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„Ein wahrer Quantensprung für Bürstadt”

Erneut 2 Millionen Euro Förderung durch Programm „Aktive Kernbereiche” / „Einmalige Chance genutzt”

Das Bahnhofsumfeld wird derzeit noch umgebaut,erstrahlt aber schon bald in neuem Glanz – ermöglicht wurde dies auch das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche”. Foto: Benjamin Kloos

BÜRSTADT – Seit nunmehr zehn Jahren begleitet das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche” die Innenstadtentwicklung Bürstadts – in diesem Jahr wurde mit dem ersten Bauabschnitt der Umbau des Bahnhofsumfeldes eingeleitet. Gleichzeitig befassen sich die Lokale Partnerschaft (LoPa) und die Stadtverwaltung auf Grundlage der Bürgerbeteiligung und der städtischen Grundsatzbeschlüsse mit der weiteren Planung für die Nibelungenstraße. Und die nächste enorme Aufgabenstellung wartet bereits: Die Entwicklung des Raiffeisenareals. Dank der aktuellen Förderbescheide sieht sich die Stadt für diese Projekte und Aufgaben gut gerüstet.

Denn Anfang November erhielt die Stadt Bürstadt den zehnten und damit offiziell letzten regulären Förderbescheid aus dem Programm „Aktive Kernbereiche” in Höhe von 1.500.000 Euro, davon beträgt der Eigenanteil der Stadt Bürstadt 487.000 Euro. Wenige Tage zuvor bekam die Stadt sogar noch eine Zulage, da Fördermittel von anderen Kommunen nicht genutzt wurden und so zu verfallen drohten: Bürstadt hat diese dankend angenommen und so hat sich das Budget nochmals um knapp 460.000 Euro – bei einem Eigenanteil von 233.000 Euro – erhöht. Die Mittel sollen insbesondere für den weiteren Umbau des Bahnhofsumfeldes, die Umgestaltung der Nibelungenstraße und das „Anreizprogramm Fassade” verwendet werden. Insgesamt kann die Stadt Bürstadt nach dem zehnten Bescheid und dem Zuschlag nun Maßnahmen mit einem Volumen von circa 8,8 Millionen Euro umsetzen. Die Stadt trägt als Eigenanteil über die Jahre circa 30 Prozent, das Land zahlt insgesamt 6,2 Millionen Euro – eine Summe, die Bürstadt trotz allem Engagements selbst nicht hätte aufbringen können.

„Einmalige Chance für Bürstadt”

„Dies war eine einmalige Chance der Stadtumgestaltung, die in Bürstadt perfekt umgesetzt wurde, begleitet durch eine sehr engagierte LoPa, die sich von Anfang an mit unglaublicher Leidenschaft und intensiv beteiligt hat”, zog Bürgermeisterin Barbara Schader im Rahmen eines Pressegesprächs ein mehr als positives Fazit. Ein besonderes Lob sprach sie Hermann Müller seitens der LoPa und Christian Schwarzer seitens der Stadtverwaltung, die ebenfalls von Anfang im Boot waren. „In den zehn Jahren haben wir zehn Förderbescheide erhalten, wobei wir über die ganze Zeit einen guten Kontakt zum Land Hessen hatte. Dies ist auch gut so, denn viele Projekte konnten erst durch die Überzeugung der Verantwortliche vor Ort umgesetzt werden, durch Begehungen gemeinsam mit den Vertretern des Landes.” 

Als Abschluss habe man Fördermaßnahmen in Höhe von 1,8 Millionen Euro eingereicht und einen Bescheid über 1,5 Millionen Euro erhalten. Positive Krönung des Projektes sei aber der kürzlich erfolgte Anruf seitens des Landes Hessen gewesen. „Wir wurden gefragt, ob wir Bedarf für Gelder, die in anderen Kommunen in den letzten Jahren nicht abgerufen wurden, hätten. Diese Chance haben wir gerne genutzt und konnten so einen Nachtragsbescheid in Höhe von 460.000 Euro erhalten, um wichtige Projekte schon jetzt umzusetzen”, ergänzte Bürgermeisterin Schader. „In den vergangene drei Wochen haben wir somit Förderbescheide in Höhe von zwei Millionen Euro erhalten – für Bürstadt eine traumhafte Bilanz. Ich bin dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der LoPa und dem Land Hessen. Wir haben ruhig und intensiv in vielen Arbeitssitzungen zahlreiche Projekte kontinuierlich gestaltet und umgesetzt.” 

Blick in die Zukunft

Anschließend warf Barbara Schader einen Blick in die Zukunft: „Ziel ist es nun, europäische Fördermittel zu erhalten. Hierzu haben wir unsere integriertes Handlungskonzept um- und fortgeschrieben, um uns für diese bewerben zu können. Denn nur mit Fördergeldern können wir weitere Ziele erreichen, so etwa den Erhalt des Turmes auf dem Raiffeisengelände bei gleichzeitigem Abriss der alten Gebäude. Das Gesucht der Innenstadt hat sich positiv verändert, wir haben aber immer noch Leerstände und benötigen Ärzte, um die medizinische Versorgung für die Zukunft zu sichern. Daher werben wir mit einem neuen Konzept dafür, abermals ins Förderprogramm Lokale Ökonomie aufgenommen zu werden – mit den Schwerpunkten der medizinischen Versorgung und dass die Menschen weiter vor Ort einkaufen können. Wir haben Lust und Leidenschaft, die Stadt weiter zu entwickeln.”

„Wahrhaftige Erfolgsgeschichte

Nach zehn Jahren „Aktive Kernbereiche” könne man stolz auf die „wahrhaftige Erfolgsgeschichte sein”, betonte Hermann Müller. „Dass wir für eine Nachtragsförderung ausgewählt wurden, zeigt wie gut wir gearbeitet haben. Dabei war die LoPa immer zielorientiert, bürgernah, für Bürstadt aktiv und nicht politisch. So gab es auch in der Stadtverordnetenversammlung immer eine große Einstimmigkeit und keine politischen Grabenkämpfe, wenn es um Entscheidungen für unsere Stadt in den aktiven Kernbereichen ging.” Wichtig sei gewesen, die Bürger von Anfang an mitzunehmen., über Gespräche und direkte Beteiligung. „Wir haben stets Lösungen gefunden, bei der alle Gewinner waren, wie etwa beim Marktplatz, nach dessen Fertigstellung selbst die größten Kritiker Lob spendeten. Auch bei der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes wurde die IG aktiv mit einbezogen. Interessen zu bündeln und Kompromisse zu finden ist der Erfolg unserer Arbeit – unter der Prämisse, verantwortungsvoll mit den Geldern umzugehen.” Hermann Müller bezeichnete das Projekt als „Quantensprung für Bürstadt, ich freue mich, weiter fünf Jahre an der Umsetzung teilhaben zu dürfen.” Christian Schwarzer ergänzte, dass 15 Jahre von der Planung bis zur Umsetzung der einzelnen Projekte benötigt werden. „Hierzu braucht man einen langen Atem. Aber wir können zuversichtlich sein, dass die Projekte bis dahin stehen.” Benjamin Kloos

 

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