lampertheim präsentieren den neuen Lampertheimer Kalender 2022, der diesmal Motive der heutigen Wilhelmstraße und früheren Hintergasse aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zeigt. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM –  Jedes Jahr freuen sich die Liebhaber des Lampertheimer Kalenders auf das neue Werk – immer wieder überlegt sich der Heimat-Kultur- und Museumsverein etwas ganz Besonderes, wählt in Person von Ludwig Franz die Bilder mit Bedacht aus und lässt mit den Fotos von Gebäuden, Gaststätten und allerlei anderen Motiven regelmäßig die Geschichte Lampertheims aufleben. Mit dem Zeitdokument erinnert der Verein gerne auch daran, wie sich mit der Zeit alles verändert hat. Die 27. Auflage des Lampertheimer Kalenders erinnert an die Hintergasse – die heutige Wilhelmstraße. Noch in den Jahren 1840 bis 1844 bezeichnete man die Hintergasse als „Weg hinter dem Dorf”. Erst nach dem Feldzug 1870/71 wurde die Straße zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. in Wilhemstraße umbenannt. 

Mit Bildern aus verschiedenen Jahrzehnten von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhundert können Interessierte in Erinnerungen schwelgen und anhand der Bilder gedanklich in die Zeit der vergangenen Jahrzehnte reisen – so beispielsweise zum „Hecke-Bäcker”, zur ehemaligen Zigarrenfabrik, zur Milchzentrale, dem „Urig-Haus” oder dem ehemaligen Polizeiamt und dem einstigen Feuerwehrgerätehaus.

Die Idee des Lampertheimer Kalenders stammt von Heinrich Karb. Der 2018 verstorbene Ehrenvorsitzende des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins hat den ersten Lampertheimer Kalender 1983 herausgebracht. „Danach wurde es immer professioneller“, berichtete Karbs Tochter, Margit Karb, die heutige Vorsitzende des Vereins. Gemeinsam mit Ludwig Franz sucht sie sich immer wieder neue Themen für die Kalender, die in den letzten Jahren regelmäßig erschienen sind. „Die Motive und Ideen gehen uns nicht aus. Wir haben noch genügend Material“, betonte Karb, die mit Freude an der Gestaltung des Kalenders arbeitet. Schließlich hat der Freundeskreis Alt-Lampertheim, zu dem auch Ludwig Franz gehört, einen großen Fundus an Bildmaterial zusammengetragen und kann auf ein rund 3.500 Fotos umfassendes Bildarchiv zugreifen – digitalisiert, nach Straßen sortiert und archiviert. Bürgermeister Gottfried Störmer hat auch für den Kalender 2022 wieder ein Grußwort formuliert und freut sich über die neue Auflage: „Dank der intensiven Arbeit des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins können wir einen Rückblick in die Vergangenheit werfen und die Geschichte der Hintergasse wider aufleben lassen. Es ist wieder ein Kalender geworden, der sich mit der Lampertheimer Geschichte befasst und der Erinnerungen weckt sowie die Menschen zum Nachdenken anregt, wie es früher einmal hier aussah. Viele aktuelle und ehemalige Lampertheimer warten bereits auf diesen Kalender.” Der Erlös aus dem Verkauf der 430 Kalender umfassenden Auflage, die aufgrund der großen Nachfrage erhöht wurde, wird wie immer einem guten Zweck zugeführt. Benjamin Kloos

Info: Der Lampertheimer Kalender 2022 ist für 10 Euro beim Stadtmarketing, beim Rathausservice, Domgasse 2 (außer samstags), bei Coiffeur Franz, in der Bücherkiste und bei Cigarren-Derst erhältlich. 

 

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