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09.27 Uhr | 17. September 2021

Ein Wettbewerb, der keiner war

DIRT TORPEDO: Robin Christ aus Biblis bei „Not – A – Boring – Competition“ von Elon Musk in Mojave-Wüste dabei

Das „Dirt Torpedo“-Team der TU Darmstadt mit dem 21-jährigen Robin Christ aus Biblis. Foto: Team Dirt Torpedo / Florian Albinger

BIBLIS – Mojave-Wüste. Der 21-jährige Robin Christ aus Biblis, aktuell Student an der TU Darmstadt, war mit zehn weiteren Studenten-Freunde am 12. September 2021 Teil des Finales bei „Not – A – Boring – Competition“. Die elf klugen Köpfe hofften in der Mojave-Wüste für Elon Musks „Boring Company“ auf einen Sieg.
Vor Ort hatte das Team laut Veranstaltungsplanung sechs Tage Zeit, die Bohrung ihrer Tunnelbaumaschine vorzubereiten. Bereits an Tag eins wurde die von den Teams eingeplante Zeit als Überraschung durch eine Fahrt im Vegas Loop und Besichtigung des Headquarters der „Boring-Company“ spontan gestrichen. Damit konnte das Team jedoch gut leben. „Spannende Einblicke und eine aufregende Erfahrung, aber die Fingerspitzen Kitzelten die Maschine endlich auszupacken.“, so Christ. 
Davon haben sich die Jungs nicht aus der Bahn werfen lassen. Auch an den fünf übrigen Tagen arbeiteten die jungen Studenten täglich an ihrem „Dirt Torpedo“. Zum Schluss reichte es jedoch nicht zum Sieg. Der Gewinner stand schnell fest. Die TU München hat das Rennen gemacht und den Sieg dennoch nach Deutschland geholt. Das Team „TUM Boring“ waren die einzigen Teilnehmer, die letztendlich vor Ort gebohrt haben. 

Kein weiteres Team hat Ihre Tunnelbohrmaschine in die Startgrube heben dürfen oder heben wollen.
In der Vorbereitung mussten die Jungs vor Ort einige Safety-Checks durchlaufen. Die ersten wurden mit Bravour bestanden. Der Veranstalter hatte seine Anforderung vor Ort jedoch unerwartet und ohne Ankündigung hochgeschraubt. Teamleiter Adrian Fleck: „Ein kleines technisches Problem an den aufblasbaren Luftkissen hat uns am Ende aber das Genick gebrochen.“ 

Neue Aprovements mussten immer wieder her. Neue Berechnungen. Neue Programmierungen. Dafür fehlte aber den elf klugen Köpfen einfach die Man-Power. „Wir haben alles erdenklich Mögliche getan, unseren Bohrer doch noch unter die Erde zu bringen, haben die ganze Nacht vor dem Finale durchgearbeitet“, so Robin Christ aus Biblis. Die Motivation und der Wille war da. Die Infrastruktur und Organisation seitens des Veranstalters rund um die Boring Company des Tech-Milliardärs Elon Musk leider nicht ausreichend.
Nach einem Safety-Check mit den entscheidenden Ingenieuren und Jury-Mitgliedern wusste das Team, dass es zu den Favoriten gehört. Großes Interesse von Seiten der Boring-Company bestand, dass nicht nur die TU München bohrt, auch der Dirt Torpedo sollte in der Mojave Wüste im Sand versenkt werden. „Wir sehen euch unter den Top drei“, hatten die Verantwortlichen immer wieder betont. Leider folgt ein „aber“. 

Die Tunnelbohrmaschine der Dirt Torpedos stand startklar bereit neben der Startplattform. Lediglich ein letztes Technik-Approvement hat gefehlt. Manuell hätte die Maschine gestartet werden können. Sie war bereit für ihren Einsatz im Wüstensand. Wenige Stunden vor dem Startschuss kam eine Anforderung des Wettbewerbs, dass sie technisch gestartet werden muss. Hier hat schlicht und einfach die Man-Power gefehlt um diese Programmierung vor Ort noch möglich zu machen.
Vor Ort war Musk nicht. Er sei zu beschäftigt haben die Veranstalter bekannt gegeben. Die Jungs wären für eine Vorstellung ihrer innovativen Tunnelbohr-Idee des Dirt Torpedos vorbereitet gewesen.
Es mag ein Traum vielleicht geplatzt sein, aber dennoch gehen die Dirt Torpedos als Gewinner aus der Competition für sich selbst raus. Stolz und Selbstachtung überwiegen Wut und Traurigkeit. Ganz klar. zg

 

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Geschrieben in Biblis und Ortsteile, Lokal

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